3-wöchige Rundreise durch Norwegen: Das sind die Kosten
Wenn du eine Rundreise durch Norwegen planst, stellst du dir vermutlich zuerst die Frage: Was sind realistische Kosten für eine Rundreise?
Da Norwegen zu den teuersten Reiseländern Europas zählt, ist eine gute Budgetplanung entscheidend und wir helfen dir dabei die Kostenpunkte zu identifizieren. Basierend auf unseren eigenen Erfahrungen bei einer Reise durch Norwegen können wir dir ganz grob die Preisspanne von 1.900 € – 5.100 € nennen.
Wie sich die Kosten aufteilen findest du in diesem Artikel durch unsere strukturierte, leicht verständliche Kostenübersicht für 3 Wochen Norwegen, basierend auf zwei beliebten Reisearten:
- Rundreise mit dem Auto + Budget-Unterkünften
Roadtrip mit dem Wohnmobil
Diese detaillierte Gegenüberstellung hilft dir, die tatsächlichen Kosten für eine Rundreise durch Norwegen realistisch einzuschätzen und die für dich passende Reiseart zu wählen.
Wir selbst haben die zweite Option gewählt und sind mit dem Wohnmobil von Chris´ Eltern durch Norwegen gereist.
Norwegen gehört zu den teuersten Ländern Europas. Die Preise für Lebensmittel, Kraftstoff und Dienstleistungen liegen deutlich über dem EU-Durchschnitt. Gleichzeitig ist das Land aber auch perfekt für Roadtrips ausgelegt, egal ob per Auto oder Wohnmobil. Die Natur ist kostenlos erlebbar und viele Outdoor-Aktivitäten verursachen keine zusätzlichen Gebühren.
Die größten Kostenfaktoren einer 3-wöchigen Norwegen-Reise sind:
- An- und Abreise
- Fährverbindungen oder Brückenmaut
- Kraftstoff
- Unterkünfte bzw. Campingplätze
- Lebensmittel & Restaurants
- Maut und Parken
Wir haben dir die beiden Varianten mit Auto+Hotels und Wohnmobil/Camper aufgestellt. In unserem Fall haben wir nichts für das Wohnmobil gezahlt. Hast du kein eigenes Wohnmobil oder Camper würden die Kosten dafür, je nach Saison mit ca. 2.000 € noch dazu kommen.
Ganz grob kann man sagen, dass sich die Hotelkosten und die Miete für ein Wohnmobil aufheben werden. Aber gerade bei den Lebensmitteln kannst du durch das Wohnmobil extrem sparen.
| Kostenpunkt | Auto (Hotels/Ferienhäuser) | Wohnmobil (Camping/Stellplätze) |
|---|---|---|
| Anreise (Fähre/Brücken) | 300–700 € | 500–1.000 € |
| Kraftstoff | 400–600 € | 600–900 € |
| Unterkünfte / Campingplätze | 1.800–2.700 € | 350–650 € |
| Essen & Getränke | 450–800 € | 350–550 € |
| Maut & Parken | 100–300 € | 100–300 € |
| Gesamtkosten | 3.050–5.100 € | 1.900–3.400 € |
Viele werden nicht unbedingt ein eigenes Wohnmobil oder einen Camper zur Verfügung haben. Deshalb werden die Kosten für die Rundreise mit dem Auto und Hotels/Unterkünften interessant sein. Wer mit dem eigenen Auto anreisen kann, spart sich bereits die Kosten für einen Mietwagen. Außerdem kann man einiges bereits von zuhause mitnehmen, um die Kosten vor Ort zu senken. Jedoch benötigt diese Reise mehr Zeit, was du einplanen musst.
Wer mit dem Auto von Deutschland nach Norwegen fährt hat nicht viele Optionen. Die meisten Reisenden wählen eine der folgenden Routen:
- Fähre Hirtshals → Kristiansand (wir haben uns dafür entschieden. Gesamtkosten einfach: 230 €)
- Fähre Hirtshals → Stavanger / Bergen
- Fähre Kiel → Oslo (komfortabel, aber teurer)
- Kopenhagen → Öresundbrücke → Schweden → Oslo
Durchschnittliche Kosten (Hin- und Rückfahrt):
Gesamtkosten: 300–700 € (je nach Saison und Auto)
Natürlich kommt es bei den Benzinkosten ganz stark auf deine Route an. Wir haben mit der Anreise aus Süddeutschland bereits 1.000 km bis wir erstmal in Hirtshals sind. Dann geht die Rundreise durch Norwegen erst los. Entscheidend ist ebenfalls, ob du bis auf die Lofoten fährst oder nicht. Da kommen schnell noch 2.000 km dazu.
