Norwegen Rundreise: Die schönste Route durch Fjorde, Berge und Mitternachtssonne
Norwegen, das Land der unendlichen Weite, beeindruckenden Fjorde und spektakulären Landschaften. Kaum ein Reiseziel in Europa steht so sehr für Natur, Abenteuer und Freiheit wie das skandinavische Juwel im hohen Norden. Für uns war dieser Roadtrip durch Norwegen mit dem Wohnmobil ein Traum, der Wirklichkeit wurde: drei Wochen voller unvergesslicher Momente, authentischer Begegnungen und atemberaubender Ausblicke von Süd-Norwegen bis hinauf zu den Lofoten.
Ab der Überfahrt von Dänemark nach Norwegen ließen uns die wilden Fjordküste, majestätische Berge, tosende Wasserfälle und kleine rote Fischerhütten staunen. Auf unseren Wanderungen, ob zum berühmten Preikestolen, der schwindelerregenden Trolltunga, dem spektakulären Kjeragbolten oder zum Buarbreen-Gletscher, kamen wir der Natur Norwegens so nah wie nie zuvor. Während unserer Rundreise bis zu den Lofoten, wo wir unter der Mitternachtssonne noch spät abends wandern gingen, haben wir ebenso die charmanten Städte Stavanger, Bergen und Trondheim besucht. Diese boten eine willkommene Abwechslung zwischen all den Outdoor-Abenteuern, mit gemütlichen Cafés, bunten Holzhäusern und einfach nordischem Lebensgefühl.
In diesem Reisblogartikel erfährst du alles Wichtige für deine Norwegen Rundreise und welche Spots, Wanderungen und Sehenswürdigkeiten wirklich sehenswert sind und auf was du achten solltest.
Geografie Lage: Norwegen liegt im äußersten Norden Europas auf der skandinavischen Halbinsel und grenzt an den Nachbarländer Schweden, Finnland und Russland. Auch die Inselgruppe Spitzbergen (Svalbard), die Insel Jan Mayen nördlich von Norwegen und die Bouvetinsel gehören noch dazu. Im Westen Norwegens liegt der Atlantische Ozean und im Süden findet man die Nordsee. Ungefähr ein Drittel des Landes liegt nördlich des Polarkreises.
Fläche: ca. 385.200 km² (etwas so groß wie Deutschland jedoch eine deutlich geringere Bevölkerungsdichte)
Einwohner/innen: ca. 5,6 Millionen Menschen leben in Norwegen (Stand 2025)
Sprache: norwegisch. Im Norden, wird auch Sámi, die Sprache der indigenen Samen vorrangig gesprochen.
Hauptstadt: Oslo
Politik: parlamentarische Monarchie, König Harald V. ist aktuell das Staatsoberhaupt (Stand 2025)
Religion: überwiegend evangelisch-lutherischen norwegische Kirche
(MEZ): es gibt es keine Zeitverschiebung, da bei beiden die Mitteleuropäische Zeit zählt
Währung: norwegischen Kronen (NOK) (1 Euro = 11,68 NOK – Stand November 2025)
Reisezeit und Klima:
Norwegen ist das ganze Jahr über eine Reise wert, je nachdem, was du erleben möchtest. Die beste Reisezeit für Norwegen ist jedoch von Mai bis September, wenn die Tage länger sind und du die Mitternachtssonne im Norden noch erleben kannst. Im Sommer sind tendenziell eher mildere Temperaturen, was perfekt zum Wandern, Kajakfahren oder Campen ist. Die Hauptsaison ist von Juni bis August, wodurch es am teuersten ist. Wir sind Ende Mai bis Anfang Juni gereist, was für uns ein sehr guter Reisezeitraum war. Im Süden des Landes können die Temperaturen auf 18 bis 22 °C steigen, während sie in Mittel- und Nordnorwegen eher bei ca. 15–17 °C liegen. Im Süden war es wirklich perfektes T-Shirtwetter zum Wandern und richtig angenehm. Im Herbst liegen die Temperaturen in Bergen bei ca. 7 °C, in Tromsø im November bei ca. -3 °C.
Der richtige Winter (Dezember bis Februar) hingegen ist die Zeit der Nordlichter, des Skifahrens und stiller Naturmomente. Das Klima variiert stark, je nach Ort. Während die Küste vom Golfstrom profitiert und relativ mild bleibt, ist es im Inland und Norden deutlich kälter, was man auch zu spüren bekommt.
Kosten und Geld:
Norwegen gilt als sehr teures Reiseziel, vor allem was Essen, Alkohol und Restaurantbesuche betrifft. Wer allerdings mit dem Wohnmobil oder Camper wie wir unterwegs ist, kann wirklich deutlich sparen. Vor allem, wenn du einen eigenen Camper oder Wohnmobil hast, kannst du viele Sachen bereits in Deutschland einkaufen, viel selbst kochen und teure Restaurantbesuche vermeiden, was die Reise deutlich günstiger macht.
Bargeld braucht man kaum noch in Norwegen, da fast überall kontaktlos mit Karte oder Smartphone bezahlt werden kann. Nur auf sehr abgelegenen Campingplätzen oder bei kleineren lokalen Märkten kann Bargeld noch notwendig sein.
Anreise und Einreise:
Die Anreise nach Norwegen ist unkompliziert. Wer aus Deutschland kommt, kann entweder mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil* über Dänemark und Schweden fahren oder eine der zahlreichen Fähren nutzen (z. B. von Kiel nach Oslo oder von Hirtshals nach Kristiansand).
Wer lieber mit dem Flugzeug anreisen* möchte, ist z.B. von München nach Oslo in nur ca. 2 oder 2,5 Stunden dort mit einem Direktflug. Die Fluglinien Lufthansa, SAS und (je nach Saison und Verfügbarkeit) Norwegian oder Eurowings fliegen die Strecke mehrmals pro Woche. Norwegian und Eurowings sind oft die günstigsten Airlines. Je nach Saison und Buchungszeitpunkt findet man Hin-und-Rückflüge ab ca. 90 € bis etwa 220 €.
Für die Einreise reicht ein gültiger Personalausweis oder Reisepass, da Norwegen Teil des Schengen-Raums ist. Visumpflicht besteht für EU-Bürger also nicht.
Reiseverkehrsmittel:
Norwegen hat ein gut ausgebautes, aber recht überschaubares Bahn- und Busnetz.
In den größeren Städten Norwegens wie z.B. Oslo, Bergen, Stavanger, kann man gut den Regionalbus nutzen, wenn man möchte. Tages- und Wochenkarten sind oft günstiger als Einzeltickets. Man kauft die Tickets am Besten am Kiosk oder über eine App im Voraus, denn sie können normalerweise nicht direkt beim Fahrer gekauft werden. In Oslo gibt es ein Ticketsystem namens Ruter, zu denen die öffentlichen Verkehrsmittel gehören. Die Tickets kannst du dann per App oder in den Shops von Narvesen und 7-Eleven kaufen. Oslo selbst sowie die umliegenden Gemeinden sind wie in anderen Großstädten auch, in mehrere Zonen unterteilt. Oslo gehört zur Zone 1. Wenn Du jedoch vom Flughafen Oslo-Gardermoen kommst, benötigst du ein Ticket für vier Zonen.
Besonders beliebt ist die Bahnstrecke Oslo–Bergen, die als eine der schönsten Zugstrecken Europas gilt. Auch Fernbusse verbinden größere Städte und Regionen. Ein absolutes “Must-Do” für uns ist die Zugstrecke von Flåm hinauf nach Myrdal und wieder zurück. Die einfache Strecke ist nur ca. eine Stunde lang, aber gehört zur absolut schönsten Zugstrecke mit traumhaft schönen Aussichten, wo man Wasserfälle, Flüsse, Täler und einfach eine gigantische norwegische Landschaft sehen kann.
Wer flexibel sein möchte, reist (wie wir) mit dem eigenen Camper oder Mietwagen, um auch abgelegene Fjorde und Bergstraßen zu entdecken. Es gibt tolle Camping- und Stellplätze mit traumhaft schönen Aussichtspunkten, sodass man die Natur noch intensiver erleben kann.
Unterkünfte:
Wer nach Norwegen reist, hat wirklich die Qual der Wahl: Unterkünfte in Norwegen reichen von einfachen Campingplätzen bis zu charmanten Hütten am Fjord oder stylischen Boutique-Hotels in Oslo. Egal ob du mit Zelt, Wohnmobil oder etwas mehr Komfortanspruch unterwegs bist, es gibt für jedes Reisebudget die passende Unterkunft.
