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Tansania: Die schönsten Sehenswürdigkeiten, Safari-Highlights & Reisetipps für deine Rundreise
Tansania stand bei uns lange nicht ganz oben auf der Reiseliste. Doch spätestens als wir uns näher mit dem Land beschäftigt haben, war klar: Tansania verbindet einige der beeindruckendsten Naturerlebnisse Afrikas auf relativ kleinem Raum. Endlose Savannen, wilde Tiere, beeindruckende Landschaften und natürlich die berühmten Nationalparks machen das Land zu einem besonderen Reiseziel. Wir haben Tansania auf einer Rundreise erkundet und dabei unter anderem Safaris erlebt, wilde Tiere aus nächster Nähe beobachtet und die unterschiedlichen Landschaften des Landes kennengelernt. Besonders die Tage im Safari-Jeep gehören für uns zu den Erlebnissen, die wir so schnell nicht vergessen werden.
In diesem Tansania-Reiseguide zeigen wir dir unsere schönsten Sehenswürdigkeiten und Safari-Highlights, geben dir praktische Tansania-Reisetipps für deine Rundreise und verraten dir, was du bei Reisezeit, Kosten, Unterkünften, Einreise, Sicherheit und Kleidung wissen solltest. Außerdem teilen wir unsere persönlichen Erfahrungen mit dir, damit du deine Tansania-Rundreise individuell planen und die wichtigsten Highlights des Landes erleben kannst.
Geografische Lage: Tansania liegt an der Ostküste Afrikas am Indischen Ozean und grenzt an Kenia und Uganda im Norden, Ruanda, Burundi und die Demokratische Republik Kongo im Westen und Sambia, Malawi und Mosambique im Süden an. Auch die vorgelagerten Inseln Sansibar und Pempa sowie weitere kleinere Inseln gehören auch zur Vereinigten Republik Tansania.
Fläche: ca. 945.087 km²
Einwohner/innen: wird auf aktuell (Jahr 2026) 72,6 Millionen geschätzt (letzte Volkszählung 2022: 61,7 Millionen)
Sprache: Swahili (lokaler Begriff: Kiswahili) offizielle Landessprache und Englisch, es gibt jedoch über weitere ca. 120 verschiedene Stammessprachen
Hauptstadt: offizielle Hauptstadt ist Dodoma, während die bekanntere Küstenstadt Daressalam seit 1975 nur noch das wirtschaftliche Zentrum und der Sitz vieler Regierungsbehörden ist.
Politik: Präsidialsystem mit Premierminister und Unionsregierung für Tansania, eigene Regierung für Sansibar mit Teilautonomie unter Leitung der aktuellen Präsidentin Samia Suluhu Hassan. Im halbautonomen Teilstaat Sansibar regiert Präsident Hussein Ali Mwinyi.
Info: Im Korruptionswahrnehmungsindex 2023 (Externer Link) von Transparency International steht Tansania auf Rang 87 von insgesamt 180 ausgewerteten Staaten
Religion: Bevölkerung teilt sich grob in 63 % Christen und 35 % Muslime auf
(MEZ): Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt der Zeitunterschied zu Tansania +1 Stunde, im Winter sind es +2 Stunden.
Währung: Tansania-Schilling, Wechselkurs: 1 Euro = ca. 3000 TZS (Stand Juli 2026)
Reisezeit und Klima:
Die beste Reisezeit für Tansania liegt in der Trockenzeit von Juni bis Oktober sowie von Januar bis Februar. In diesen Monaten herrschen ideale Bedingungen für Safaris, Wanderungen und einen Badeurlaub auf Sansibar. Viele Tiere sammeln sich an Wasserstellen und die Straßen sind meist gut befahrbar. Tansania besitzt ein tropisches Klima, das je nach Region und Höhenlage unterschiedlich ausfällt.
Im Hochland rund um Arusha und Moshi sind die Temperaturen mit etwa 22 bis 29 °C angenehm warm. Nachts kann es dort jedoch deutlich abkühlen.
An der Küste und auf Sansibar ist das Klima dagegen tropisch-heiß. Hier erwarten dich Temperaturen zwischen 25 und 35 °C sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit von etwa 70 bis 85 Prozent. Die angenehmsten Reisemonate sind Juni bis September, da die Luftfeuchtigkeit niedriger ist und die Temperaturen auch nachts auf etwa 20 °C sinken. Zwischen Oktober und Februar wird es vor allem an der Küste deutlich heißer.
In den Bergregionen, beispielsweise am Kilimanjaro oder in den Usambara-Bergen, herrscht ganzjährig ein vergleichsweise mildes Klima mit Temperaturen um 20 bis 22 °C. In höheren Lagen wird es nachts oft sehr kalt. Ab etwa 4.500 Metern Höhe kann selbst während der Trockenzeit Schnee fallen.
