Irland - Die grüne Insel
Irland - Giant's Causeway
Europa,  Roadtrip

Irland – Die grüne Insel

„Take time to laugh, it is the music of the soul “
Kleeblatt
irische Weisheit

Die Rundreise in Irland im Herbst haben wir beide in sehr guter Erinnerung, da es eine Reise voller toller Eindrücke war. Das zu Recht „grüne Insel“ genannte Irland hat einfach wahnsinnig viel zu bieten von beeindruckenden Städten, einzigartigen Naturlandschaften, viel Kultur und Geschichte bis hin zu Stränden. Man muss auch dazu sagen, dass wir sehr viel Glück mit dem Wetter hatten und dies natürlich auch enormen Einfluss auf den subjektiven Eindruck haben kann.

Wir sind mit dem Flugzeug von Memmingen nach Shannon gereist und haben anschließend unseren Mietwagen dort am Flughafen abgeholt.

Reiseroute: Dublin -> Newgrange -> Belfast -> Giant´s Causeway -> Glendalough (Wicklow National Park) -> Kilkenny -> Killarney National Park -> Ring of Kerry -> Dingle Peninsula -> Cork City -> Kinsale -> Rock of Cashel  -> The Burren -> Cliffs of Moher 

Wir haben uns für die gesamte Rundreise jeweils nur in Dublin und in Killarney einquartiert. Das war praktisch, um nicht ständig aus dem Koffer zu reisen, allerdings aufgrund der Distanz bis in den Norden und zurück, würden wir beim nächsten mal in den jeweiligen Orten übernachten.

Irland haben wir im Herbst bereist, was für uns die absolute richtige Entscheidung war. Wir hatten einfach wahnsinniges Glück mit dem Wetter und kaum Regen- oder Nebeltage. Generell bevorzugen wir es häufig eher im Frühling oder Herbst zu reisen, da sich hierbei einfach die Natur von ihrer schönsten Seite zeigt. Irland ist aber mit Sicherheit in jeder Jahreszeit eine Reise wert!

·        In Irland zahlt man, wie hier in Deutschland auch mit Euro, daher ist die Umstellung nicht schwer. Denkt jedoch daran, wenn Ihr z.B. auch Belfast oder Nordirland bereisen wollt, dass dort die „englische Währung – Pfund“ gilt. 

Ab dem Flughafen Shannon waren wir mit dem Mietauto unterwegs, was zunächst gewöhnungsbedürftig ist, da man in Irland auf der linken Straßenseite fährt. An die teilweise doch abgelegeneren Orte empfiehlt es sich ein Auto zu haben, jedoch hatten wir auch das Gefühl, dass es ein gut ausgebautes Verkehrsnetz mit Bussen, Straßenbahnen & Co gegeben hat. In den größeren Städten wie Dublin sind wir hauptsächlich mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln herumgefahren.

Achtung bei Fahrten nach Nordirland: Dort werden Entfernungen dann nicht mehr in Kilometer, sondern in Meilen angegeben!

Irland ist z.B. bekannt für seine verschiedenen Eintöpfe („Irish Stew), aber auch Fisch, Meeresfrüchte, Bohnen, Kartoffeln und auch Lamm sind typisch für die irische Küche.
Natürlich ist Irland auch bekannt für sein typisches dunkles „Guinness“-Bier, Cider und seinen Irish Whiskey. Wir mussten jedoch auch häufig feststellen, dass das „klassische Essen gehen“, wie wir es aus Deutschland her häufig recht günstig kennen, dort meist nicht so preiswert ist. 

An sich würden wir sagen, dass Irland ein sehr „sicheres Reiseziel“ ist. Jedoch muss man auch hier natürlich generelle Punkte beachten, die in vielen Ländern Thema sind wie z.B. Taschendiebstahl (vor allem in großen Städten wie Dublin).

  • Generell auffällig war für uns in Irland die Sauberkeit in der Natur trotz unserer Meinung nach eher wenig aufgestellten Mülleimern. Bitte nehmt Euren Müll wieder mit bis ihr zum nächsten Mülleimer kommt und tragt somit etwas zur Umwelt bei!
  • Ein Negativpunkt empfanden wir die überteuerten Eintritte sowie Parkgebühren bei „Sehenswürdigkeiten in der Natur“ wie z.B. Cliffs of Moher oder auch beim Wasserfall. Aber auch die Eintritte für die Kirchen sind teilweise sehr hoch.

Hier noch eine grobe Kostenübersicht, wie sich unsere Ausgaben in Irland aufgegliedert haben. Die Summe ist jeweils der Gesamtbetrag für 2 Personen.

Trinity College Dublin

Dublin:

Unser Hotel hatten wir in Dublin (Kingswood Hotel Citywest), das ca. 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt lag. Wir sind von dort aus mit der Straßenbahn in die Stadt gefahren, um diese zu erkunden.