- Camping & Wildcampen
Norwegen ist ein Paradies für Camper! Dank des Jedermannsrechts („Allemannsretten“) darfst du fast überall in der Natur zelten, solange du Rücksicht auf Umwelt und Anwohner nimmst. Aufgrund des großen Touristenandrangs über die letzten Jahre und dem teilweise wirklich rücksichtslosen Verhalten von Camper, kann in es in Zukunft noch zu Einschränkungen kommen. Wer mit dem Wohnmobil oder Camper reist, findet unzählige Stellplätze (z.B. bei Park4Night), oft mit traumhaftem Blick auf Berge oder Seen. Viele sind kostenlos oder sehr günstig, mit einfacher Ausstattung.
- Hütten & Ferienhäuser
Typisch norwegisch sind die kleinen „Hytter“, gemütliche Holzhütten, die du auf Campingplätzen oder privat über Plattformen wie Airbnb mieten kannst. Viele liegen mitten in der Natur und bieten Kamin, Sauna oder Fjordblick. Perfekt für alle, die Ruhe suchen und trotzdem ein Dach über dem Kopf wollen.
- Hotels & Lodges
In Städten wie Oslo, Bergen oder Tromsø findest du moderne Hotels mit hohem Standard, oft nachhaltig geführt. Wer etwas Besonderes sucht, kann in Design-Hotels, Eco-Lodges oder sogar Glamping-Zelten übernachten, was eine tolle Mischung aus Komfort und Naturerlebnis bietet.
💡 Spartipp: Unterkünfte in Norwegen können wirklich teuer sein, vor allem in der Hochsaison (Juli/August). Früh buchen lohnt sich also! Oder: Flexibel bleiben und mit Camper oder Zelt spontan reisen, das ist nicht nur günstiger, sondern auch authentischer.
- für Budget-Reisende: Lofoten Budget Hostel (Å, Lofoten), spektakuläre Naturkulisse für kleines Geld, Hostel mit Privat- und Mehrbettzimmern, Gemeinschaftsküche, schlicht, aber sauber und ideal für Natur- und Outdoor-Reisende
- ein schönes Hotel für Mittelklasse: Fjærland Fjordstove Hotel (Fjærland am Sognefjord) mit einem gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und einer echt schönen Aussicht
- ein Hotel für die Luxusklasse wäre: The Thief (Oslo), es eine richtig gute Lage, denn es befindet sich am Wasser auf der Insel Tjuvholmen in Oslo, auch das Kviknes Hotel (Balestrand, Sognefjord) mit der traumhaften Umgebung direkt am Fjord, kann sich sehen lassen
- Besondere Unterkünfte: Magical Mirror Cabin with Sauna and Jacuzzi – Huser Gård, Fenstadhttps://glampinghub.com/norway/nes/fenstad/magical-norway-cabin-sauna-jacuzzi-river-vorma-norway/?utm_source=chatgpt.com
- https://www.fjordnorway.com/en/accommodation/akrafjorden-glamping
Sicherheit:
Norwegen zählt zu den sichersten Reiseländern der Welt. Die Kriminalität ist äußerst gering und selbst in Städten wie Oslo fühlt man sich auch abends noch sicher. Taschendiebstähle können jedoch auch da an belebten Orten wie Flughäfen und Bahnhöfen vorkommen, daher achte immer gut auf deine Wertsachen.
Impfungen und Gesundheit:
Es wird empfohlen, wenn man nach Portugal reist, generell seine Standardimpfungen wie z.B. Tetanus, Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) und eine Grundimmunisierung gegen Poliomyelitis/Kinderlähmung beim Arzt zu überprüfen. Als Reiseimpfung wird auch häufig Heptatitis A sowie bei einem Langzeitaufenthalt eine Impfung gegen Dengue-Fieber und Hepatitis B vom Auswärtigen Amt empfohlen. Für die Einreise nach Portugal sind jedoch keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
Essen und Trinken:
Norwegen steht kulinarisch ganz im Zeichen seiner Natur mit Fisch, Wild und frischen Zutaten. Die norwegeische Küche ist ehrlich, schlicht und meist sehr regional. Besonders bekannt ist Norwegen natürlich für seine Fischgerichte wie z.B. Lachs, Kabeljau (torsk), Dorschzungen oder der legendäre Stockfisch (tørrfisk) aus den Lofoten, den man überall hängen sieht. Ebenfalls beliebt sind Räucherfisch, Krabben und Garnelen. Im Landesinneren findet man oft Elch- oder Rentiergerichte, deftige Eintöpfe (lapskaus) oder frisches Fladenbrot (lefse). Zum Nachtisch gibt e dann ein Stück
Kvæfjordkake, Norwegens beliebtester Kuchen mit Baiser und Vanillecreme.
Norweger lieben guten Kaffee wie alle Skandinavier und das zu jeder Tageszeit. „Kaffeepause“ ist fast heilig und gehört zur Kultur wie das Wandern. Alkohol ist deutlich teurer als in Mitteleuropa und wird nur in speziellen Geschäften (Vinmonopolet) verkauft. Wer sparen möchte, bringt sich daher am Besten selbst Wein oder Bier aus dem Ausland mit. Wasser aus dem Hahn ist dagegen überall trinkbar und von bester Qualität, besser als jede Plastikflasche. Essen gehen in Norwegen ist wirklich teuer, ein Hauptgericht im Restaurant kostet mindestens zwischen 25 und 40 €. Wer unterwegs sparen will, kauft in Supermärkten wie Rema 1000, Kiwi oder Coop ein und kocht einfach selbst. Besonders Camper und Wohnmobilreisende profitieren natürlich davon: Ein einfaches Abendessen mit frischem Fisch vom Markt und Blick auf den Fjord ist oft das schönste kulinarische Erlebnis. Ein paar Café- und Restauranttips haben wir jedoch für dich, denn besonders wenn man in den Städten unterwegs ist, will man ja auch ein bisschen Kultur und das Essen dort genießen:
- Kristiansand: THE ODD BAKERY – so eine superleckere Bäckerei, auch wenn sie etwas außerhalb liegt – es lohnt sich!
- Stavanger: Bak til Livet – für uns ein absoluter Geheimtipp, tolles Preis-Leistungs-Verhältnis und perfekt für einen kleinen Mittagssnack
- Bergen: direkt frisch vom Fischmarkt in Bergen eine Fischsemmel, beim “Baker Brun” – eine leckere hausgemachte Zimtschnecke und richtig guten Kaffee auf der Terrasse genießen
- Trondheim: Staglio – Pizza al Taglio – die beste Pizza in ganz Norwegen! Chris approved!
Ultimativer Glücksreisen²-Fototipp:
Norwegen ist einfach ein Traum für Fotograf/innen. Kaum ein anderes Land bietet so viele fotogene Landschaften auf so engem Raum: dramatische Fjorde, spiegelglatte Seen, endlose Berge, kleine Fischerhütten und das magische Licht der Mitternachtssonne. Egal ob du mit Drohne, Kamera oder Smartphone unterwegs bist, hier findest du wirklich an jeder Ecke ein neues Lieblingsmotiv. In Norwegen kann sich das Wetter innerhalb von Minuten ändern. Daher schütze deine Kamera vor allem auch vor Feuchtigkeit und halte Ersatzakkus bereit (Kälte entlädt sie schneller).
Für Nordlichter fotografieren (Aurora-Tipp):
- Stativ & manuelle Kameraeinstellung sind Pflicht
- ISO 800–1600, Blende f/2.8–f/4, Belichtungszeit 5–15 Sekunden
- Fokus manuell auf „unendlich“
- Warme Kleidung und Geduld mitbringen 😉
Allzeit bereit!
Das Wetter schlägt in Norwegen schnell um. Packe daher immer Regenjacke, warme und wetterfeste Kleidung und zusätzlich eine trockene Schicht ein. Lade deine Akkus rechtzeitig und halte Snacks bereit, wenn du lange Strecken wanderst. Achte darauf, dass du deine Kleidung im Zwiebelprinzip trägst, damit du dich flexibel der Temperatur anpassen kannst. In den Bergen kann es selbst im Sommer kalt werden. Nimm deshalb auch Mütze und Handschuhe zur Sicherheit mit. Schütze deine Kamera oder dein Smartphone vor Feuchtigkeit. Bewahre alles in wasserdichten Packsäcken auf.
Respektiere die Natur – das Jedermannsrecht ist kein Freifahrtschein.
