Edinburgh – Schottlands Hauptstadt auf hügeligen Boden | Glücksreisen²
Carlton Hill
Europa,  Städtetrip

Edinburgh – Schottlands Hauptstadt auf hügeligen Boden

Edinburgh als schottische Hauptstadt mit ca. 525.000 Einwohnern begeistert durch seine geschichtsträchtige Altstadt, wunderschöner Architektur, eine beeindruckende Burg sowie die Entstehung der Geschichten von Harry Potter seit Jahren seine Besucher/innen. Edinburgh eignet sich perfekt für einen Städtetrip für ein (verlängertes) Wochenende, bei dem man wahnsinnig viel erleben und bestaunen kann.

Für einen Städtetrip eignen sich generell vor allem die Sommermonate. Auch Schottland ist dafür bekannt, dass es häufig dort regnet, daher macht es Sinn z.B. Monate wie Juni, Juli oder August zu wählen. Wir waren im Juli unterwegs und hatten klasse Wetter mit blauem Himmel, auch wenn man ab und an eine dünne Jacke benötigt.

Wie auch in England bezahlt man in Schottland mit Pfund und Stirling. Wechselkurs= 1 Euro sind ca. 0,91 Pfund. Ein guter Tipp ist z.B. am Flughafen gleich mit der Kreditkarte etwas Geld abzuheben. Schottland hat jedoch eigene Pfund- und Sterling-Banknoten. In Schottland kann man ähnlich wie in England häufig bargeldlos und mit Kreditkarte zahlen.

Packt auf jeden Fall Euren Reisepass anstatt nur Personalausweis mit ein, da man meist mit dem Reisepass viel schneller durch die ganzen Kontrollen am Flughafen kommt.

Der öffentliche Nahverkehr in Edinburgh besteht vor allem aus der bekannten Edinburgh Tram. Was jedoch sehr praktisch ist, dass man direkt vom Flughafen mit dieser bis in den Stadtkern fahren kann. Dieser befindet sich nur 12 km weit weg. Ein Adult Single Ticket kostet £ 1,80 und ein Day Ticket £ 4,80.

Außerdem gibt es mehrere Busse und auch der privatisierte Zugverkehr ist gut ausgebaut. Auch die Bahnreisen durch die schottischen Highlands sind beliebter geworden. Mit dem Bus oder der Tram kommt man oft schneller in der Stadt von A nach B. Eine der größten Busunternehmen ist da z.B. Schottish Citylink. Hier bietet sich z.B. der Scottish Explorer Pass für 3 oder 5 Tage unbegrenztes Busfahren für £ 41 an.

Wie in allen größeren Städten bietet auch Edinburgh den beliebten Hop-on/Hopp-off Bus* an, alternativ auch mit Eintritt* für Edinburgh Castle, Royal Yacht Britannia und Palace of Holyroodhouse.

Schottisches Essen kann für den einen oder anderen manchmal gewöhnungsbedürftig sein. Typisch für schottische Gerichte sind z.B. Haggis (Magen eines Schafes), schottischem Räucherlachs, Black Pudding (Blutwurst), Stovies (ein schottischer Eintopf), Bridies (Fleischpasteten), Fish and Chips, Chranachan (eine Süßspeise aus Sahne und Beeren), Shortbread. Beliebte schottische Getränke sind z.B. der berühmte schottische Whiskey, Gin, Bier, Wein und Cider, aber auch IRN BRU. Das ist ein hellorangenes sehr süßes Softgetränk. Macht auf jeden Fall einmal die Whisky Experience Tour* mit, auch wenn ihr kein Whisky Fan seid – es lohnt sich definitiv!

Edinburgh wird im Gegensatz zu Glasgow als einer der sichersten Städte von Schottland und sogar als sicherste Stadt Großbritanniens eingestuft. Auch nach einer Umfrage bei den Einheimischen fühlen diese sich sicherer, als noch vor Jahren zuvor. Doch denkt wie überall auf der Welt an beliebten touristischen Orten an die Taschendiebe!

Unsere Top Sehenswürdigkeiten in Edinburgh:

Wir haben uns wieder für eine Free Walking Tour zu Beginn entschieden, um einen wunderbaren ersten Eindruck und geschichtliches Know-How mitzubekommen. Es gibt hier etliche Anbieter, die sich alle in der High Street befinden.