Tansania kennt außerdem zwei Regenzeiten. Die große Regenzeit dauert von März bis Mai, die kleine Regenzeit fällt meist auf November und Dezember. Besonders während der langen Regenzeit kann es zu starken und anhaltenden Niederschlägen kommen. Für klassische Safaris gelten daher die Monate Juni bis Oktober als beste Reisezeit. Wir sind im Oktober nach Tansania und Sanisbar gereist.
Kosten und Geld:
Im Alltag ist Tansania grundsätzlich ein vergleichsweise günstiges Reiseland. Die größten Kosten entstehen allerdings durch touristische Aktivitäten wie Safaris, Nationalparks oder geführte Touren. Auch auf Sansibar sind Unterkünfte, Restaurants und Ausflüge in den touristischen Regionen häufig deutlich teurer als auf dem Festland. Die offizielle Währung ist der Tansanische Schilling (TZS). In vielen Hotels, Nationalparks und bei Safari-Anbietern werden jedoch auch US-Dollar (USD) akzeptiert oder sogar bevorzugt. Wichtig ist dabei, möglichst unbeschädigte US-Dollar-Scheine neueren Datums (ab 2009) mitzunehmen, da ältere Scheine teilweise nicht angenommen werden. Wir hatten jedoch nur tansanische Schilling dabei.
Geldautomaten findest du an den internationalen Flughäfen sowie in größeren Städten wie Arusha, Daressalam oder Stone Town auf Sansibar. Pro Abhebung fallen häufig Gebühren an. Nutze möglichst Geldautomaten direkt an Banken oder in Einkaufszentren und vermeide freistehende Automaten. Für Märkte, kleinere Restaurants, Trinkgelder oder Taxifahrten solltest du immer ausreichend Bargeld dabeihaben. In größeren Hotels, Lodges und Restaurants kannst du dagegen meist problemlos mit Kreditkarte bezahlen.
Für die Einreise fällt ein Visum in Höhe von 50 USD pro Person an. Je nach Nationalpark und Reiseart solltest du für eine Safari etwa 250 bis 450 USD pro Person und Tag einplanen. Darin sind häufig der Geländewagen, Parkgebühren, Unterkunft, Verpflegung und der Guide bereits enthalten. Als Trinkgeld für den Safari-Guide gelten 15 bis 20 USD pro Tag als angemessen.
Hier findest du außerdem eine Übersicht über unsere gesamten Reisekosten unserer Reise, die wir über Journaway gebucht haben:
Anreise und Einreise:
Am besten erreichst du Tansania mit dem Flugzeug*. Internationale Flughäfen befinden sich am Kilimanjaro International Airport (JRO), in Daressalam (DAR) sowie auf Sansibar (ZNZ). Gute Flugverbindungen gibt es unter anderem mit KLM über Amsterdam, Qatar Airways über Doha oder Ethiopian Airlines über Addis Abeba. Von München aus beträgt die reine Flugzeit zum Kilimanjaro International Airport etwa 10 Stunden. Durch den Zwischenstopp solltest du insgesamt jedoch mit einer Reisezeit von etwa 12 bis 15 Stunden rechnen.
Für die Einreise benötigst du einen Reisepass, der bei der Ausreise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss, sowie ein Touristenvisum. Wir empfehlen dir, das E-Visum bereits einige Wochen vor der Reise online zu beantragen. Bei uns verlief die Beantragung unkompliziert und die Genehmigung war innerhalb weniger Tage da. Alternativ kannst du das Visum auch direkt bei der Einreise erhalten. Dieses kostet ebenfalls 50 USD, allerdings kann es dabei zu längeren Wartezeiten kommen.
Wichtig für Sansibar: Seit Oktober 2024 ist für alle internationalen Besucher zusätzlich der Abschluss einer verpflichtenden Sansibar-Reiseversicherung vorgeschrieben. Diese muss vor der Einreise online abgeschlossen werden.
Reiseverkehrsmittel:
Zwischen den größeren Städten verkehren komfortable Fernbusse, die zu den wichtigsten Verkehrsmitteln des Landes gehören. Für kurze Strecken nutzen viele Einheimische sogenannte Dala-Dalas, kleine Minibusse, die zwar sehr günstig, aber oft überfüllt sind. Außerdem gibt es einige Zugverbindungen, darunter die Central Line und die TAZARA-Bahn, die ausgewählte Regionen miteinander verbinden.