Du darfst in Norwegen viel entdecken und erleben, solange du rücksichtsvoll bist. Stelle dein Zelt daher nur an geeigneten Stellen auf und beachte die Regeln des Jedermannsrechts (Allemannsretten): Du darfst auf offenem Land wandern oder zelten, aber nur für kurze Zeit und mit Rücksicht auf Natur und Eigentum. Lass keinen Müll liegen! Bleibe auf den markierten Wegen, besonders wenn der Boden weich oder empfindlich ist, um Erosion zu vermeiden. So trägst du dazu bei, dass die Landschaft unberührt bleibt und auch kommende Reisende die norwegische Natur in ihrer vollen Schönheit genießen können.
Alkohol? Nur im „Vinmonopolet“
Norwegische Supermärkte verkaufen nur leichte alkoholische Getränke wie Bier oder Cider mit niedrigem Alkoholgehalt. Wer Wein, Spirituosen oder spezielle Liköre sucht, muss ins “Vinmonopolet”, die staatlichen Alkoholgeschäfte. Sie schließen meist bereits am frühen Abend und sind sonntags komplett geschlossen. Viele Reisende kaufen auch im Voraus in Deutschland oder Schweden ein, um Geld zu sparen. Denke daran, dass Alkohol in Norwegen teuer ist, aber denke an die aktuellen norwegischen Zollbestimmungen.
Sei pünktlich und direkt – Norweger mögen Ehrlichkeit
Norweger schätzen klare Worte und Ehrlichkeit. Sag einfach offen, was du brauchst oder nicht willst, das wird respektiert und erleichtert den Umgang vor Ort. Halte dich an vereinbarte Zeiten, sei es beim Bus, bei Fähren, Restaurantreservierungen oder Treffen mit Einheimischen. Verspätungen gelten in Norwegen schnell als unhöflich. Auch bei Wanderungen oder geführten Touren ist Pünktlichkeit wichtig. Dieses Verhalten zahlt sich besonders bei Wohnmobilstellplätzen, Fähren oder kleinen Unterkünften aus, die nur wenige Zimmer oder Parkplätze haben.
Tunnel, Tunnel Tunnel
Norwegen ist berühmt für seine Tunnel, manche sind mehrere Kilometer lang, andere führen steil bergauf, bergab oder sogar unter Wasser. Die Tunnel können eng, dunkel oder kurvig sein. Schalte deshalb rechtzeitig dein Licht ein, halte genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und achte auf Tempolimits. Manche Tunnel haben extreme Steigungen. Plane ausreichend Zeit ein, besonders wenn du mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs bist.
Tipp: Einige Tunnel sind mautpflichtig, also Münzen oder Kreditkarte gleich bereithalten.
Unterschätze nicht die norwegischen Wanderungen
Viele Wanderungen in Norwegen wirken auf Fotos oder auf anderen Blogs einfach, doch in Wirklichkeit sind sie oft lang, steil und technisch anspruchsvoll. Ziehe festes, wasserfestes Schuhwerk an und achte auf eine gute Trittsicherheit. Packe genügend Wasser, Snacks und eine Regenjacke ein. Starte am Besten früh am Tag, um ausreichend Zeit für Aufstieg und Rückweg zu haben, besonders bei beliebten Zielen wie z.B. Preikestolen, Trolltunga oder Kjeragbolten. Prüfe unbedingt das Wetter vorher, denn Nebel, Regen oder Schneefelder können Routen wirklich gefährlich machen. Informiere jemanden über deine geplante Route oder nutze Wander-Apps mit GPS. Wir haben immer wieder gesehen wie die Rettung kommen musste, was oft vermieden werden kann. So bist du nämlich auf alles vorbereitet und kannst die spektakulären Landschaften Norwegens sicher und entspannt genießen.
- Vøringsfossen
- Jotunheimen Nationalpark
- Atlantikstraße
- Nærøyfjord
- Flåmsbana
- Stavanger
- Lofoten
- Tromsø
- Nordkap
- Spitzbergen (Svalbard)
Kristiansand → Mandal (Kanelstranda) → Stavanger → Lysebotn → Kjeragbolten → Preikestolen → Flesefossen → Låtefossen → Vidfossen → Odda → Buarbreen → Bondhusvatnet → Bergen → Flåm → Aurlandsfjord → Stabkirche Borgund → Jontunheimen Nationalpark (Knutshøe) → Gamle Strynefjellsvegen → Videfossen → Ovstebrufossen → Geirangerfjord → Runde → Trollstigen → Trollkyrka → Atlantikstraße → Trondheim → Laksforsen → Arcitc Circle Center → Femundsee → Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark → Lom stavkyrkje → Feigefossen → Lustrafjorden → Tyssedal → Trolltunga → Stabkirche Heddal → Oslo
Kristiansand ist der perfekte Einstieg in deine Rundreise durch Norwegen. Wir sind mit der Fähre von Dänemark (Hirsthals) nach Kristiansand gefahren und konnten erst einmal kurz im ersten kleinen Küstenort in Norwegen ankommen. Wir schlenderten durch den Hafen, Chris hat eine frische Fischsemmel vom Markt genossen und anschließend sind wir durch die Stadt gebummelt.
Hier kommen allerdings seit 2017 große Kreuzfahrtschiffe an, sodass der Ort dann schnell voll wirken lässt, obwohl er eigentlich sehr charmant und ruhig ist. Im Inneren der Stadt “Posebyen„, findest du eine der größten Sammlungen von kleiner, alter Holzhausbebauung. Es gibt sogar kleine idyllische Stadtstrände wie z.B. Bystranda, an dem man oft die Sonne genießen kann, denn Kristiansand ist eine der wenigen Orte mit vielen Sonnenstunden in Norwegen.
Egal ob “to go” oder vor Ort, besuche unbedingt die kleine süße Bäckerei “THE ODD BAKERY” mit wirklich den besten Zimtschnecken der Stadt. Die Stadt ist zudem bekannt für ihre Festivalszene. Eine der bekanntesten Festivals sind Palmesus, Sommerbris und Ravnedalen Live, bei denen die Stadt richtig lebendig wird.
- Kristiansand Domkirke
- Rådhuskvartalet
- Wergelandsparken
- Fiskebrygga
- Altstadt Posebyen
- Bystranda (und Aquarama)
- Dyreparken
- Ravnedalen
- Odderøya
Weiter westlich von Kristiansand liegt der kleine Ort Mandal. Mandal eignet sich perfekt zum Flanieren durch das Städtchen, das direkt am Wasser liegt und somit viele kleine Boote das Stadtbild zieren. Auch dort findest du historische, weiß gestrichenen Häuser, Möglichkeiten zum Shopping und natürlich auch kleine Cafés im „Gågata“ im Zentrum der Stadt. Der wunderschöne Pinienstrand Kanelstranda liegt nicht weit davon entfernt. Der feine Sand, das klare Wasser und der Duft der Pinien geben dir das Gefühl, du wärst plötzlich am Mittelmeer – ohne Witz! Kanelstranda eignet sich ideal zum Baden, aber auch zum Fotografieren oder Relaxen. Wir finden, das ist ein absolut unterschätzter Ort.
In Stavanger findest du die perfekte Mischung aus Küstenflair und Geschichte. Du kannst dort durch das alte “Gamle Stavanger” mit seinen weißen Holzhäusern schlendern und leckere lokale Fischgerichte am Hafen probieren. Gamla Stavanger liegt es außerhalb und oberhalb der neueren Stadt, von wo man einen traumhaften Ausblick hat. Die weißen Holzhäuser stammen zum Teil aus dem 18. Jahrhundert. Die engen Kopfsteinpflastergassen sowie die blühende Gärten machen den Stadtteil zu einem der meistfotografierten Orte der Region. Für uns war es ebenfalls der schönste Teil von Stavanger.
Am Hafen unten findest du moderne Cafés, Restaurants und kleine Boutiquen. Hier kannst du frischen Fisch probieren und das bunte Treiben genießen. Besuche außerdem unbedingt das bunte Viertel Øvre Holmegate. Die Häuser sind pink, türkis, gelb oder violett gestrichen und bieten perfekte Fotomotive. Hier gibt es zudem viele kleine schnuckelige Cafés wie z.B. das Bak til Livet, was echt faire Preise und super leckere kleine Snacks für mittags oder zwischendurch anbietet.