Dublin hat einiges zu bieten, um nur ein paar Sehenswürdigkeiten zu nennen:

Das Trinity College zählt zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Dublin und gehört zu einer der ältesten Colleges weltweit. Es war spannend zu lesen, dass bereits Nobelpreisträger wie z.B. Samuel Beckett, Oscar Wilde oder J. Swift dort gewesen sind. Zudem gibt es dort auch noch das berühmte „Book of Kells“ zu sehen. Die Trinity Library ist sehr beeindruckend und man wird sofort an einige Harry Potter Szenen erinnert. Die Christ Church ist im 11. Jahrhundert entstanden und noch vor der St. Patrick´s Cathedral (12. Jahrhundert) einer der ältesten Kirchen in Dublin.Guinness Store House Dublin

Bei der Temple Bar ist immer etwas los (und vor allem bei Engländern sehr beliebt), aber man muss sie eigentlich gesehen haben, wenn man Dublin besucht. Dort befinden sich auch viele Kneipen und Restaurants in der Nähe. Auf jeden Fall ist das Guinness Storehouse* einen Besuch wert, wenn man sich für die Herstellung und Geschichte des Guinness interessiert. Über die Stockwerke wird anschaulich und interaktiv die Herstellung des Bieres erklärt und zum Schluss ist sogar noch eines zum Probieren mit dabei. Der Phoenix Park ist fast 700 Hektar groß und einfach wunderschön, um einmal eine Pause vom Großstadttrubel einzulegen. Abends haben wir uns noch eine Nachtrundfahrt mit dem Hop-On/Hop-Off-Bus* gegönnt, welche durch den Reiseführer richtig cool war, da er irische Lieder gesungen und von irischen Sagen berichtet hat. Als Ausklang der Rundfahrt wurde jeder noch auf einen typisch irisch Whiskey eingeladen. 

Eigentlich wollten wir nach unserem Aufbruch von Dublin einen kurzen Stopp in Newgrange einlegen, was wir aber dann aufgrund der Schlange vor dem Eingang dann doch nicht gemacht haben. Anschließend ging es weiter nach Belfast.

Belfast:

In Belfast hat man sofort an den Fahnen gemerkt, dass wir nicht mehr im „klassischen“ Irland sind, sondern ganz klar im United Kingdom. In Belfast sind uns vor allem auch die Verbotsschilder aufgefallen, dass man auf öffentlichen Plätzen keinen Alkohol konsumieren darf. Belfast ist vor allem für seine Kristallgläser bekannt.

Unsere Sehenswürdigkeiten in Belfast:

Nach Belfast ging es noch ein Stück weiter in den Norden. Bis wir schließendlich nach ca. 80 km in Bushmills beim Giant´s Causeway ankamen.

Giant's Causeway:

Weltberühmt ist der Giant´s Causeway durch seine einzigartigen sechseckigen Basaltsäulen, die aus dem Meer ragen. Seit 1986 ist es zudem noch Unesco-Weltkulturerbe. Laut eines Spruches auf einer Bank wird die Entstehung folgendermaßen beschrieben: „Everyone knows that giants don’t like getting their feet wet. That’s why Finn built the Causeway to Scotland.“ Denn laut einer irischen Legende habe sich der Riese Finn einen Damm nach Schottland gebaut.

Glendalough:

Auf dem Weg nach Glendalough sind wir am Morgen an einem wunderschönen Stausee vorbeigefahren, bei dem wir einfach einen Halt einlegen mussten, um kurz die Ruhe zu genießen. Anschließend ging unsere Tour weiter über die wunderschönen Wicklow Mountains im Herbst bis wir schließendlich bei der Klosterstätte von Glendalough ankamen.

Danach sind wir zum Powerscout Waterfall gefahren, von dem ich gelesen hatte, der sehr beeindruckend und der größte Wasserfall Irlands sein soll. Enttäuschend war es jedoch nur, dass man für den Eintritt zu einem Wasserfall 5,50 Euro bezahlen musste.

Kilkenny:

Nach dem Wasserfall ging es weiter nach Kilkenny. Kilkenny ist voller alten mittelalterlichen historischen Gebäuden, aber zeitgleich auch lebhaft und bunt. Das macht die Stadt auch so einzigartig. Das Kilkenny Castle stammt aus dem 12. Jahrhundert und beeindruckt zusätzlich mit dem riesigen Park, der dort angrenzt. Auch sehenswert ist die Cathedral of St. Canice, die auch ein Wahrzeichen der Stadt ist. Man kann jedoch auch einfach durch die Stadt schlendern und sich von den bunten Pubs und Geschäften leiten lassen.

Killarney National Park:

Von Kilkenny ging es weiter in den Killarney National Park.

Der Killarney National Park ist berühmt für seine wunderschöne und traumhafte Kulisse. Als Naturfreund ist es ein „Muss“ ihn gesehen zu haben. Im Killarney Nationalpark ansässig ist der bekannte Torc Waterfall, sowie das Muckross House. Zudem kann man folgende Seen erkunden und die Aussicht dort genießen: „Lough Leane, Muckross Lake und Upper Lake“. Es gibt einiges zu entdecken und man kann hier reichlich Zeit beim Wandern verbringen.