Von einem Mietwagen ohne Fahrer würden wir eher abraten. Der Straßenverkehr ist teilweise chaotisch, viele Straßen befinden sich in schlechtem Zustand und gerade außerhalb der Städte wird oft offensiv gefahren. Hinzu kommen Polizeikontrollen und teilweise schwierige Verkehrsbedingungen. Auch wir hatten überlegt, auf Sansibar selbst ein Auto zu mieten. Letztendlich haben wir uns jedoch für einen privaten Fahrer entschieden und würden diese Entscheidung jederzeit wieder treffen. So konnten wir die Insel ganz entspannt erkunden und mussten uns weder um den Verkehr noch um die Orientierung kümmern. Bei Taxifahrten solltest du den Preis grundsätzlich vor Fahrtantritt vereinbaren.
Unterkünfte:
Die Unterkünfte unserer Rundreise waren bereits über Journaway organisiert und vorab gebucht. In Tansania findest du jedoch Unterkünfte für nahezu jedes Budget. Das Angebot reicht von einfachen Hostels und Gästehäusern über gemütliche Eco-Lodges und Safari-Camps bis hin zu luxuriösen Zeltlodges und exklusiven Resorts. Gerade die Übernachtungen waren für uns ein echtes Highlight. In einem komfortablen Safarizelt einzuschlafen und nachts die Geräusche der Wildnis zu hören, gehört definitiv zu den Erlebnissen, die wir nie vergessen werden. Viele Lodges und Camps verfügen insbesondere nachts über einen Sicherheitsdienst, sodass wir uns während der gesamten Reise jederzeit sicher gefühlt haben.
Impfungen und Gesundheit:
Bei einer direkten Einreise aus Deutschland besteht keine Pflichtimpfung gegen Gelbfieber. Reist du jedoch aus einem Gelbfiebergebiet ein oder hast dort zuvor Zeit verbracht, musst du einen gültigen Gelbfieberimpfnachweis vorlegen. Unabhängig davon empfehlen Tropenmediziner die üblichen Standardimpfungen sowie Impfungen gegen Hepatitis A. Je nach Reiseroute können außerdem Impfungen gegen Typhus, Hepatitis B oder Tollwut sinnvoll sein. Lass dich hierzu rechtzeitig bei einem Tropenmediziner beraten.
Da in vielen Regionen ein Malariarisiko besteht, solltest du dich ebenfalls über eine geeignete Malariaprophylaxe informieren. Je nach Medikament können Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen auftreten. Eine individuelle Beratung ist deshalb wirklich sinnvoll und haben wir auch gemacht.
Nimm außerdem unbedingt ein kleines Erste-Hilfe-Set mit. Dazu gehören Pflaster, Blasenpflaster, Schmerzmittel, Medikamente gegen Magen-Darm-Beschwerden, Elektrolyte, Sonnenschutz, Insektenschutzmittel sowie persönliche Medikamente. Auch Menstruationsprodukte solltest du ausreichend mitnehmen, da diese außerhalb größerer Städte nicht überall gleich erhältlich sind.
Sicherheit:
Tansania gilt grundsätzlich als eines der sichereren Reiseziele in Afrika. Dennoch solltest du die gleichen Vorsichtsmaßnahmen beachten wie in vielen anderen Ländern. In größeren Städten wie Daressalam oder Arusha sowie an beliebten Stränden kommt es gelegentlich zu Taschendiebstählen oder Handtaschenraub. Wertgegenstände solltest du daher möglichst unauffällig tragen und nachts auf Spaziergänge in abgelegenen Gegenden verzichten. Von Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit wird ebenfalls abgeraten. Auf Sansibar empfiehlt es sich außerdem, außerhalb der Hotelanlagen auf angemessene Kleidung zu achten, da die Insel überwiegend muslimisch geprägt ist.
Während einer Safari solltest du den Anweisungen deines Guides jederzeit befolgen. Wildtiere sind unberechenbar und auch scheinbar ruhige Tiere können gefährlich werden.
Nach den politischen Unruhen rund um die Wahlen im Jahr 2025 hat sich die Lage inzwischen wieder deutlich beruhigt. Dennoch empfiehlt das Auswärtige Amt weiterhin, Demonstrationen und größere Menschenansammlungen zu meiden und sich vor der Reise über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren.
Essen und Trinken:
Leitungswasser solltest du in Tansania grundsätzlich nicht trinken. Greife stattdessen immer auf original verschlossene Wasserflaschen zurück und achte besonders bei den hohen Temperaturen darauf, ausreichend zu trinken.