Wenn du Kunst magst, lohnt sich ein Besuch im Norwegian Petroleum Museum (Erdölmuseum) oder im Stavanger Kunstmuseum. Beide Museen zeigen dir wie stark Norwegen von Energie, Natur und Kultur geprägt ist. Für Regentage eignet sich das Stavanger Museum, das Natur, Geschichte und Tiere unter einem Dach vereint. Direkt neben dem Erdölmuseum gibt es zudem noch einen kleinen Spielplatz aus recyceltem Müll, was gleichzeitig echt coole Fotomotive bietet.
- Gamle Stavanger
- Øvre Holmegate
- Fargegaten
- Erdölmnuseum
- Stavanger Kunstmuseum
- Norwegisches Konservendosenmuseum
- Byparken
- Stavanger Domkirke
- Valberget Utsiktspunkt
- The Bubble Wall
Lysebotn liegt ganz tief im Lysefjord und fühlt sich an wie ein verborgenes Juwel dieser wunderschönen Landschaft. Der Lysefjord wird als eine der schönsten Fjorde Norwegens bezeichnet. Wir sind mit der Autofähre und dem Wohnmobil von Forsand nach Lysebotn gefahren. Die einfache Fahrt mit einem Wohnmobil und 2 Personen kostet ca. 52€.
Achtung! Die Fähren (Nummer 563) fahren nicht so häufig und sonntags überhaupt nicht. Checke daher unbedingt die Fährzeiten. Hier findest du alle wichtigen Infos dazu wie z.B. Fährzeiten und Onlinebuchungen.
Die Anfahrt ist bereits schon ein beeindruckendes Erlebnis, aber die Fährfahrt durch den Lysefjord toppt einfach alles. Du fährst gemütlich vorbei an steilen Felswänden und Wasserfällen und kannst bereits den Preikestolen oder Kjerag von unten sehen. Die Perspektive vom Wasser ist einzigartig und zeigt dir die Dimensionen des Fjords besser als jeder Aussichtspunkt. Wenn du Norwegen wirklich intensiv erleben willst, gehört diese Fahrt unbedingt dazu. Mittlerweile werden auch Tagesfahrten von Bergen* aus angeboten, um sich das Naturerlebnis nicht entgehen zu lassen.
In Lysebotn selbst findest du Ruhe, klare Bergluft und perfekte Ausgangspunkte für Abenteuer in alle Richtungen. Selbst wenn du keine Wanderungen dort machen willst, lohnt sich die Fährfahrt und eine Übernachtung dort definitiv.
Tipp: Wenn der Schnee weitestgehend abgetaut ist, kann man über die Passstraße (Lyseveien/450) wieder zurück fahren. Die atemberaubende Strecke führt dich durch die Fjordlandschaft zurück nach Stavanger. Du solltest dafür ca. 3 Stunden einplanen.
Die Wanderung zum Kjeragbolten ist eine der anspruchsvollsten und zugleich beeindruckendsten Touren im Süden Norwegens. Du steigst über blanken Fels, kletterst kurze Passagen an Ketten und läufst durch ein raues Hochplateau, das sich mit jedem Schritt weiter öffnet. Den Weg an sich fanden wir nicht so spektakulär, da man nicht direkt am Fels entlang läuft sondern oben am Plateau. Die Aussicht jedoch über den Lysefjord ist gewaltig.
Am Ende wartet der berühmte Felsblock, der zwischen zwei Steilwänden eingeklemmt ist. Wenn du schwindelfrei bist, kannst du dich für das typische Foto auf den Stein stellen, vergiss jedoch nicht, dass es hier keine Sicherung gibt und es steil bergab geht. Wir haben uns das tatsächlich nicht so krass vorgestellt.
Die Tour ist auch ohne dieses Motiv ein unvergessliches Erlebnis.
Ziehe unbedingt feste Schuhe an, starte frühmorgens und prüfe vorher das Wetter. Bei Regen oder Nebel wird der Weg schnell rutschig und man sieht die Wegmarkierungen nicht mehr, daher sollte man die Wanderung dann abbrechen. Hier findest du nochmal zur Vorbereitung alle wichtigen Tipps.
Die Parkgebühren am offiziellen Parkplatz oben sind wirklich extrem: bei mehr als 2 Stunden: 300 NOK (25,42 €)
- Höhenmeter: 860 hm (1.084 m)
- Länge: 14,5 km
- Ausrüstung: Wanderschuhe, ausreichend Trinken und Snacks, Stöcke (besonders im Winter)
- Dauer: 5 - 6 Stunden
- Schwierigkeitsgrad: schwer (Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Passagen mit Stahlketten)
- Start: Parkplatz am Lysebotn Stiga (kleiner Wasserfall), aber nur tagsüber!
Unsere Wanderutensilien:*
Die Wanderung zum Preikestolen gehört zu den berühmtesten Highlights und Wanderungen rund um Stavanger in Südnorwegen. Der Weg ist im Sommer gut markiert und für viele machbar, trotzdem solltest du die Tour ernst nehmen, weil sie über Felsen, Treppen und unwegsame Abschnitte führt. Die besten Monate sind Juni, Juli und August, dann sind allerdings die größten Menschenmassen zu finden. Daher solltest du am Besten frühmorgens oder spätnachmittags (aber rechtzeitig vor der Dunkelheit) gehen.
Oben stehst du auf einer riesigen Felsplattform, fast 600 Meter über dem Lysefjord. Der Blick ist einfach atemberaubend schön. Zum Sonnenaufgang oder am späten Abend ist die Stimmung ganz besonders, weil weniger Leute unterwegs sind und das Licht warm über die Felswände fällt. Eine der Touren, die du nie vergisst und die perfekt ist, wenn du Norwegen wie wir zum ersten Mal erkundest.
Hier findest du nochmal zur Vorbereitung alle wichtigen Tipps für den Preikestolen.
Achtung! Für die Wanderung musst du auf den zugehörigen Parkplatz fahren. Es gibt weit und breit keine andere Möglichkeit. (Parken mehr als 2 Stunden: 275 NOK (ca. 23,30 €)
- Höhenmeter: 483 hm (604 m)
- Länge: 9,0 km
- Ausrüstung: Wanderschuhe, ausreichend Trinken und Snacks
- Dauer: 4 Stunden
- Schwierigkeitsgrad: mittel
- Start: offizieller Wanderparkplatz
Wenn du von Stavanger oder Lysebotn Richtung Odda fährst, triffst du auf diese drei beeindruckende Wasserfälle, die du gut zu einem kleinen Roadtrip verbinden kannst. Der Flesefossen rauscht direkt neben der Straße in die Tiefe und wirkt besonders nach Regen richtig kraftvoll. Der Låtefossen ist der Bekannteste der drei Wasserfälle. Er teilt sich in zwei Arme und donnert unter einer alten Steinbrücke hindurch. Die Gischt liegt oft wie ein feiner Nebel in der Luft und sorgt für wunderschöne Lichtreflexe, aber auch nasse Kleidung.
Passe gut auf, wenn du vom Parkplatz die Straße überquerst, weil hier viele Autos und LKWs fahren. Ein paar Kilometer weiter findest du den Vidfossen, ebenfalls mächtig und umgeben von dichtem Grün. Du kannst überall kurz anhalten, fotografieren und die Kraft des Wassers spüren.
Odda liegt eingebettet zwischen steilen Bergen, Wasserfällen und dem Sørfjorden. Es wird daher das Tal der Wasserfälle genannt. Der Ort ist perfekt, wenn du Natur und Abenteuer suchst. Du findest kleine Cafés, Einkaufsmöglichkeiten und eine entspannte Stimmung direkt am Wasser. Odda ist außerdem der ideale Ausgangspunkt für einige der schönsten Wanderungen in Westnorwegen. Du erreichst viele Highlights in kurzer Fahrzeit und kannst jeden Tag ein neues Tal, einen Gletscher oder einen See entdecken. Einige der Highlights sind der Buarbreen-Gletscher, die berühmte Trolltunga-Wanderung oder der Spaziergang um den Bondhusvatnet.
Die Wanderung zum Buarbreen-Gletscher gehört zu den eindrucksvollsten Touren der Region. Der Buarbreen ist ein Seitenarm des beeindruckenden Folgefonna-Gletschers und wirkt mit seinen blauen Eisstrukturen und tiefen Spalten besonders spektakulär.
Der Weg zum Buarbreen-Gletscher führt dich durch Wälder, über kleine Holzbrücken, vorbei an tosenden Bächen und über blanke Felsplatten. Manche Stellen sind mit Stahlseilen oder Leitern gesichert, deshalb brauchst du Trittsicherheit und gutes Schuhwerk. Du musst auch ein bisschen klettern. Am Ende stehst du direkt vor der gewaltigen Gletscherwand und spürst die kalte Luft, die aus den Eisrissen strömt. Nimm daher auf jeden Fall eine Jacke mit, selbst wenn es bei Beginn der Wanderung warm ist. Eine wirklich beeindruckende Wanderung.
