Korfu - Die grüne Oase im ionischen Meer - Glücksreisen²
Korfu Paleokastritsa
Europa

Korfu – Die grüne Oase im ionischen Meer

„Der Sinn des menschlichen Daseins ist das Glück“
Aristoteles

Vielleicht denkt Ihr euch: „Korfu? Was soll man da schon sehen können? Das ist doch ein reiner Strandurlaub!“. – Lasst euch von uns vom Gegenteil überzeugen mit unseren Eindrücken, Erlebnissen und Tipps!

Wir müssen ganz ehrlich gestehen, dass uns diese griechische Insel von Anfang an positiv überrascht hat. Die siebtgrößte griechische Insel im ionischen Meer hat deutlich mehr zu bieten als nur Sandstrände! Durch ihr mediterranes Klima ist sie sehr grün, was bereits Kaiserin Sisi in den Bann gezogen und zum Verweilen gebracht hat.

Als Unterkunft hatten wir bei „Roda Beach“ ein Hotel und haben von dort aus unsere Tagesausflüge gestartet. (Nachdem beim Flug kein Transfer zum Hotel inklusive war, haben wir uns jeweils einen Gemeinschaftstransfer für den Hin* – und Rücktransport* gekauft.) Am liebsten erkunden wir die Insel auf eigene Faust. Um unabhängig von Anderen zu reisen, haben wir uns für einige Tage einen Roller gemietet. Damit ist man ziemlich flexibel und kostet nicht so viel wie ein Auto*.

Unsere Sehenswürdigkeiten auf Korfu:

Die beste Reisezeit für Korfu ist vermutlich von April bis Oktober. Im April und Mai hat es im Normalfall schon über 20 Grad und Sonne, dafür kann es nachts dann auch etwas  kühler werden. Wir sind Mitte Oktober gereist, wo die Saison schon vorbei war und manches auch schon geschlossen hatte. Dafür war es nicht so voll mit Touristen und nicht so heiß, sondern angenehm warm. Gerade abends und nachts war es aber schon recht frisch.

Auch in Korfu, das zu Griechenland zählt bezahlt man mit Euros. Gut ist es, wenn ihr eine Kreditkarte dabei habt, wo ihr an den Bankautomaten Bargeld kostenlos abheben könnt, da man außer bei den Hotels häufig noch bar zahlen muss.

Auf Korfu kommt man auch mit Bussen gut von A nach B und kann auch so die Dörfer besuchen. Da wir flexibel sein wollten haben wir jedoch einen Roller bei einem Händler vor Ort für ein paar Tage gemietet. Wichtig ist also, dass Du deinen Führerschein dabei hast und den auch vorzeigen kannst. Man muss jedoch auch vorsichtig sein, da die Beläge der Straßen nicht immer die besten sind und es auch oft sehr kurvig sein kann. Zudem sollte man immer darauf achten, dass der Roller auch im technisch einwandfreien Zustand.

Das Erkunden der Insel mit dem Mietwagen ist gut möglich. Auch hierbei ist wichtig, dass man gut versichert ist.

Ankommen in Korfu:

Die meisten Besucher/innen (wie auch wir) kommen per Flugzeug angereist, manche jedoch auch per Fähre oder Schiff. Ihr könnt anschließend z.B. mit dem Mietwagen* oder dem Bus direkt in eure Unterkunft fahren.

Traditionell gibt es hier z.B. leckere griechische Salate, Souvlaki, Gyros, Stifado, Youvetsi, Bifteki oder auch leckeres Mousaka zu probieren. Als Getränke in Korfu sind z.b. der Likör Kumquat und der noch bekanntere Anislikör Ouzo gern gesehen und werden vor allem gern verkauft. Kumquat ist eine kleine Zwergorange dort.

Falls ihr Zeit habt können wir euch den Olivenhändler „Valanion Olive Tree Products“ bei dem Örtchen Valanio empfehlen, den wir ganz zufällig auf unserer Rollertour entdeckt haben. Er war einfach supernett und sympathisch und produziert wahnsinnig gutes Olivenöl. Außerdem hat er ausgefallene Produkte aus Olivenholz (und nein, wir bekommen keine Provision dafür, aber da er einfach ein herzensguter und freundlicher Mensch war würden wir uns freuen, wenn andere ihn auch unterstützen J).

Griechenland zählt beim Auswärtigen Amt als sicheres Reiseland, wo Überfalle sehr selten sind. Jedoch sollte man generell immer auf seine Wertsachen ein Auge haben.