Beginnen könnt ihr eure Stadttour z.B. bei der Royal Mile. Sie ist die zentrale und wichtige Straße und befindet sich mitten im Stadtkern der Altstadt. In der Royal Mile oder auch High Street genannt ist ständig etwas los und es befinden sich sehr viele Leute. Sie führt vom Palace of Holyrood bis hin zur Burg. Auf der Royal Mile befinden sich bereits mehrere Sehenswürdigkeiten wie z.B. die Saint Giles Cathedral, the „Mary Kings Close“ (unterirdische Gänge), Camera Obscura, World of Illusions oder das schottische Parlament.

Mitten in der Altstadt:

Die St. Giles Cathedral (wird auch High Kirk of Edinburgh genannt) befindet sich mitten in der Altstadt und beeindruckt durch ihre einzigartige Architektur. Sie wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut und nach einem Brand im 14. Jahrhundert im gotischen Stil erneut wieder aufgebaut. Auch der berühmte schottische Reformator John Knox soll hier gepredigt haben. Falls sich aktuell kein Gottesdienst darin befindet, sollte man auf jeden Fall einen Blick in das Innere werfen. Der Eintritt ist grundsätzlich frei.
Die Öffnungszeiten sind täglich von 9 bis 17 Uhr.

Kostenlos aber nicht umsonst:

Auch das Nationalmuseum von Schottland in der Altstadt ist einen Besuch wert. Du findest es in der Chambers Street. Im Nationalmuseum gibt es Dauerausstellungen zum Thema schottische Kultur und Skulpturen. Zudem befinden sich spannende Themengebiete wie z.B. Tiere, Technik, Kunst und Wissenschaft. Da die Ausstellung über 6 Stockwerke geht, kann man sich stundenlang damit beschäftigen. Das besondere an den Museen ist zudem, das dort überall der Eintritt komplett kostenlos ist. Also es ist mit Sicherheit für Groß und Klein etwas dabei und auch noch toll interaktiv gestaltet. Das Beste kommt zum Schluss: Man einen tollen Ausblick auf der Dachterrasse des Museum! 

Die goldene Nase von Bobby:

Ganz in der Nähe befinden sich auch Greyfriars Bobby sowie der Greyfriars Kirkyard. Greyfriars Bobby ist eine Hundestatue, die sich gegenüber von der gleichnamigen Bar befindet. Diese Statue bildet den Skye Terrier ab, der 1872 gestorben ist und einer Sage nach vor allem durch seine außergewöhnliche Treue zu seinem Besitzer dem Polizisten John Gray berühmt wurde. Bobby soll nach dem Tod seines Herrchens weitere 14 Jahre die Gräber auf dem Friedhof dort bewacht haben, da es viele Grabdiebe gegeben haben soll. Heute kann man die bereits schon goldene Nase des kleinen Hundes reiben, was angeblich Glück bringen soll.

Auf ins Gedränge:

Wer das rege Stadtleben der Einwohner in Edinburgh miterleben möchte, sollte auf jeden Fall einen Abstecher zu George Square Gardens machen. Hier spielen sich das soziale Leben sowie das Studentenleben ab. Dieser Platz wurde nach König George III. benannt. Egal ob Sommerfeste, Weihnachtsmärkte oder Silvester – hier ist der Platz zum Feiern. Zudem gibt es ein Labyrinth der Universität auf dem Platz.

Läuft man die Candlemaker Row Richtung Grassmarket zurück, gibt es viele interessante Läden, Cafe´s, Pubs und Restaurants zu entdecken, um sich eine kleine Pause zu gönnen.

Einer der berühmtesten und am häufig fotografierten Straßen sind definitiv die Bowstreet und die Victoria Street. Hier reihen sich supercoole Läden und Geschäfte sowie Foodstores.

Tipp für Fleischesser: Probiert unbedingt das „Oink“ in der Victoria Street – dort gibt es das beste pulled Pork Sandwich!

Whisky Tasting für Jedermann:

Weiter geht es vorbei an der imposanten Toolboth Kirk, die berühmt für den ehemaligen schottischen Kirchenbau ist. Sie wurde im 19. Jahrhundert erbaut und liegt wieder an der Royal Mile.

Direkt dahinter liegt The Scotch Whisky Experience“*, was auf jeden Fall einen Besuch wert ist, auch wenn ihr keine typischen Whiskykenner seid. Dieses Museum ist sehr interaktiv aufgebaut und man fährt erst einmal mit einem Holzfass auf Schienen „durch die Zeit“ mit interessanten Fakten von der Idee bis zur Herstellung des Whiskeys. Es gibt eine Gold-, Silber- oder Platintour, je nachdem wie viele Whiskys man probieren möchte. Die Silvertour war absolut ausreichend aus unserer Sicht. Das Museum ist täglich von 11-17 Uhr geöffnet und kostet pro Erwachsenen £17.