Wer möchte, kann eine geführte Gletscher-Tour machen. Diese startet um 10:00 Uhr oder 14:00 Uhr. Alles nähere Infos erhältst du auf der offiziellen Website.
Hinweis! Das Parken ist hier ebenfalls sehr eingeschränkt und nur auf dem offiziellen Parkplatz am Ende des Tals möglich. Die Zufahrt ist sehr eng und meistens nur einspurig. Mit dem Wohnmobil ist es allerdings mit Ausweichstellen gut machbar. Außerdem bietet es sich mit einem Wohnmobil/Camper an dort direkt eine Nacht stehen zu bleiben. Dann hat man Parkgebühren und Stellplatzkosten kombiniert. (Preis Auto + 2 Personen: 230 NOK, ca. 20 €)
- Höhenmeter: 400 hm (700 m)
- Länge: 4,6 km
- Ausrüstung: Wanderschuhe, ausreichend Trinken und Snacks
- Dauer: 2,5 - 3 Stunden
- Schwierigkeitsgrad: mittel
- Start: offizieller Parkplatz beim Buer Restaurant
Unsere Wanderutensilien:*
Nur eine kurze Fahrt von Odda entfernt liegt der Bondhusvatnet, einer der fotogensten Seen der Region, den man unbedingt besuchen sollte. Der See schimmert türkisgrün und liegt eingerahmt von hohen Gipfeln und dem Bondhusbreen-Gletscher am Ende des Tals. Der Weg dorthin ist leicht und eignet sich auch für Familien. Vom Parkplatz (ca. 10 € Tagesticket) aus läufst du über breite Wege, hörst das Rauschen der Bäche und hast immer wieder klare Blicke auf die Gletscherzunge. Am Ufer stehen viele Bänke zum Brotzeit machen bereit. Mittlerweile ist dieser Ort zu bestimmten Zeiten allerdings überlaufen, sodass es sich wirklich lohnt ein bisschen weiter um den See zu gehen. Ab dem Picknickplatz wird der Weg dann etwas unebener, aber noch gut begehbar. Leider kann man nur bis ganz nach hinten zum See gehen, aber ihn nicht einmal umrunden. Deshalb musst du den gleichen Weg wieder zurück gehen. Im Sommer kannst du am Ende des Sees über das Ufer baden gehen.
- Höhenmeter: 160 hm (220 m)
- Länge: 8,1 km
- Ausrüstung: festes Schuhwerk, Snacks
- Dauer: 2 - 2,5 Stunden
- Schwierigkeitsgrad: leicht
- Start: offizieller Parkplatz (100 NOK pro Tag = ca. 8,47 Euro)
Bergen ist aus unserer Sicht eine der schönsten Städte in Norwegen und ein idealer Stopp auf deiner Rundreise durch Norwegen. Du solltest unbedingt durch „Bryggen“ spazieren und das berühmte Hanseviertel mit seinen bunten Holzhäusern, das sei 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, entdecken. Zwischen kleinen Läden, Museen und historischen Gassen spürst du den Charme der alten Handelsstadt. Für uns war es eine der Highlights dort.
Für einen anderen Blickwinkel sorgt die Bootsfahrt*, mit der du die Sehenswürdigkeiten von Bergen vom Wasser aus entspannt betrachten kannst.
Ein weiterer Höhepunkt ist die Fahrt mit der Fløibanen auf den Fløyen. Von oben hast du einen gigantischen Panoramablick über die Stadt, den Fjord und die umliegenden Berge. Viele starten hier zu kurzen Wanderungen, weil die Wege gut markiert und leicht zugänglich sind. Wir haben nur einen kleinen Spaziergang zum See “Skomakerdiket” geschafft.
Im Hafen ist der Fischmarkt einen Besuch wert. Du kannst frische Meeresfrüchte, Lachs oder lokale Spezialitäten probieren. Einfach einmalig! Bei Regen und Wind (und davon gibt es leider in Bergen viel) lohnt sich ein Abstecher ins KODE Kunstmuseum. Oder du lässt dir durch die vielen kleinen Cafés, die Wärme und das norwegisches Lebensgefühl schenken wie z.B. das Baker Brun. Für uns war Bergen eines der Highlight-Städte in Norwegen, trotz des starken Windes, den es an diesem Tag hatte.
- Fischmarkt
- Bryggen
- Fløibanen
- KODE Kunstmuseum
- Hanseatisches Museum
- Nordnes Park
- Gamle Bergen Museum
Das kleine Örtchen Flåm liegt am Ende des Aurlandsfjords und gehört zu den schönsten Orten/Erlebnissen unserer Norwegenreise. Du fährst durch enge Täler, vorbei an Wasserfällen und stehst plötzlich direkt am Fjord. Von hier aus startet die berühmte Flåmsbana, eine der schönsten und spektakulärsten Zugstrecken der Welt. Sie verbindet Flåm mit dem Bergbahnhof Myrdal auf einer Strecke von rund 20 km und überwindet dabei etwa 866 Meter Höhenunterschied. Die Bahn fährt das ganze Jahr, allerdings mit unterschiedlicher Frequenz je nach Saison.
Die Zeitschrift “National Geographic Traveler”beschrieb die Flåmbahn als eine der Top 10 Bahnreisen in Europa und Lonely Planet Traveller 2014 legte sich fest: es ist die schönste Bahnreise der Welt. Wir müssen sagen, das stimmt absolut und wir können jedem nur die Fahrt mit der Flåmsbana empfehlen.
Kosten: ca. 595 NOK = 50,41 Euro (variiert je nach Saison, für Hin-und Rückfahrt)
Dauer: ca. 2 Stunden
Tipp: Wir empfehlen dir rechtzeitig im Voraus online zu buchen, sonst können die Tickets schon weg sein. Denn auch die großen Kreuzfahrtschiffe legen hier an und reservieren teils den ganzen Tag.
Spartipp: Buche gleich die erste oder letzte Fahrt des Tages. Diese kosten am wenigsten und sind genauso schön. Wer auf das perfekte Licht hofft, sollte eher untertags fahren.
Die Tickets zum Buchen und weitere Informationen findest du hier.
Der Aurlandsfjord ist ein 17 Kilometer langer Arm des ebenfalls bekannten Sognefjord. Die kleinen Orte Flåm, Aurland und Undredal liegen am Aurlandsfjord.
Wenn du den Fjord aus der Höhe sehen willst, kannst du echt coole Fotos auf der Fahrt nach oben zum bekannten kostenlosen Aussichtspunkt Stegastein machen. Die Plattform ragt weit über die Landschaft hinaus und gibt dir einen offenen Blick über dunkelblaue, grünliche Wasser und die steilen Berghänge. Besonders am frühen Morgen ist das Licht hier weich und perfekt für Fotos.
Willst du von dort aus weiter in den Norden fahren, musst du das Stück wieder zurück und durch den berühmten Lærdalstunnel fahren. Mit knapp 25 km ist es das längste Tunnel weltweit und durch die teils spektakuläre Beleuchtung wird die Fahrt zu einem besonderen Erlebnis.
Öffnungszeiten Stabkirche Borgund: 16.04. – 11.10. täglich: 09:30 – 17:00 Uhr, 12.10. 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Eintrittspreis – Borgund: 130 NOK (11,01 €)
Die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreise erfährst du hier auf der offiziellen Website.
Öffnungszeiten Stabkirche Heddal: 18.5. – 14.09. täglich: 10:00 – 16:00 Uhr
Eintrittspreis – Heddal: 100 NOK (8,47 €)
Die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreise erfährst du hier auf der offiziellen Website.
Zuerst vorab: es gibt so einige Stabkirchen in Norwegen. Insgesamt gab es einmal laut Forscher zwischen 1300 und 2000 Stabkirchen. Leider sind nur noch 28 davon bis heute erhalten. Die norwegischen Stabkirchen sind die ältesten erhaltenen Holzkirchen des Christentums. Oft sind sie recht schlicht, aber es gibt wirklich einige beeindruckende und kunstvolle Exemplare mit komplexen Schnitzereien. Die Stabkirchen Borgund und Heddal zeigen daher Norwegens Geschichte auf eindrucksvolle Weise.