The Ring of Kerry:

Der Ring of Kerry ist eine bekannte und sehr viel befahrene Panoramastraße im Westen von Irlands. Dort fahrt ihr entlang der Küste, durch kleine charmante Dörfer und durch traumhafte Landschaft.

Dingle-Halbinsel:

Inch BeachVom Ring of Kerry kann man die Dingle Peninsula – Halbinsel besuchen, die sich wirklich lohnt. Vor allem beeindruckt und gleichzeitig überrascht hat uns der 5km lange Sandstrand bei Inch, der einfach traumhaft war. Denn wer denkt denn bei Irland an einen Sandstrand?!? Nach einer kleinen Kaffeepause dort direkt am Strand kamen wir irgendwann im kleinen Fischerdorf Dingle an. Dieses kleine bunte Fischerdorf verzaubert einen sofort und man kann sich dort einfach treiben lassen oder ein einem Pub eine Pause einlegen.

Rock of Cashel:

Rock of CashelNach der Erkundung der Dingle-Halbinsel ging es mit dem Mietwagen weiter zum Rock of Cashel. Leider hatten wir an diesem Tag „etwas“ Pech mit dem Wetter und es lag zunächst sehr im Nebel. Dies ist die Krönungsstätte vergangener Könige von Münster ab dem 12. Jahrhundert. Es liegt beeindruckend auf einem Hügel und kostet 6 Euro Eintritt.

Cork:

Anschließend haben wir „Cork City“ besucht, die charmante „zweite Stadt von Irland“, die auch einige Sehenswürdigkeiten zu bieten hat:

Cork

Kinsale:

Nach Cork City ging es weiter in das kleine Fischerdörfchen Kinsale, in dem zufällig ein Gourmet Festival stattfand. Es ist auch als „Feinschmeckerort“ in Irland bekannt. Kinsale liegt ca. 25 km von Cork City entfernt. Kinsale hat äußerst viel Charme mit seinen kleinen Gassen und lädt einfach zum Schaufensterbummel ein. Segelboote und kleine Boote prägen das Stadtbild. Wir wollten unbedingt noch zum Old Head of Kinsale fahren, dass einer der ältesten Leuchttürme in Irland bergen soll. Er liegt an einer Landzunge, sodass es einen traumhaften Ausblick auf die Klippen und das Meer bietet. Leider sind dieser Leuchtturm und das nähere umliegende Gelände in Privatbesitz und kann nicht befahren werden.

Coolin CaveAm letzten Reisetag besuchten wir aufgrund des schlechteren Wetters noch die Doolin Cave. Die Doolin Cave beinhaltet einen Stalaktiten, der 1952 entdeckt wurde und 7,3m lang ist. Laut der Beschreibung der längste freihängende Stalaktit in Europa. Neben der Höhle gibt es noch einen „Looped Walk“, der ein Naturpfad ist mit Blumen und Gewächsen, die in Irland heimisch sind und dort erklärt werden.

Obwohl das Wetter sich nur langsam etwas besserte sind wir irgendwann nach „The Burren“ und „The Cliffs of Moher“ aufgebrochen. The Burren besteht aus 1300 Quadratmeter großen Hügellandschaft aus Kalkstein. Wie häufig in faszinierende Nationalparks hat die Natur durch Wind, Regen und Eis diese einzigartige Landschaft erschaffen. Auf den ersten Blick erscheint es wie ein Wunder, dass hier Wildblumen und andere Pflanzen wachsen. The Burren hat ein sehr mildes Klima mit einer durchschnittlichen Temperatur von 6 Grad bis 15 Grad. Einer der bekanntesten „Sehenswürdigkeiten“ im Burren ist der „Poulnabrone Dolmen“, der sehr alt und geschichtsträchtig ist. Generell gibt es sehr viele Wanderwege in diesem Gebiet, die sicherlich auch sehr lohnenswert sind, wenn man noch etwas Zeit hat.

The Cliffs of Moher:

Einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und ein Wahrzeichen von Irland sind ganz klar die „Cliffs of Moher“. Die Cliffs of Moher bilden ein atemberaubend schönes Panorama mit diesen mächtigen 300 Millionen Jahren alten Klippen vor dem Meer. Diese Steilklippen, die ins Meer ragen, sind 13 km lang und 214 m hoch. Harry Potter – Fans werden diese Klippen auch im Film „Harry Potter und der Halbblutprinz“ wiedererkennen. Es gibt einen „Coastal Walk“ entlang der Klippen, der sich auf ca. 20 km erstreckt. Dieser ist mittlerweile auch mit einem Zaun zu den Klippen hin gut abgesichert, da jährlich Massen an Touristen dorthin kommen und auch viele schon abgestürzt sind. Vor den Cliffs of Moher gibt es ein riesiges Tourist Visitor Centre mit einem Parkplatz, der 8 Euro kostet.

Von dort aus sind wir zurück nach Shannon gefahren, wovon es dann mit dem Flieger wieder zurück nach Memmingen ging. Wir hatten einen traumhaften Aufenthalt in Irland und viel Glück mit dem Wetter.

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