Während einer Safari erhältst du meist ein reichhaltiges Mittagessen oder ein Lunchpaket, das meist an ausgewiesenen Picknickplätzen mitten in den Nationalparks gegessen wird. Auch die Lodges und Hotels bieten häufig Buffets mit einer Mischung aus internationalen und traditionellen tansanischen Gerichten an. Die tansanische Küche vereint afrikanische, arabische und indische Einflüsse. Zu den bekanntesten Gerichten gehören Ugali, ein fester Maisbrei, Nyama Choma, gegrilltes Fleisch, sowie verschiedene Reisgerichte, Eintöpfe und frischer Fisch.
Probieren solltest du außerdem Maandazi, einen süßen, leicht an Krapfen erinnernden Hefeteig mit Kokosmilch, sowie den würzigen Chai Maziwa, einen traditionellen Milchtee mit Gewürzen wie Kardamom, Ingwer und Zimt. Beliebte Getränke sind außerdem die einheimischen Biere Kilimanjaro, Serengeti und Safari.
Bei rohem Gemüse und Salaten gilt die bekannte Regel „Cook it, peel it or leave it.“ In touristischen Hotels ist das Risiko zwar deutlich geringer, dennoch solltest du außerhalb der Resorts vorsichtig sein.
Ultimativer Glücksreisen²-Fototipp:
Für uns sind die Safaris ganz klar das fotografische Highlight einer Tansania-Reise. Viele Tiere halten sich jedoch weit entfernt vom Fahrzeug auf. Deshalb empfehlen wir dir ein Teleobjektiv mit mindestens 300 bis 500 mm Brennweite, um auch Löwen, Leoparden oder Nashörner fotografieren zu können.
Nutze möglichst kurze Verschlusszeiten, da das Safarijeep manchmal leicht in Bewegung ist und sich viele Tiere schnell bewegen. Fotografiere außerdem bevorzugt frühmorgens oder kurz vor Sonnenuntergang. Das Licht ist dann deutlich weicher, die Farben wirken wärmer und gleichzeitig vermeidest du das starke Hitzeflimmern, das besonders zur Mittagszeit häufig auftritt. Halte deine Kamera außerdem immer griffbereit, denn die schönsten Tierbegegnungen passieren oft völlig unerwartet.
Malaria und Malariatabletten:
In Tansania besteht in vielen Regionen, darunter auch Sansibar und die meisten Safari-Gebiete, ein ganzjähriges Malariarisiko. Das Risiko kann während der Regenzeiten von März bis Mai sowie im November und Dezember zusätzlich steigen. Ob für dich eine vorbeugende Einnahme von Malariamedikamenten sinnvoll ist, solltest du vor der Reise mit einer Tropenmedizinerin oder einem Tropenmediziner besprechen. Je nach Reiseroute und persönlicher Situation können unterschiedliche Medikamente infrage kommen. Dazu gehören beispielsweise Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin oder Mefloquin. Auch ein Stand-by-Medikament kann je nach Reiseziel und individueller Empfehlung sinnvoll sein.
Besonders wichtig ist außerdem ein konsequenter Mückenschutz ab der Dämmerung. Verwende ein wirksames Insektenschutzmittel (wie z.B. AntiBrumm), trage möglichst lange, helle Kleidung und schlafe, wenn möglich, unter einem Moskitonetz.
Wichtig: Fieber, Schüttelfrost, starke Glieder- oder Kopfschmerzen und andere grippeähnliche Beschwerden während der Reise oder auch noch Wochen beziehungsweise Monate danach solltest du ernst nehmen. Informiere eine Ärztin oder einen Arzt unbedingt darüber, dass du zuvor in einem Malariagebiet warst.
Respekt: Ältere Menschen genießen hohen Respekt
Eine schöne kulturelle Besonderheit, die für Tansania steht: Ältere Menschen genießen in Tansania einen hohen gesellschaftlichen Respekt. Sie werden häufig als besonders erfahren und weise angesehen, weshalb ihre Meinung und ihr Rat innerhalb der Gemeinschaft einen hohen Stellenwert haben.
Auch bei der Begrüßung spielt das eine Rolle. Ältere Männer werden beispielsweise häufig mit „Mzee“ angesprochen, während „Mama“ als respektvolle Anrede für ältere Frauen verwendet werden kann. Gerade wenn du mit Einheimischen in Kontakt kommst, lohnt es sich, aufmerksam zu sein und dich an den örtlichen Gepflogenheiten zu orientieren, denn ein freundlicher und respektvoller Umgang öffnet auf Reisen so manche Türen.
Nachts besser nicht alleine unterwegs!
Nach Einbruch der Dunkelheit solltest du in Tansania und Sansibar grundsätzlich etwas vorsichtiger sein. Spaziergänge, Radtouren und Fahrten über Land in der Nacht solltest du möglichst vermeiden, insbesondere in abgelegenen Gegenden, Städten und an wenig belebten Stränden.