Die Stabkirche Borgund gilt als eine der am besten erhaltenen Stabkirchen des Landes. Sie wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut. Ihr dunkles Holz, die kunstvollen Schnitzereien und das steile Dach lassen sie wie ein Bauwerk aus einer anderen Zeit wirken. Die Stabkirche Heddal ist die größte Stabkirche Norwegens mit 20 Meter Länge und 26 Meter Höhe. Man kann mehrere Ebenen, Rundbögen und fein gearbeitete Details entdecken. Beide Kirchen liegen landschaftlich wunderschön. Die Eintrittspreise sind jedoch nicht ohne, wenn man bedenkt, dass sich im Inneren nicht viel befindet.
Der Jotunheimen Nationalpark gehört zu den beeindruckendsten Gebirgsregionen Norwegens. Hohe Gipfel, klare Seen und weite Täler bestimmen die Landschaft. “Jotunheimen”, heißt übersetzt so viel wie das „Heim der Riesen“. Es umfasst eine Fläche von insgesamt rund 3500 Quadratkilometern. Hier gibt es eine der bekanntesten und schönsten Wanderungen Norwegens wie z.B. die Wanderung zum Besseggen, Galdhøpiggen, Glittertind oder auch zum Knutshøe. Die letzte Wanderung wollten wir eigentlich machen, jedoch machte das Wetter mit seinem plötzlich auftauchenden Sturm sowie Winterwetter nicht mit. Wir haben jedoch dort das Glück gehabt Rentiere zu sehen, was auch sehr beeindruckend war.
Der Gamle Strynefjellsvegen gehört zu den schönsten Panoramastraßen Norwegens. Die alte Passstraße ist nur im Sommer geöffnet und bringt dich durch eine Landschaft aus türkisfarbenen Seen, schroffen Felsen und schneebedeckten Gipfeln. Die gelben Steinmarkierungen und die alte Straßenführung geben dir das Gefühl, auf einer historischen Route unterwegs zu sein. Da musst du unterwegs einfach immer wieder anhalten und einfach die Aussicht genießen.
Entlang der Route zwischen Stryn und Geiranger findest du zwei weitere beeindruckende Wasserfälle. Der Videfossen stürzt beeindruckend über mehrere Stufen ins Tal. Nur ein paar Kilometer weiter liegt der Ovstebrufossen. Wenn du du davor stehst, ist man wirklich wie gebannt und man spürt richtig die Kraft des Wassers. Beide Wasserfälle eignen sich perfekt für kurze Fotostopps auf dem Weg und für eine kleine Bewegungspause.
Der Geirangerfjord ist einer der berühmtesten Fjorde der Welt und gehört seit 2005 zum UNESCO Weltnaturerbe. Wirklich beeindruckend ist es, dass es dieses einzigartige Gebiet im Laufe mehrerer Eiszeiten geformt wurde. Hier stürzen Imposante Wasserfälle an steilen Berghängen in die Tiefe. Einer davon ist der „Die Sieben Schwestern“, der „Der Freier“ und „Der Brautschleier“. Die steilen Felswände und das klare Wasser machen den Fjord zu einem der dramatischsten Landschaftsbilder Norwegens. Vom Aussichtspunkt Dalsnibba hast du einen weiten Blick über den gesamten Fjord, genauso wie vom der Aussichtsplattform Ørnesvingen.
Runde ist die bekannteste Vogelinsel Norwegens und ein Traumziel, wenn du Natur aus nächster Nähe erleben willst. Du wanderst über grüne Hügel, stehst auf windigen Klippen und hörst das Rauschen der Wellen unter dir. Von Mai bis August findest du hier riesige Seevogelkolonien. Besonders die Papageitaucher ziehen dich sofort in ihren Bann. Zwischen 19-21 Uhr kannst du das Spektakel beobachten wie sie ihre Runden ziehen. Du siehst sie beim Landen, Füttern und in ihren kleinen Erdhöhlen. Daneben leben auf der Insel Basstölpel, Trottellummen, Kormorane und viele weitere Arten.
Runde ist aber nicht nur für Vogelfans spannend. Die Küste ist wild, rau und perfekt für Fotografie. Plane auch unbedingt Zeit für die Rundwanderung über den Rundebranden ein. Sie führt dich zu den besten Aussichtspunkten und ist gut markiert. Nimm windfeste Kleidung und genügend Wasser mit. Das Wetter kann schnell umschlagen, doch genau das macht den Reiz dieser Insel aus. Uns hat der Ort absolut begeistert und in seinen Bann gezogen und gleichzeitig etwas an Irland erinnert. Wir wären gerne noch länger als nur eine Nacht dort geblieben. Absolut traumhaft schön!
Von Geiranger aus kommst du direkt zum Trollstigen. Die berühmte Serpentinenstraße “Trollstigen” mit ihren elf engen Kehren schlängelt sich durch ein imposantes Bergmassiv. Die Straße ist Teil der Landschaftsroute Geiranger–Trollstigen und führt vom Romsdalsfjord zum Storfjord. Sie ist jedoch aufgrund Sicherheitsrisiken wie z.B. Steinschlägen oder Erdrutsch oft saisonal und witterungsbedingt (wie zuletzt bei uns im Juni 2025) geschlossen. Falls offen, ist jedoch Trollstigen ein “Muss” für jeden Roadtrip und einer der spektakulärsten Abschnitte auf einem Roadtrip.
Die Wanderung zur Trollkyrka gehört für uns zu den eindrucksvollsten Wandertouren in Westnorwegen. Du gehst erst einmal durch ein stilles Tal, überquerst kleine Bäche und erreichst am Ende drei natürliche sog. Marmorgrotten, in denen ein kleiner Wasserfall in ein türkisfarbenes Becken stürzt. Du brauchst dafür ungefähr 2,5 Stunden hin und zurück, je nach Tempo. Der Startpunkt liegt am Parkplatz nahe dem Ort Elnesvågen und ist gut ausgeschildert. Ziehe feste Wanderschuhe an und nimm unbedingt eine Stirnlampe, Regenjacke, warme und trockene Kleidung mit, denn in den Grotten ist es feucht, sehr rutschig und ziemlich kalt. Die letzten Meter sind steil und verlangen wirklich Trittsicherheit. Wenn du in die Höhle hineingehst ist es wirklich stockdunkel. Wir waren selbst bei Regen dort, wodurch man die Höhle für sich hatte.
- Höhenmeter: 390 hm (220 m)
- Länge: 5,8 km
- Ausrüstung: Wanderschuhe, Stirnlampe
- Dauer: 2,5 Stunden
- Schwierigkeitsgrad: leicht-mittel
- Start: großer offizieller Parkplatz (kostenlos)
Die Atlantikstraße (Atlanterhavsvegen) ist ein “Muss” auf jeder Rundreise. Sie verbindet die Küsteninseln zwischen Vevang und Averøy und wirkt mit ihren geschwungenen Brücken so, als würde sie direkt ins Meer springen. Sie ist insgesamt Besonders die Storseisundbrua sorgt für den ikonischen Fotomoment, vor allem bei Wind und Wellen. Diese ist 260 Meter lang, 23 Meter hoch und besteht aus drei Bögen. Du kannst die gesamte Strecke komplett kostenlos befahren. Plane genügend Zeit für Stopps ein, denn entlang der Straße findest du kleine Parkplätze, Angelstellen und Aussichtspunkte direkt an der Brandung. Hier lohnt es sich auch absolut eine Drohnenaufnahmen zu machen, um diese beeindruckende Straße nochmal von einer ganz anderen Perspektive wahrzunehmen. Achte jedoch auf das Wetter, denn die Küstenwinde sind manchmal tückisch.
Trondheim gehört zu den charmantesten Städten Norwegens und verbindet Geschichte, studentisches Leben und moderne Gastronomie. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist der Nidarosdom, ein beeindruckender gotischer Dom und gleichzeitig das nationale Heiligtum. Wir haben lange überlegt, ob sich der Besuch für knapp 12 € im Dom lohnt, aber wir müssen sagen, dass dieser wirklich absolut beeindruckend ist. Direkt daneben findest du den Erzbischofspalast mit interessanten Ausstellungen.
Anschließend lohnt ein Spaziergang durch Bakklandet, das Viertel mit den bekannten knallbunten Holzhäusern, kleinen schnuckeligen Cafés und der berühmten Gamle Bybro. Von der Brücke hast du den perfekten Blick auf die farbenfrohen Häuser am Fluss Nidelva. Falls du auf der Suche nach einem kleinen Snack “to go” bist, können wir dir auf jeden Fall die leckeren selbstgemachten Pizzastücke von Staglio – Pizza al Taglio empfehlen.