Edinburgh Castle:

Als nächstes geht es zum berühmten Edinburgh Castle, das man bereits von Weitem sehen kann. Es ist DIE Sehenswürdigkeit in Edinburgh und geht auf eine vermutlich 1000-jährige Geschichte zurück. Das Edinburgh Castle befindet sich auf dem Castle Rock und wurde auf einem wahrhaftigen Vulkan erbaut. Dieses Schloss wurde bereits mehrmals in der Geschichte von allen Seiten belagert, mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Daher ist es auch sehr naheliegend, dass sich hierbei die verschiedensten Zeitepochen vereinigen. Die St. Margaret’s Chapel stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist das Bauwerk, das noch am besten erhalten ist. Es gibt eine blutige Geschichte des Schlosses, die durch die Königin Maria Stuart bekannt ist. Sie hat ihre Großcousine Königin Elisabeth I. erst gefangen gehalten und anschließend noch enthauptet. Zudem bekannt ist vor allem die One O’Clock Gun, die täglich (außer am Sonntag) pünktlich um 13 Uhr abgefeuert wird. Damals diente sie zur Orientierung der Zeit für Seefahrer. Das Edinburgh Castle ist ein Ort für viele große Veranstaltungen wie z.B. das Royal Edinburgh Military Tattoo, das bekannt für seine 200 Dudelsackspieler sowie als Musikfestival gilt.

Das Edinburgh Castle kann täglich von 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr besucht werden. Der Eintritt für Erwachsene kostet £15,50.

Erholung in den Princess Street Gardens:

Unterhalb der Burg liegen die beliebten Princess Street Gardens. Dieser öffentliche Park lädt einfach zum Verweilen ein und befindet sich mitten im Zentrum von Edinburgh. Hier gibt es verschiedene Denkmäler, eine Blumenuhr oder den „Ross-Brunnen“. Hier finden z.B. regelmäßig Konzerte und Feierlichkeiten statt.

ehr beliebt und ein Instagramspot ist mittlerweile das „Dean Village“ am Fluss Leith. Hier gibt es kleine Dörfchen und Brücken, die sich wunderbaren für einen kleinen Spaziergang und etwas Ruhe von der turbulenten Stadt eignen.

Das Scottish Parliament Building findet man, wenn man zur unteren Seite der Royal Mile leicht bergab läuft, direkt gegenüber vom Arthur Seat. 2004 wurde dieser schottische Regierungssitz von der Königin Elizabeth II. eröffnet.  Dieses Gebäude beeindruckt vor allem durch seine moderne Architektur. Wer sich näher für die Politik  interessiert, kann an Führungen teilnehmen.

Im Schloss der Queen:

Direkt daneben befindet sich das Holyrood Palace*, das ehemals die Königin Maria Stuart bewohnte. Nun gehört es Königin Elizabeth II., die dieses imposante Gebäude als Zweitwohnsitz zu London bewohnt. Am Schloss selbst schließt sich ein riesiges Areal, der Holyrood Park an. Dieses Gebäude steht heutzutage sogar unter Denkmalschutz. Viele Teile des Schlosses sind öffentlich zugänglich und können besichtigt werden – außer wie soll es sein, wenn die Queen dort zu Besuch kommt. Dies ist häufig im Sommer ca. Juli (wie bei uns) der Fall. Der Eintrittspreis kostet ansonsten für einen Erwachsenen £16.50, für Studenten und über 60-Jährige nur £14.50. Das Holyrood Palace ist täglich von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr bzw. im Sommer bis 18 Uhr geöffnet.

Einzigartige Aussicht:

Der Arthur´s Seat* ist eine super Abwechslung bei einem Städtetrip und gehört zu einem Besuch in Edinburgh einfach irgendwie dazu. Arthur´s Seat ist der 251m hohe Berg in Edinburgh, auf dem man einen wunderschönen und einzigartigen Ausblick auf die Stadt hat. Wir waren total erstaunt, dass so nah an der Stadt man sofort ein wenig Auszeit hat und man dort einfach nur die Stille genießen konnte. Direkt daneben liegen noch die Salisbury Crags, steile Felswände, die man oben mit einem breiten Weg begehen kann.