Auf Sansibar ist uns beispielsweise aufgefallen, wie ernst die Hotels das Thema Sicherheit nehmen. Unsere Anlage wurde rund um die Uhr von Security-Mitarbeitern überwacht. Bei der Abholung durch ein Taxi wurde sogar das Fahrzeug und das Kennzeichen kontrolliert, bevor wir die Anlage verlassen durften. Das soll dir natürlich keine Angst machen. Wir haben uns während unserer Reise grundsätzlich sicher gefühlt. Es geht vielmehr darum, dich nicht unnötig einer Situation auszusetzen, die du leicht vermeiden kannst.
Besonders wichtig bei Safaris: In vielen Safari-Gebieten und bei nicht vollständig eingezäunten Lodges können sich Wildtiere auch nachts in unmittelbarer Nähe der Unterkunft aufhalten. Verlasse deshalb nach Einbruch der Dunkelheit niemals allein das Camp oder die Lodge. Nutze den angebotenen Begleitservice und halte dich unbedingt an die Anweisungen des Personals!
Korruption und Bestechung: Nicht jede Situation selbst lösen
Korruption und Bestechung können in Tansania im Alltag eine Rolle spielen. Besonders bei Polizeikontrollen, im Straßenverkehr oder bei Behörden kommt es häufig vor, dass versucht wird, zusätzliche Zahlungen zu verlangen.
Für uns war es deshalb angenehm, mit einem offiziellen Fahrer bzw. über einen Reiseveranstalter unterwegs zu sein. Gerade bei Kontrollen konnte unser Fahrer die Situation einschätzen und sich darum kümmern. So mussten wir uns als Reisende nicht selbst mit solchen Situationen auseinandersetzen.
African Massage
Der Begriff „African Massage“ ist ein augenzwinkernder Ausdruck, den du auf einer Safari durchaus einmal von deinem Guide hören wirst. Gemeint ist damit keine Wellnessbehandlung, sondern das kräftige Durchschütteln auf den teilweise extrem holprigen Pisten der Nationalparks. Gerade auf den unbefestigten Sand- und Schotterwegen geht es ordentlich auf und ab. Nach einigen Stunden im Safari-Jeep fühlt sich das tatsächlich ein bisschen wie eine kostenlose Ganzkörpermassage an. 😉
wir fanden es allerdings überhaupt nicht schlimm und haben uns erstaunlich schnell daran gewöhnt. Unser Tipp: Nimm für die Safari bequeme Kleidung mit und rechne damit, dass du deutlich mehr durchgeschüttelt wirst als bei einer normalen Autofahrt. Dafür wirst du mit spektakulären Tierbeobachtungen belohnt.
Wasser niemals aus der Leitung trinken!
Leitungswasser solltest du in Tansania und auf Sansibar nicht ungefiltert trinken. Es kann mit Krankheitserregern belastet sein und dadurch Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Wir empfehlen dir deshalb, ausschließlich Wasser aus originalverschlossenen Flaschen zu trinken. Das gilt auch beim Zähneputzen, besonders wenn du empfindlich auf ungewohntes Wasser reagierst. Achte außerdem darauf, dass Flaschen wirklich versiegelt sind und nicht bereits geöffnet wurden.
Auch bei rohem Obst, Gemüse und Salaten solltest du vorsichtig sein. Halte dich am besten an die einfache Regel „gekocht oder geschält“. In guten Hotels, Lodges und Camps werden Lebensmittel normalerweise entsprechend vorbereitet, trotzdem lohnt es sich, gerade auf Safari und in abgelegeneren Regionen etwas genauer hinzuschauen.
Souvenirs kaufen: Was darf wirklich mit nach Hause?
Beim Souvenirkauf in Tansania lohnt es sich, nicht nur auf einen guten Preis, sondern auch auf Artenschutz und die Einfuhrbestimmungen zu achten. Produkte aus Elfenbein, Korallen, Schildpatt, bestimmten Tierhäuten oder anderen geschützten Tier- und Pflanzenarten solltest du grundsätzlich nicht kaufen. Was auf den ersten Blick wie ein harmloses Souvenir aussieht, kann bei der Einreise nach Deutschland zu erheblichen Problemen führen. Wenn du dich für einen blauen Tansanit interessierst, solltest du bei wertvolleren Steinen unbedingt auf ein seriöses Echtheitszertifikat und einen nachvollziehbaren Kaufbeleg achten. Der tiefblaue Edelstein wird ausschließlich in Tansania abgebaut und ist deshalb ein besonders beliebtes Souvenir.