Oben auf dem Kristiansten Fort bekommst du den schönsten Panoramablick über die Stadt – einfach gigantisch. Wenn du noch Zeit hast, fahre mit der alten Straßenbahn Gråkallbanen durch Wälder und Hügel oder verbringe den Abend am Hafenviertel Solsiden, wo du gemütlich essen oder einfach Leute beobachten kannst. Trondheim ist entspannt, offen und ideal, um Kultur und Natur auf engem Raum zu erleben.
- Nidarosdom
- Erzbischofspalast
- Gamle Bybro
- Viertel Bakklandet
- Kristiansten Festung
- Rockheim
- Ringve-Museum
- Stiftsgården
- Ausflugsziel Munkholmen
- Kunsthall Trondheim
Der Vøringsfossen gilt als eine der bekanntesten Wasserfälle von Norwegen, der es wirklich in sich hat. Er stürzt 182 Meter in die Tiefe und wirkt von der Aussichtsplattform ganz oben beim Fossli Hotel fast am beeindruckendsten. Man spürt dort oben am Aussichtspunkt die Kraft des Wassers. Allerdings ist es dort sehr windig und dadurch schnell frisch. Außerdem solltest du dir nicht entgehen lassen über die Fußgängerbrücke zu laufen, die diese zwei Felsseiten verbindet. Falls du unten parkst, kannst du die Treppe hinaufgehen und von oben hinuntergehen – egal wie, es lohnt sich einfach aus unser Sicht, nicht nur eine Perspektive zu sehen. Der Vøringsfossen liegt direkt an der Strecke zwischen Hardangervidda und Eidfjord und ist somit ein perfekter Zwischenstopp.
Laksforsen ist ein Wasserfall liegt direkt an der E6 und gehört aufgrund seiner immensen Wassermenge zu den beeindruckendsten Wasserfällen im Norden. Du hörst das Donnern schon, bevor du den Aussichtspunkt erreichst. Der Fluss Vefsna stürzt hier über rund 17 Meter in die Tiefe und bildet dabei weiße Gischt. Der Wasserfall ist leicht zugänglich und perfekt für einen Zwischenstopp auf dem Weg Richtung Helgeland oder Nordkap, um sich die Beine zu vertreten. Vom Parkplatz läufst du nur wenige Minuten bis du ihn siehst. In den Sommermonaten kannst du mit etwas Glück sogar Springlachs beobachten, die versuchen, die Stromschnellen zu überwinden. Wenn du Hunger hast, setze dich ins Restaurant direkt über dem Wasserfall und schaue auf die tosenden Massen.
Unser Drohnenequipment*:
Öffnungszeiten: Mai – Oktober: 08:00 – 22:00 Uhr, aktuelle Öffnungszeiten findest du auf der Website
Eintritt: kostenlos
Das Arctic Circle Center auf dem Saltfjellet markiert den Punkt, an dem du offiziell den Polarkreis überquerst. Klar ist es irgendwie nur ein kurzer Fotostopp, aber gleichzeitig stehst du auf einem kargen Hochplateau aus Fels, Flechten und niedrigen Sträuchern. Im Sommer hast du lange helle Tage. Im Winter spürst du die raue Kälte und die arktische Stille. Im Center findest du ein kleines Museum, das dir erklärt, wie sich Klima, Tierwelt und Lichtverhältnisse jenseits des Polarkreises verändern. Du kannst Souvenirs kaufen und dir den Stempel holen, der die Überquerung dokumentiert. Rundherum starten kurze Wanderwege, die dich in die stille Weite der Landschaft führen.
Der Femundsee mag grundsätzlich etwas abseits jeglicher Route liegen, gehört jedoch zu den größten Seen Norwegens und ist ein wahres Paradies, wenn du Ruhe und echte Wildnis suchst. Die Landschaft ist weit, still und geprägt von Kiefernwäldern, Moorflächen und spiegelglattem Wasser. Du kannst paddeln, angeln oder mit dem historischen Boot MS Fæmund II über den See fahren. Hier kannst du Tickets buchen.
Besonders im Sommer hast du hier perfekte Bedingungen für Mehrtageswandertouren, da du fast überall dein Zelt aufschlagen kannst. Wenn du Wildlife liebst, hältst du nach Elchen, Füchsen und unzähligen Vogelarten Ausschau. Auch wir haben in der Nähe mehrere Rentiere entdeckt. Das einzig wirklich Nervige im Sommer ist die Vielzahl von Mücken am See.
Im Dovrefjell–Sunndalsfjella Nationalpark hast du die Chance einer der seltensten Tierarten Europas zu begegnen: den Moschusochsen. Du findest dort eine offene Landschaft mit weiten Plateaus, schroffen Gipfeln und klaren Flüssen. Die beste Möglichkeit hier Moschusochsen sicher zu sehen, ist allerdings eine geführte Safari (Hier kannst du solche geführten Touren buchen). Halte immer großen Abstand, denn die Tiere können schnell und unberechenbar sein. Neben der Tierwelt bietet dir der Park fantastische Wanderwege, zum Beispiel auf den Snøhetta, einen der markantesten Gipfel Norwegens. Der Nationalpark ist perfekt, wenn du Natur in ihrer ursprünglichen Form erleben willst.
Öffnungszeiten: täglich, 1.06. bis 20.06.: 10:00 – 16:00 Uhr, 21.06. bis 14.08.: 10:00 – 19:00 Uhr, von 22.08. bis 25.09. von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Eintritt: 110 NOK (9,32 €)
Die Lom stavkyrkje ist eine der schönsten und größten Stabkirchen Norwegens. Du erkennst sie sofort an ihren detailreichen Schnitzereien, die dunkle Holzfassade und die eleganten Drachenköpfe auf dem Dach. Die Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und liegt mitten im Ort Lom zwischen mächtigen Bergketten.
Im Inneren findest du alte Malereien, geschnitzte Säulen und eine Atmosphäre, die dir sofort das Gefühl gibt, in eine frühere Zeit einzutauchen. Die Kirche ist ein idealer Zwischenstopp auf deiner Route zum Jotunheimen Nationalpark.
Der Feigefossen gehört zu den höchsten Wasserfällen Norwegens und stürzt mit 218 Meter auf der Südseite des Lustrafjords in die Tiefe. Willst du ihn von der Nähe ansehen und eine kleine Wanderung dorthin machen, startest du am Besten am Ufer des Lustrafjord beim ausgeschilderten Parkplatz und wanderst rund eine Stunde immer leicht bergauf durch den Wald und offene Felsabschnitte. Oben wirst du mit einem spektakulären Blick auf die Wassermassen belohnt. Der Weg ist kurz, aber steil, daher brauchst du gutes festes Schuhwerk und genug Wasser. Wenn du früh am Morgen losgehst, hast du perfekte Lichtverhältnisse und oft den gesamten Aussichtspunkt für dich allein. Im Sommer kannst du zusätzlich bis zur Gischtzone laufen und die Erfrischung genießen.
- Höhenmeter: 180 hm (210 m)
- Länge: 2,8 km
- Ausrüstung: festes Schuhwerk
- Dauer: 1,5 Stunden
- Schwierigkeitsgrad: leicht
- Start: kleiner offizieller Parkplatz (kostenlos)
Der Lustrafjord ist einer der schönsten Seitenarme des Sognefjords. Du kannst im Sommer türkisblaues Wasser, steile Bergflanken und immer wieder Wasserfälle, die direkt in den Fjord stürzen, sehen. Der Lustrafjord eignet sich perfekt für Roadtrips, Kajaktouren und Wanderungen wie zum Beispiel zum Feigefossen oder zu den Gletschern im Jostedalen. Besonders schön ist der Fjord am Abend, wenn das Licht weich wird und die Berge sich im Wasser spiegeln. Wenn du eine Landschaft suchst, die rau, ruhig und unglaublich fotogen ist, gehört der Lustrafjord ganz oben auf deine Liste. Wir fanden ihn einfach wunderschön.
Die Wanderung zur Trolltunga (Trollzunge) ist ein ikonisches Abenteuer in Norwegen und gilt als eine der anspruchsvollsten, aber auch lohnenswertesten Touren des Landes. Die Trolltunga liegt direkt im Hochgebirge im Westen des Hardangervidda Nationalparks und befindet sich nur wenige Kilometer von Odda entfernt. Der berühmte Felsvorsprung bietet eine spektakuläre Aussicht über den türkisblauen Ringedalsvatnet (See) und die steilen Bergwände. Sie gehört zu den spektakulärsten und daher auch meistfotografierten Felsformationen Norwegens, was man ebenfalls bei Instagram sehen kann.