Ein weiteres Highlight in Edinburgh ist der Calton Hill, den man findet, wenn man immer der Princess Street Richtung Osten folgt, die irgendwann in den Waterloo Place endet. Dieses berühmte Fotomotiv findet man auf vielen Postkarten wieder, da man einfach einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt hat. Der Calton Hill ist mit 103 Metern, die größte Erhebung in Edinburgh. Darauf befindet sich das National Monument, das an Gedenken an schottische Seefahrer und Soldaten entworfen wurde. Das St. Andrew’s House (indem sich die schottische Regierung sowie des Büros des ersten Ministers), die portugiesische Kanone, das Observatory House, das Nelson Monument sowie das Dugald Stewart Monument sind dort ebenfalls anzutreffen.

Royal Yacht Britannia:

Wer noch Zeit und Lust hat, sollte einen kleinen Ausflug zum Örtchen Leith machen. Am Besten geht ihr den „Leith Walk“ entlang, was einer der längsten Straßen der Stadt ist. Ihr könnte z.B. dem Leith Shore einen Besuch abstatten und einfach die Aussicht in einem Café genießen.

Oder ihr könnt die Royal Yacht Britannia“* besichtigen, die zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Edinburgh gilt. Die „Britannia“ wurde von Queen Elizabeth II. 1953 getauft und diente der Queen als Unterkunft bei Reisen. Nun liegt sie am Hafen bei Edinburgh und kann von Touristen besichtigt werden. Hier kann man z.B. den Rolls-Royce der Queen besichtigen, denn selbstverständlich gab es auch ein Auto an Board oder auch die wunderschönen Räumlichkeiten auf dem Schiff. Der Eintritt kostet £17 und kann von 10:00 bis 15:30 Uhr besichtigt werden. Um Warteschlangen zu vermeiden, macht es Sinn sich die Tickets im Vorfeld zu kaufen.

Wer lieber noch etwas „shoppen“ möchte, kann noch einen Abstecher ins Ocean Terminal Shopping Center machen, in dem es z.B. auch coole Buchläden gibt.

Ausflug in die Highlands:

5 km weit weg von Leith befindet sich der Portobello Beach, wenn man noch Lust hat sich eine kleine Pause zu gönnen.

Viele Busunternehmen und Touristikanbieter werben mit Ausflügen in die Scottish Highlands“*. Leider hatten wir nur ein Wochenende Zeit, daher konnten wir keine Ausflüge mehr in die Highlands und zu Loch Ness machen. Doch das wird auf jeden Fall noch nachgeholt!

Für alle Harry Potter Fans:

Wahrscheinlich wisst ihr es sowieso schon, aber in Edinburgh hat J.K. Rowling so einige Inspirationen für ihre Harry Potter Bücher bekommen. Im orangenen Café „Elephant house“ hat sie gesessen und angefangen zu schreiben und sich dort auch verewigt. Dort hängen viele Zeitungsartikel und auf der Toilette haben sich viele Harry Potter Fans verewigt. Außerdem ist das ein super Spot für einen Kaffee und einen Kuchen! Nicht unweit davon entfernt hat sie sich vom Friedhof Greyfriars Kirkyard inspirieren lassen. Hier findet ihr z.B. die Namensgebung für Prof. Mc Gonagall oder auch Tom Riddle´s Grab. Auch die kunterbunte Victoria Street hat eine nicht ganz auszuschließende Ähnlichkeit mit der Winkelgasse in den Büchern. Hier findet ihr einen Harry Potter Shop bei dem ihr vermutlich sofort verzaubert seid und in eine andere Welt eintauchen könnt.

Auch die St. Giles Cathedral auf der Royal Mile war ihr angeblich eine Inspiration für Hogwarts. Direkt gegenüber findet ihr das Rathaus von Edinburgh mit ihren goldenen Handabdrücken und ihrer Signatur im Boden. J.K. Rowling wurde 2008 mit dem Edinburgh Award  ausgezeichnet. Zu guter letzt hat sie sich J.K. Rowling für den letzten Band „Heiligtümer des Todes“  ins Balmoral Hotel in das Zimmer 552 eingeschlossen, um dieses fertig zu stellen und nicht abgelenkt zu sein. Heute kann man sich dort für eine Nacht einmieten, was jedoch nicht ganz kostengünstig sein soll.

Macht entweder eine Free Walking – Harry Potter Tour oder einen geführten Harry Potter Rundgang*, um noch mehr interessante Informationen zu erhalten! 

The Boy Wizard Store
The Eleohant House
Weitere beliebte Aktivitäten in Edinburgh:

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.