Auf lokalen Märkten und in sogenannten Curio Shops gehört Feilschen zum Einkauf dazu und wird häufig sogar erwartet. Bleib dabei jedoch stets freundlich und respektvoll. Ein Besuch auf einem lokalen Markt, beispielsweise auf dem Massai-Markt in Arusha oder in Stone Town auf Sansibar, ist außerdem eine schöne Möglichkeit, direkt bei lokalen Händlerinnen und Händlern einzukaufen und damit die lokale Wirtschaft zu unterstützen.
Unser Tipp: Wenn du unsicher bist, ob ein Souvenir legal ausgeführt und nach Deutschland eingeführt werden darf, lass lieber die Finger davon. Gerade bei Tier- und Pflanzenprodukten ist Vorsicht besser als ein Souvenir, das später beim Zoll für Ärger sorgt. Wir haben uns stattdessen ein Leindwandbild als Erinnerung mit nach Hause genommen.
Angemessene Kleidung: Safari-Look trifft Kultur
Welche Kleidung passend ist, hängt stark davon ab, wo du in Tansania unterwegs bist. Auf einer Safari sind leichte, atmungsaktive Kleidungsstücke in gedeckten Farben wie Beige, Khaki oder Oliv ideal. Lange Ärmel und lange Hosen schützen dich außerdem vor Sonne, Staub und Insekten.
Vergiss dabei nicht, dass es gerade frühmorgens und abends auf einer Safari im offenen Jeep überraschend kühl werden kann. Eine Fleecejacke oder ein warmer Pullover gehört deshalb unbedingt ins Gepäck. In Städten, Dörfern und besonders auf Sansibar solltest du dich deutlich bedeckter kleiden. Schultern und Knie sollten möglichst bedeckt sein, insbesondere beim Besuch von Dörfern, religiösen Einrichtungen oder außerhalb touristischer Hotelanlagen. Auf Sansibar ist die Bevölkerung überwiegend muslimisch, weshalb ein respektvoller Umgang mit der lokalen Kultur besonders wichtig ist.
Respekt gegenüber der Tierwelt: Du bist nur zu Gast!
Eine Safari ist ein unglaubliches Erlebnis. Trotzdem solltest du nie vergessen, dass du dich im Lebensraum wilder Tiere befindest und nicht in einem Zoo. Halte daher ausreichend Abstand, bleib im Fahrzeug, wenn dein Guide nichts anderes erlaubt, und füttere niemals wilde Tiere. Vermeide laute Geräusche und hektische Bewegungen und halte dich immer an die Anweisungen deines Guides und die Regeln des jeweiligen Nationalparks.
Auch beim Fotografieren gilt: Kein Blitzlicht verwenden. Und auch wenn ein Löwe, Elefant oder Gepard direkt neben eurem Jeep auftaucht, solltest du nicht versuchen, für das perfekte Foto näher heranzufahren oder den Guide zu einer riskanten Position zu bewegen. Denn genau das macht eine gute Safari aus: Du beobachtest die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum, ohne ihn für dein Erlebnis zu verändern!
Tansania: Arusha → Lake Natron → Tarangire Nationalpark → Lake-Manyara-Nationalpark → Ngorongoro Nationalpark → Sansibar: Kiwengwa Beach → Jozani Nationalpark → Prison Island → Stone Town → Kizami Beach → Mtende Beach (Secret Beach) → Jambiani Beach → Paje Beach
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Mehr InformationenArusha ist eine der wichtigsten Städte im Norden Tansanias und ein zentraler Ausgangspunkt für viele Rundreisen und Safaris. Von hier aus starten zahlreiche Touren in die berühmten Nationalparks wie den Tarangire-Nationalpark, den Ngorongoro-Krater und die Serengeti.
Auch für Reisende, die den Kilimanjaro besteigen möchten, ist Arusha ein wichtiger Ausgangspunkt wie auch bei uns. Viele Reisende verbringen nach der Ankunft zunächst eine Nacht in der Stadt, bevor am nächsten Morgen die Safari beginnt. Arusha selbst ist mit über 600.000 Einwohnern eine lebendige und geschäftige Stadt. Neben Märkten, Restaurants und kleinen Geschäften findest du hier auch zahlreiche Reiseveranstalter und Unterkünfte.
Für uns war Arusha vor allem der perfekte Startpunkt für unsere Safari, weniger ein klassisches Sightseeing-Ziel. Wenn du jedoch etwas Zeit hast, lohnt sich ein Spaziergang durch die Stadt oder ein Besuch auf einem lokalen Markt.