Die griechische Stadt mit venezianischem Flair:

Unser erster Ausflug ging in die Hauptstadt von Korfu, Korfu-Stadt oder griechisch Kerkyra mit etwa 32.000 Einwohnern. Man sagt die Altstadt von Korfu-Stadt hat ein venezianisches Flair und das stimmt! Seit 2007 zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Begonnen haben wir unseren Rundgang bei der neuen venezianischen Festung, die leider zu diesem Zeitpunkt aufgrund Bausanierungen gesperrt war. Wir konnten sie nur von außen betrachten. Daher schlenderten wir einfach durch die Straßen der wunderschönen Altstadt und wurden immer wieder von verschiedenen kleinen Boutiquen und Läden angezogen. Die Hauptshoppingmeile heißt „Nikiforou Theotkou“. Auch den Wochenmarkt ließen wir uns nicht nehmen, der von 7-14 Uhr offen hat und frische Lebensmittel, aber z.B. auch einen leckeren Honig inklusive Bienenwaben (tolle Mitbringsel für zu Hause!) anbietet.

Schließlich kamen wir an der bekannten St. Spyridon Kirche an, die man bereits schon von weitem an der roten Kuppel erkennen kann. Ein Stückchen weiter südlich befindet sich das Rathaus mit dem schönen Rathausplatz. Eines der Highlights sowie eine grüne Oase ist die „Esplanade“ mit süßen Pavillons, die die Parkanlage zu etwas Besonderem machen.

Verstecker Strand Faliraki:

Wir haben unser Glück versucht und gehofft von der Dachterrasse des Cavalieri Hotels einen tollen Blick auf die alte Festung zu erhaschen, doch leider war diese nicht geöffnet. Anschließend haben wir die alte Festung erkundet. Diese liegt gegenüber der Esplanade und wurde bereits im 16. Jahrhundert gebaut. Die Venizianer gaben einem Deutschen mit 5000 Soldaten den Auftrag Korfu vor den Türken zu retten. Der Eintritt in die alte Festung kostet 6 Euro.
In der Nähe der alten Festung befindet sich auch das Museum für asiatische Kunst.
Unser Geheimtipp: Dahinter verstecken sich ein paar Treppen die zum wunderschönen Strand Faliraki und dessen türkisblaues Wasser herunter führen.

Spektakulärer Landeanflug:

Weiter ging die ca. 10-minütige Fahrt mit dem Roller zur Halbinsel Kanoni und der Mäuseinsel Pontikonissi.Einen tollen Ausblick habt ihr von dem bekannten Café Kanoni, das direkt oberhalb des Wassers gelegen ist. Von dort aus könnt ihr euch zurücklehnen, einen Cappuccino oder Eiskaffee trinken und startende und landende Flugzeuge anschauen. Der Flughafen auf Korfu zählt zu einem der schwierigsten wegen seiner kurzen Landebahn. Wenn ihr den Abhang heruntergeht könnte ihr auch direkt zur Insel mit dem Kloster Vlacherna herüberlaufen. Dieses zählt zu einen der attraktivsten Fotomotive von Korfu.

Unser nächster Halt war am Schloss Mon Repos, das vor allem unter britischen Touristen bekannt sein dürfte. Hier wurde Prinz Philipp, Duke of Edinburgh und Ehemann von britischen Königin II. geboren. Auch ein Teil von einem James Bond Film soll hier schon gedreht worden sein. Der Schlosspark sah von außen erstmal etwas heruntergekommen, aber irgendwann wie ein spannender „Dschungel“ für uns aus und es gab einzigartige Pflanzen zu sehen. Wir mussten unseren Besuch jedoch in der Abenddämmerung sehr zeitig abbrechen, da wir wortwörtlich von Mücken „aufgefressen“ wurden, daher nimmt ganz dringend ein Insektenschutzspray mit.

Auf den Spuren von Kaiserin Sisi:

Den nächsten Tag haben wir uns nochmal mit dem Roller auf dem Weg zum einzigartigen Palst Achilleion von Sisi gemacht. Viele Touristen besuchen diesen Ort, da er durch die ehemalige Kaiserin Sisi erbaut worden ist. Als Sisi das erste Mal 1861 für eine Kur nach Korfu kam, verliebte sie sich sofort in das Land und die Leute. Der Eintritt in das Achilleion kostet 7 Euro, aber wir können euch nur raten es zu machen. Am besten kommt man gleich früh am Morgen hier her, da sich dann noch weniger Menschen drängen. Vor Ort erfährt man viel von der Geschichte und vom Leben von Sisi und wie sehr sie sich damals schon für Land und Leute engagiert hat. Für die damaligen Verhältnisse ist sie enorm viel gereist, um damit ihren Horizont zu erweitern. Ganz oben bei der Gartenanlage hat man zudem eine tolle Aussicht über die Insel!