Eine typische Rundreise mit 3 Wochen durch Norwegen (ca. 3.000–4.000 km) könnte in etwa so aussehen:
- Verbrauch Auto: 6–8 Liter
- Benzin/Diesel: 1,80–2,00 €/Liter
Gesamtkosten: 400–600 €
Bei den Unterkünften liegt wohl der größte Kostenfaktor begraben. Hier schwanken die Preise teilweise enorm, je nachdem wie viel du von deiner Unterkunft erwartest. Teilweise ist die Auswahl nicht sonderlich groß, je nachdem in welchem Teil von Norwegen du dich gerade aufhältst. Es gibt allerdings eine große Auswahl von verschiedenen Unterkunftstypen:
- Hotels: 120–180 €/Nacht
- Ferienhäuser/Hytter: 80–150 €/Nacht
- Budget-Cabins: 60–90 €/Nacht
Für 21 Nächte ergibt sich ein realistischer Durchschnitt von:
Gesamtkosten: 1.800–2.700 €
Die Kosten für Lebensmittel sind hoch, aber Restaurantbesuche sind noch deutlich teurer. Das solltest du bereits bei deiner Planung der Unterkünfte einberechnen. Bist du hauptsächlich in Hotels unterwegs musst du öfter ins Restaurant zum Essen gehen. Suchst du lieber nach Unterkünften mit Küche, kannst du dich bestenfalls selbst versorgen und hierbei sparen.
- Selbstverpflegung: 150–250 €/Woche
- Restaurantbesuche (2–4× pro Woche): 25–40 €/Gericht
Gesamtkosten bei 3 Wochen: 450–800 €
Die beiden Kosten von Maut und Parken sollte man in Norwegen keinesfalls unterschätzen. Auf vielen der Strecken sowie die große Anzahl an Tunnel werden Mautgebühren fällig. Diese können sich bei hoher Kilometerleistung aufsummieren. Ebenfalls die Parkgebühren sind aus unserer Sicht oft sehr übertrieben. So kostet z.B. das Tagesticket am Preikestolen 25 €. Genauso schwierig ist es in den Städten günstige Parkplätze zu finden. Noch schwieriger wird es oft mit dem Wohnmobil oder Camper.
Maut: 50–150 €
Parkplätze in Städten/Nationalparks/Sehenswürdigkeiten: 50–150 €
Gesamtkosten: 100–300 EUR

Reise-Apps: Effizientes planen und Geld sparen
Hier findest du den Blogartikel für effizientes planen, um Geld auf Reisen zu sparen.
Für all diejenigen, die die Option eines Wohnmobil oder eines Camper haben, ist die Frage relativ leicht beantwortet. Eine Reise nach Norwegen ist das perfekte Ziel für das mobile Zuhause. Außerdem kannst du entspannt viele Lebensmittel bereits aus Deutschland mitbringen und musst sie nicht teuer in Norwegen kaufen. Aufpassen solltest du jedoch bei Kartoffeln, die man nicht nach Norwegen einführen darf.
Die Anreise erfolgt auf die gleiche Weise wie bereits oben geschildert. Die Kosten für Wohnmobile sind natürlich etwas höher.
Durchschnittspreis Hin- und Rückfahrt: 500–1.000 €
Ebenfalls an den Benzinkosten merkt man beim Wohnmobil einen deutlichen Mehrverbrauch. Obwohl die neueren Modelle und besonders die Camper deutlich sparsamer geworden sind, liegen die Kosten höher:
- Verbrauch: 9–13 Liter (Diesel)
- Strecke: 3.000–4.000 km
Gesamtkosten: 600–900 €
Bei den Kosten für die Campingplätze ist auf jeden Fall Sparpotential vorhanden. Hier kommt es nämlich stark auf dein Campingverhalten an. Willst du immer dein eigenes Bad und entsprechende Annehmlichkeiten musst du auf die teils teuren Campingplätze gehen. Weniger luxuriös, ausgestattet mit den Basics findest du überwiegend auf den Stellplätzen. In Norwegen ist es immer noch an vielen Stellen erlaubt kostenlos mit dem Wohnmobil stehen zu bleiben, sofern man seinen Müll mitnimmt. Das Jedermannsrecht in Norwegen gilt nämlich nicht direkt für Wohnmobile, sondern für unmotorisierte Aktivitäten wie Wandern und Zelten. Mit dem Wohnmobil darf man offiziell nur eine Nacht auf öffentlichen Parkplätzen stehen, wenn es keine Verbote gibt, da das Freistehen geduldet, aber rechtlich eingeschränkt ist.
- Standardplätze: 25–40 €/Nacht
- Stellplätze: 10–20 €/Nacht
Bei gemischter Nutzung von kostenlosen und kostenpflichtigen Stellplätzen.
Wir selbst sind in 3 Wochen nur insgesamt fünf Mal auf einem Campingplatz gewesen, um Strom zu laden und eine vernünftige Dusche zu bekommen. Dadurch sind wir unter 100 € gekommen.
Gesamtkosten: 100–650 €
Hier wird ein weiterer Vorteil des mobilen Eigenheims ausgespielt. Die Möglichkeit selbst zu kochen und sein Essen vorzubereiten senkt wirklich drastisch die Kosten. Nimmt man zusätzlich, wie wir auch, viele unverderbliche Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Tomatensauce, Konserven von Deutschland mit, sind die Kosten absolut überschaubar. Ingesamt haben wir damit die Kosten für Lebensmittel in 3 Wochen auf 250 € gebracht. Hinzu kommt nochmal die gleiche Summe für Restaurantbesuche.