Der Lake Natron liegt im Norden Tansanias nahe der Grenze zu Kenia und gehört zu den außergewöhnlichsten Seen des Landes. Besonders bekannt ist er für seine riesigen Flamingokolonien und seine auffällige rötliche bis rosafarbene Färbung. Verantwortlich dafür sind unter anderem die hohe Salz- und Mineralienkonzentration sowie Mikroorganismen, die dem Wasser seine intensive Farbe verleihen. Der See ist extrem flach und erreicht an seiner tiefsten Stelle weniger als drei Meter. Je nach Wasserstand verändert sich seine Größe deutlich. Der Lake Natron ist rund 57 Kilometer lang und bis zu 22 Kilometer breit und bietet damit eine beeindruckende Landschaft zwischen Vulkanen und karger Savanne.
Besonders faszinierend sind jedoch aus unserer Sicht die Zwergflamingos, die den See regelmäßig zur Brut nutzen. Das stark alkalische Wasser bietet ihnen einen gewissen Schutz vor Fressfeinden. In der richtigen Jahreszeit kannst du deshalb tausende Flamingos gleichzeitig beobachten. Ein wirklich beeindruckender Anblick, wie wir finden.
Etwa 120 Kilometer vom Lake Natron entfernt liegt der Ol Doinyo Lengai, ein aktiver Vulkan und heiliger Berg der Massai. Sein Name bedeutet in der Sprache der Massai „Berg Gottes“. Der Vulkan ist weltweit eine Besonderheit, da er eine sehr seltene Form von Natriumkarbonatit-Lava fördert. Der Lake Natron liegt allerdings abseits der klassischen Safari-Routen.
Der Tarangire-Nationalpark gehört zu den schönsten und landschaftlich abwechslungsreichsten Nationalparks im Norden Tansanias. Der Park wurde 1970 offiziell gegründet und erstreckt sich über rund 2.850 km². Seinen Namen verdankt er dem Tarangire-Fluss, der als wichtigste dauerhafte Wasserquelle des Parks eine zentrale Rolle für die Tierwelt spielt. Besonders während der Trockenzeit von Juni bis Oktober lohnt sich ein Besuch. Wenn viele kleinere Wasserstellen austrocknen, konzentrieren sich zahlreiche Tiere rund um den Tarangire-Fluss. Dadurch kannst du Elefanten, Zebras, Gnus, Giraffen, Büffel und viele weitere Tiere besonders gut beobachten.
Der Tarangire ist vor allem für seine großen Elefantenherden bekannt und wird deshalb häufig auch als „Elefantenpark“ bezeichnet. Gleichzeitig gibt es hier einige Tierarten zu entdecken, die du nicht unbedingt in jedem anderen Nationalpark Tansanias findest. Dazu gehören beispielsweise Giraffengazellen, Oryx-Antilopen und die ungewöhnlich gezeichneten Kudu-Antilopen.
Was uns landschaftlich auch besonders begeistert hat, sind die riesigen Baobabs, die überall aus der trockenen Savannenlandschaft herausragen. Zusammen mit den sanften Hügeln, dem Tarangire-Fluss und den großen Tierherden entsteht eine unglaublich schöne Safari-Kulisse.
Ein weiterer Vorteil: Der Tarangire liegt relativ nah an Arusha und lässt sich deshalb sehr gut in eine Rundreise durch den Norden Tansanias integrieren. Im Vergleich zur Serengeti ist er außerdem etwas weniger bekannt und kann dadurch stellenweise eine ruhigere und ursprünglichere Safari-Atmosphäre bieten.

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Hier findest du den Blogartikel zur Übersicht mit den besten Auslandsversicherungen.
Der Lake-Manyara-Nationalpark wird nicht umsonst als eines der kleinen Juwelen Tansanias bezeichnet. Der Park liegt am Fuße des Great Rift Valley und beeindruckt mit einer außergewöhnlich abwechslungsreichen Landschaft. Zwischen dem See, dichten grünen Wäldern, offenen Grasflächen und der imposanten Steilwand des Rift Valley findest du auf vergleichsweise kleiner Fläche eine beeindruckende Vielfalt an Tieren.
Besonders bekannt ist der Lake Manyara für seine Löwen, die sich mit etwas Glück auf den Ästen der Akazien entdecken lassen. Warum die Löwen regelmäßig auf Bäume klettern, ist nicht eindeutig geklärt. Vermutlich suchen sie dort Schutz vor Insekten und können gleichzeitig ihre Umgebung besser überblicken.
Auch große Elefantenherden gehören zu den Highlights des Parks. Daneben kannst du unter anderem Flusspferde, Gnus, Zebras, Büffel, Giraffen und Warzenschweine beobachten.