Korfu's Traumstrände:
Kaiser's Throne
Aussicht von Pelekes
Prasoudi Beach
Ermones Beach
Agios Georgios Beach
Glyfada Beach

Korfu ist selbstverständlich auch berühmt für seine wunderschönen Strände, daher dürfen die hier natürlich nicht fehlen. Mit dem Roller sind wir zum glasklaren Wasser vom Prasoudi Beach gedüst eher wir zum Bergdorf Pelekes weitergefahren sind. Auf dem Pelekes gibt es den Aussichtspunkt „Kaisers Throne“, wo ihr eine wunderbare Aussicht auf ganz Korfu und die grüne Insel habt. Als Augsburger waren wir natürlich sofort fasziniert was das Wappen von Augsburg (Zirbelnuss) auf Korfu zu suchen hat.

Weiter ging unsere Rollertour zum wunderschönen Glyfada Beach, Ermones Beach und Agios Georgios Beach, um sich auch einmal eine Auszeit zu gönnen und wieder den Sand unter den Füßen zu spüren. Zum Abschluss besuchten wir noch das Bergdorf Lakones, um den atemberaubenden Ausblick auf den Paleokastritsa Beach zu genießen. Wenn man genau hinsieht, sieht die Bucht von oben wie ein Herz aus. Von dort aus kann man auch ein Motorboot mieten und selbst Korfu vom Wasser aus erkunden.

Kloster Paleokastritsa
Aussicht vom Kloster Rückweg
Aussicht vom Kloster
Agios Spiridon Beach
La Grotta
Paleokastritsa Strand

Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit, die wir uns angesehen haben, ist das Kloster Paleokastritsa, das in dem gleichnamigen Ort steht. Fun Fact: Vicky Leandros wurde in diesem kleinen Ort auf Korfu geboren. In dieser Bucht gibt es auch die sog. „the blue eye cave“ zu der man auch eine Tour buchen kann. In der Nähe liegt zudem die kleine Bucht Rovinia und der La Grotta Beach. Die La Grotta ist ein felsiger Abschnitt einer Bucht mit einem wunderschönen türkisfarbenen, grünen und blauen Wasser. Aus unserer Sicht lag es etwas versteckt die Treppen herunter, bei dem eine Lounge anschließt und man einfach den Abend ausklingen kann. Leider war diese durch die späte Jahreszeit bereits geschlossen.

Nicht weit davon entfernt liegt die berühmte Burgruine Angelokastro. Diese Burg wurde im 13. Jahrhundert als Herrschersitz erbaut.

Die Aussicht belohnt die Anstrengung:

Möchtest Du den tollen Porto Timoni Beach (oder auch Zwillingsbucht, Schmetterlingsbucht oder auch Double Beach) erkunden, braucht es vorher eine kleine Wanderung. Die Aussicht muss sich ja auch lohnen! Bist Du ein leidenschaftlicher Fotograf wie Chris, beginnst Du deine Tour am besten schon am Vormittag, da am Nachmittag die Sonne für ein schönes Bild leider eher schlecht steht. Am besten startet ihr zu Fuß von dem Dorf Afionas bei der Taverne Anemos. Von dort aus führt euch eine Beschilderung den Weg entlang. Man benötigt ca. 35 Minuten dorthin. Wir würden Euch tatsächlich feste Schuhe empfehlen, da der Weg teilweise sehr steinig und rutschig ist.

Danach machten wir noch einen Abstecher zu den einzigartigen Kalksteinfelsen Kap Drastis im Norwesten der Insel. Man kann das Kap nur von der Weite besichtigen, weil dies einem Privatbesitzer gehört und das Gelände umzäunen ließ. Der Anblick ist aber wirklich einzigartig (besonders bei Sonnenuntergang!) und erinnert zeitgleich etwas an die Kreidefelsen von Rügen. Falls ihr den Abend und den Sonnenuntergang noch bei einem Cocktail ausklingen lassen wollt, können wir euch die Bar 7th Heaven empfehlen!

Ist noch Zeit übrig?

Habt ihr noch Zeit und Lust könnt ihr noch das Örtchen Palea Perithia besuchen oder den Pantokrater besteigen. Palea Perithia ist ein kleines venezianisches Dorf, das bei Einheimischen sowie Touristen wegen seinen Tavernen beliebt ist.

Der Pantokrater ist mit seinen 910m der höchste Berg von Korfu. Auf dem Gipfel gib es auch ein Kloster, das besichtigt werden kann und im 14. Jahrhundert errichtet wurde.

Falls ihr wie wir noch Lust habt ein bisschen Inselhopping zu betreiben, könnt ihr mit einer kleinen Bootsrundfahrt* noch die Nachbarinseln Paxos und Antipaxos sowie die blaue Grotte südlich der Insel besuchen.

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