Durch den hohen Bekanntheitsgrad ist mittlerweile einiges los und leider wird die sehr anspruchsvolle Wanderung von vielen ungeübten Wanderern unterschätzt. Uns hat die Wanderung ebenfalls viel Kraft gekostet, weil die Wetterbedingungen mit kalten Temperaturen und hohen Windgeschwindigkeiten nicht wirklich ideal waren. Trotz der großen Anstrengung war die Wanderung lohnenswert, selbst wenn man für ein Foto auf der berühmten Trollzunge mindestens eine halbe Stunde warten muss.
Vorab fanden wir die komplette Parksituation an der Trolltunga sehr verwirrend und kompliziert. Deshalb versuchen wir hier eine gute Übersicht zu geben, damit du es leichter hast.
Es gibt drei offizielle Parkplätze: P1 Tyssedal, P2 Skjeggedal und P3 Mågelitopp
- P1 Tyssedal (größter Parkplatz, auch für Camper), ganz unten, kostet etwa 300 NOK (25,50 €) am selben Tag, 500 NOK (42,50 €) für zwei Tage, 700 NOK (59,50 €) für drei Tage.
Distanz bis Trolltunga: 38 km insgesamt, 1040 hm, 15 Stunden - P2 Skjeggedal ist der meistgenutzte Parkplatz (nur für Autos und kleine Camper unter 5,2m Länge): Die Park- und Mautgebühr (inkl. Straße) beträgt ca. 500 NOK (42,50 €) für einen Tag, 700 NOK (59,50 €) für zwei Tage, 900 NOK (76,50 €) für drei Tage.
Distanz bis Trolltunga: 27 km insgesamt, 800 hm, 8-12 Stunden - P3 Mågelitopp ist der höchste Parkplatz (nur für Autos, max. 2m Höhe) und spart dir rund 3 Stunden Wanderung ein. Hierfür musst im Voraus buchen, da es nur 30 Plätze gibt. Der Preis liegt bei 600 NOK + 200 NOK Maut (gesamt 68 €).
Distanz bis Trolltunga: 20 km insgesamt, 320 hm, 7-10 Stunden
Unsere Empfehlung mit dem Auto:
Parke direkt am P3 Mågelitopp und starte von dort.
Wenn du auf P2 parkst und nicht unbedingt die extra 7 km Serpentinen laufen willst, kommen noch 250 NOK (21,20 €) pro Person für den Shuttle von P2 nach P3 dazu. Damit wärst du Gesamt bei 1000 NOK (85,00 €)
Mit unserem Wohnmobil konnten wir nur bis P1 fahren und mussten mit dem Shuttle-Bus fahren. Er fährt von Odda, Tyssedal und Skjeggedal bis nach oben. Dieser kostet von Tyssedal 150 NOK (12,72 €), von Odda 200 NOK (17,00 €) einfach. Anschließend kannst du nochmal ein weiteren Shuttle von P2 zu P3 nehmen. Du solltest auch hier die Tickets online buchen, um sicher einen Platz zu bekommen. Es handelt sich nur um einen kleinen Transporter mit wenig Platz und es ist nicht sicher, dass du vor Ort noch einen Platz bekommst. Die einfache Fahrt nach oben kostet nochmal 150 NOK (12,72, €). Falls du nur den Weg herunter buchen möchtest, ist es mit 100 NOK (8,50 €) etwas günstiger und kann nur direkt beim Fahrer auf dem Rückweg bezahlt werden.
Aber aufgepasst! Der Shuttle-Bus ab P1 fährt in der früh nur 2x und am Nachmittag/Abends nur 4x. Wenn du diese verpasst, musst du den Weg laufen.
Unsere Empfehlung mit dem Wohnmobil:
Entweder direkt vom Campingplatz in Odda oder P1 starten. Dann mit dem ersten Shuttle bis P2 und mit dem nächsten Shuttle bis P3. Kostenpunkt für Parken und Shuttles für 2 Person 1100 NOK (93,40 €)
Hier findest du alle weiteren wichtigen Informationen zur Vorbereitung der Trolltunga-Wanderung.
- Höhenmeter: 860 hm (1.100 m)
- Länge: 20,2 km
- Ausrüstung: Wanderschuhe, Stöcke, Grödel, mind. 2L Wasser p.P., Snacks (keine Einkehrmöglichkeit)
- Dauer: 7 - 8 Stunden
- Schwierigkeitsgrad: schwer
- Start: offizieller Parkplatz P3
Oslo ist mehr als nur die Hauptstadt von Norwegen, es ist ein Mix aus moderner Architektur, entspannter Hafenatmosphäre, historischer Festung, Kunst und grünen Oasen. Du kannst am Oslofjord entlang spazieren, auf das Dach der Oper steigen, den Blick über die Stadt genießen und danach direkt in kleinen Cafés und Kunstgalerien relaxen. Besonders schön ist der Stadtteil Aker Brygge mit seinen Restaurants am Wasser, an dem du am Abend die Sonne über dem Fjord beobachten kannst. Wenn du Geschichte magst, solltest du dir die Akershus Festung ansehen, die hoch über dem Hafen thront und dir einen tollen Rundblick ermöglicht.
Ein weiteres Highlight ist der Vigeland-Skulpturenpark (Vigelandsanlegget), in dem du über 200 Skulpturen in einer ruhigen Parklandschaft findest. Der Holmenkollen mit seiner berühmten Skisprungschanze* liegt etwas weiter außerhalb der Stadt. Von dort aus hast du jedoch eine tolle Panoramasicht über Oslo und den Fjord. Auch das MUNCH Museum ist sehenswert, das Edvard Munchs Kunst auf eindrucksvolle Weise zeigt, wenn du dich für Kunst interessierst.
- MUNCH Museum
- Opernhaus
- Akershus Festung
- Stadtteil Aker Brygge
- Vigelandsanlegget
- Frammuseum
- Königliches Schloss
- Holmenkollen Ski Museum
- Nationalmuseum
- Frognerpark
- Domkirche
- Rathaus
- Mathallen Oslo
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- Die Flåmsbana war für uns einfach ein absolutes Highlight. Gemütlich im Zug sitzen und die traumhafte Landschaft mit Wasserfällen und grünen Tälern, die vorbeizieht, genießen.
- Eine der schönsten Fährfahrten überhaupt ist die nach Lysebotn mit der Perspektive vom Wasser aus und den beeindruckenden grauen Bergmassiven. Wir hätten stundenlang dasitzen und auf das Wasser bzw. auf die Landschaft schauen können.
- Trotz vieler Touristen ist diie Wanderung zum Preikestolen ein absolutes Must-Do. Einmal von oben auf den blauen Lysefjord zu schauen und diese steile Felskante zu sehen, ist wirklich ein besonders Highlight in Norwegen.
- Die Trolltunga-Wanderung ist wohl die herausfordernsten und anstrengensten Wanderungen (mental wie auch physisch), die wir je gemacht haben. Trotzdem war es der lange Weg mit kalten, starken Wind und schweren Beinen absolut wert, diesen Felsvorsprung mit dieser Aussicht genießen zu können.
- Der Spaziergang zum Bondhusvatnet war für uns ein überraschendes Highlight, das wir zuerst gar nicht auf unserer Route eingeplant hatten und einfach spontan besucht haben. Trotzdem ist das grün-blaue Gewässer mit dem Gletscher im Hintergrund einfach ein traumhaft schönes Fotomotiv.
- Die Wanderung zur Trollkyrka war eine weitere spontane Entscheidung auf unserem Roadtrip entlang, die sich jedoch definitiv gelohnt hat. Durch den Regen waren kaum Leute unterwegs und wir hatten die Höhle mit dem Wasserfall komplett für uns. Es war ein kleines Abenteuer, was uns Überwindung gekostet hat.
- Bergen mit dem Stadtteil Byrggen hat und mit seinen kleinen bunten Holzhäuserfassaden von Anfang an fasziniert. Bergen hat so viel Charme und Lebendigkeit, dass wir diesen Ort sofort ins Herz geschlossen haben.
- Der Besuch der Puffins auf Runde war eine weitere “Spontanentscheidung” mit der wir nicht gerechnet hätten. Wir dachten immer, man müsste nach Island reisen, um Puffins zu sehen. Wir wären gern auf Runde noch länger geblieben, weil uns die Landschaft dort einfach fasziniert hat.
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