Gesamtkosten: 350–550 €
Bei den Maut- und Parkkosten addieren sich mit dem Wohnmobil noch ein paar Zusatzkosten. Bei der Maut muss man als Wohnmobil höhere Tarife zahlen, während es beim Parken oft keinen Unterschied gibt. Nach unseren insgesamt knapp 7.000 km gefahrenen Kilometern ist bei uns eine Rechnung von knapp 250 € mit Maut- und Parkgebühren herausgekommen. Dabei sind wir die üblichen Mautstrecken mit Tunneln gefahren.
Hinweis! Die Mautgebühren werden komplett digital erhoben. An jeder Mautstelle wird dein Kennzeichen gescannt und nach ca. 4 Monaten bekommst du die Rechnung auf die Autohalteradresse zugeschickt.
Gesamtkosten: 100–300 €

Die 34 besten Travel Hacks und Reisetricks für deinen nächsten Urlaub
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Wenn du beide Varianten zur Auswahl hast, ist die Wohnmobil- oder Camper-Variante in der Regel deutlich günstiger. Mit der Vergleichstabelle unten siehst du außerdem, dass selbst beim Mieten eines Wohnmobils sich die Kosten ziemlich decken.
Die größten Einsparungen entstehen durch:
- günstige Campingplätze
- hohe Flexibilität
- überwiegend Selbstverpflegung
Eine Norwegen-Reise mit dem Auto bietet dagegen mehr Komfort und ist ideal für alle, die:
- in Hotels übernachten wollen
- weniger Fahrstress möchten
- ohne Camping-Ausrüstung reisen
Unabhängig von der Reiseform gilt:
Die Kosten variieren stark, je nach Saison, Route und persönlichem Reisestil. Eine sorgfältige Planung hilft, das Budget optimal zu nutzen und die unvergleichliche Natur Norwegens vollständig zu genießen. Letztendlich ist es wichtig zu entscheiden, mit welcher Reiseform du dich wohler fühlst. Bist du lieber in der Natur und unabhängig oder magst du lieber im gemachten Bett die Reise genießen?
| Kostenpunkt | Auto (Hotels/Ferienhäuser) | Wohnmobil (Camping/Stellplätze) |
|---|---|---|
| Anreise (Fähre/Brücken) | 300–700 € | 500–1.000 € |
| Kraftstoff | 400–600 € | 600–900 € |
| Unterkünfte / Campingplätze | 1.800–2.700 € | 350–650 € |
| Essen & Getränke | 450–800 € | 350–550 € |
| Maut & Parken | 100–300 € | 100–300 € |
| Gesamtkosten | 3.050–5.100 € | 1.900–3.400 € |
Wenn du flexibel sein willst, viel draußen bist und selbst kochst, ist das Wohnmobil die günstigere und entspanntere Wahl für Norwegen. Selbst wenn du eines mieten musst, kommst du fast auf den gleichen Betrag. Vor allem dank preiswerter Campingplätze bzw. Freistehen und der Möglichkeit zur vollständigen Selbstverpflegung.
Wenn du Komfort, feste Unterkünfte und warme Duschen schätzt, solltest du höhere Kosten einkalkulieren und mit dem Auto und Hotels reisen. Insbesondere durch die hohen Preise bei den Restaurantbesuchen werden durch diesen Reisestil die Kosten in die Höhe getrieben.
Ganz gleich, wofür du dich entscheidest: Norwegen ist jeden Cent wert. Mit einer klaren Budgetplanung kannst du deine Reisekosten optimal steuern und das Land in seiner ganzen Vielfalt genießen.

In nur 10 Schritten zur perfekten Reiseplanung
Hier findest du den Blogartikel zur Schritt-für-Schritt Anleitung für die Reiseplanung.
Wenn du auf einen ausgewiesenen Campingplatz gehen willst, musst du mit ca. 20-45 € rechnen. Abhängig von der Lage und der Ausstattung bzw. ob du Strom dazu nimmst. Teilweise verlangen die Plätze bis zu 10 € extra für Strom.
Jein, das Jedermannsrecht gilt nur für Zelte. Beim Zelten solltest du mindestens 150 Meter von Gebäuden entfernt sein, Privatgrundstücke vermeiden. Für Wohnmobile und Wohnwagen gelten andere und strengere Regeln als für Zelte. Autos, Wohnmobile und Wohnwagen dürfen daher nur dort parken, wo es die Straßenverkehrsordnung erlaubt bzw. wo es nicht explizit verboten ist.
Wichtig ist vor allem, die Natur zu respektieren und seinen Müll wieder mitzunehmen!
Restaurantbesuche oder Cafes sind relativ teuer. Wir empfehlen dir, wenn du Essen gehen willst, eher mittags zu gehen, da es dann oft Mittagsangebote gibt. Für belegte Brötchen oder kleinere Mittagessen musst du zwischen 10-20 € rechnen. Im Restaurant bist du eher bei 30-40 € pro Person.
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