Der Ngorongoro-Krater gehört zu den beeindruckendsten Naturwundern Tansanias und ist Teil der Ngorongoro Conservation Area, die seit 1979 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Der rund 20 Kilometer breite Krater entstand vor Millionen Jahren durch den Einsturz eines riesigen Vulkans und gilt heute als eines der außergewöhnlichsten Wildtiergebiete Afrikas. Auf dem Kraterboden leben schätzungsweise rund 25.000 größere Tiere. Dazu gehören unter anderem Löwen, Elefanten, Zebras, Büffel, Flusspferde und mit etwas Glück auch Nashörner. Durch die natürliche Begrenzung des Kraters auf relativ engem Raum kannst du hier eine außergewöhnlich hohe Dichte an Wildtieren erleben. Besonders beeindruckend ist bereits die Fahrt hinunter in den Krater. Sobald du den Kraterrand verlässt und sich vor dir die riesige Landschaft öffnet, bekommst du einen ersten Eindruck davon, wie besonders dieser Ort ist. Unten angekommen, kannst du mit etwas Glück innerhalb weniger Stunden zahlreiche verschiedene Tierarten beobachten.
Die Ngorongoro Conservation Area ist allerdings nicht nur Lebensraum für Wildtiere. Auch Massai-Gemeinschaften leben traditionell in der Region und halten dort ihre Viehherden. Genau diese Verbindung von Naturschutz und traditioneller Lebensweise macht das Gebiet besonders. Als Besucher solltest du den Menschen und ihrer Kultur mit Respekt begegnen und keine ungefragten Fotos machen.
Wichtig für deine Reiseplanung: Der Ngorongoro-Krater gehört zu den kostenintensiveren Safari-Zielen in Tansania. Zu den Eintrittskosten kommen unter anderem Gebühren für das Safari-Fahrzeug und die Einfahrt in den Krater hinzu. Die Preise können sich ändern, deshalb solltest du die aktuell gültigen Gebühren vor deiner Reise prüfen.
Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten und Nationalparks waren es vor allem einige ganz persönliche Momente, die unsere Reise durch Tansania für uns so besonders gemacht haben:
- Der Tarangire-Nationalpark war unsere allererste Safari und deshalb natürlich etwas ganz Besonderes. Obwohl der Park weniger bekannt und teilweise deutlich ruhiger als die Serengeti ist, wurden wir hier direkt mit einem unglaublichen Erlebnis belohnt. Wir beobachteten eine trächtige Löwin, die zunächst entspannt auf einem Baum lag. Später schlich sie sich geduckt an eine große Herde aus Zebras und Gnus heran und brachte schließlich die gesamte Herde in Bewegung. Dieses Verhalten aus nächster Nähe zu beobachten, war für uns ein absolut einmaliger Moment und definitiv eines unserer größten Safari-Highlights.
- Der Ngorongoro-Krater war bereits bei der Anreise ein echtes Highlight. Zu Beginn fuhren wir durch einen dichten, fast mystisch wirkenden Regenwald, der komplett im Nebel lag. Plötzlich tauchte ein Büffel am Wegesrand auf und wir wussten schon da, hier könnte uns ein toller Tag erwarten. Kurz darauf lichtete sich der Nebel auf der anderen Seite und vor uns eröffnete sich ein gigantischer Blick über den Krater. Wir hatten sogar das Glück, zwei Nashörner in der Ferne zu entdecken. Insgesamt wurden im Ngorongoro-Gebiet 16 Nashörner neu angesiedelt. Wir fühlten uns tatsächlich ein bisschen wie mitten im Film der „König der Löwen“.
Für eine Safari in Tansania sind etwa 5 bis 7 Tage ideal. In dieser Zeit lassen sich mehrere Nationalparks miteinander kombinieren, ohne dass die Reise ausschließlich aus langen Fahrten besteht. Wer anschließend noch Sansibar besuchen möchte, sollte insgesamt etwa 10 bis 14 Tage einplanen.
Die beste Reisezeit für eine Tansania Safari liegt grundsätzlich in der Trockenzeit von Juni bis Oktober. Dann sind die Tiere besonders gut zu beobachten, da sie sich häufig an den Wasserstellen versammeln. Für die Große Migration in der Serengeti sind je nach gewünschtem Erlebnis unterschiedliche Monate interessant.
Die Kosten hängen stark von Unterkunft, Dauer, Reisezeit und Art der Safari ab. Eine mehrtägige Safari kann pro Person schnell mehrere tausend Euro kosten. Für eine Mittelklasse-Safari in der Hauptreisezeit solltest du mit 2.500 € – 3.000 € rechnen.
Mit etwas Glück lassen sich in Tansania die berühmten Big Five beobachten: Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn und Büffel. Darüber hinaus gibt es unter anderem Giraffen, Zebras, Geparden, Nilpferde, Hyänen und zahlreiche Antilopenarten. Wir selbst haben zumindest 4 der 5 Big Five gesehen und zusätzlich ein Gepard anstatt des Leopard.
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