Schloss Fürstentum Lichtenstein
Europa,  Liechtenstein

Liechtenstein – Verstecke Schönheit in Europa

„Hoi. Wem ghörscht?“
(typische Begrüßung in Liechtenstein, auch wenn man sich nicht kennt)
Liechtenstein Panorama

Das unbekannte und noch unentdeckte deutschsprachige Fürstentum Liechtenstein liegt genau zwischen Österreich und der Schweiz. Könnte auch vielleicht daran liegen, dass es der sechstkleinste Staat der Welt und viertkleinste Staat von Europa ist und er dadurch leicht übersehen wird. Das Land ist nur 160 km² groß und hat ca. 38.500 Einwohner/innen.

Das Erste was einem sofort ins Auge sticht, wenn man sich über Liechtenstein informiert ist, dass dieser kleine Staat „ Fürstentum Liechtenstein“ bezeichnet wird. Viele kennen es vielleicht noch von früher aus dem Geschichtsunterricht, dass Herrschaftsgebiete als „Fürstentümer“ bezeichnet wurden. Das bedeutet ganz konkret, dass ein Fürst oder eine Fürstin diesen Staat als Oberhaupt regiert. Seit 1719 gibt es in Liechtenstein eine Monarchie (Erbmonarchie). Zuvor lebte der Fürst in Wien und regierte von dort aus. Seit 1921 übt der Fürst gemeinsam mit dem Volk die Staatsgewalt aus, sodass auch hier über Gesetze mit fünf Ministerpräsidenten abgestimmt wird. Aktuell regiert S.D. Hans Adam II., als 13. regierende Fürst in Liechtenstein.

Seit 1923 ist Liechtenstein sehr eng wirtschaftlich mit der Schweiz verbunden und hat somit auch als Zahlungsmittel die Schweizer Franken.

Trotz der Größe hat das kleine Land einiges zu bieten wie wir finden, z.B. eine wunderschöne Natur mit vielen tollen Seen und Berge, kleine süße Bergdörfer, eine tolle Hauptstadt, Kultur und vieles mehr. 
Wir zeigen dir im folgenden Bericht unsere Highlights aus Lichtenstein und nützliche Tipps bei einem Besuch des Fürstentums. 

Unsere persönlichen Tipps und Eindrücke:

Wir sind Ende September durch das Land Liechtstein gefahren und hatten trockenes Wetter.

Die beste Reisezeit um Liechtstein zu besuchen ist generell im Sommer von Mai bis September mit ca. 20 Grad. im Durchschnitt. Im späten Frühjahr bis Herbst lohnt es sich hier Wandertouren zu unternehmen. Wer lieber die Wintermonate zum Skifahren und Schneeschuhwandern nutzen möchte, kommt hier jedoch auch auf seine/ihre Kosten.

In Liechtenstein bezahlt man wie in der Schweiz mit Schweizer Franken. 1 Euro entspricht ca. 1,04 CH. In vielen Orten in der Liechtenstein kann man auch mit Euros bezahlen, jedoch würden wir uns nicht darauf verlassen. Zudem kann der Wechselkurs oft sehr überteuert sein. Wer die Möglichkeit hat, kann vor Ort an einem Bankautomaten mit einer Kreditkarte entsprechend kostenlos etwas Bargeld abheben.

Ein Urlaub in Liechtenstein kann ähnlich wie in der Schweiz schnell teuer werden. Vor allem beim Essen oder Trinken gehen wie auch beim Lebensmitteleinkauf macht sich dies schnell bemerkbar.

Durch Liechtenstein geht zwar nur eine kurze Zugstrecke von Feldkirch (Österreich) bis nach Buchs SG (Schweiz), aber trotzdem gibt es in Liechtenstein drei Stationen (Nendeln, Forst Hilti (Schaan), Schaan-Vaduz (Schaan)). Der Liechtensteiner Verkehrsverbund heißt LIEmobil. Innerhalb von Liechtenstein verkehren sog. LIEmobil-Busse, die einen von A nach B bringen. Eine Tageskarte für alle Zonen quer durch Liechtenstein kostet 12 CH. Schaut Euch jedoch vorher den Fahrplan und das Liniennetz an, ob er dies wirklich benötigt oder ein Einzelfahrschein nicht sinnvoller wäre.  

Wir sind mit dem Auto nach Liechtenstein über Österreich gereist. In der Österreich und Schweiz ist jedoch eine Vignette erforderlich.

Nachdem Liechtenstein zwischen den Ländern Österreich und der Schweiz liegen, wird es davon auch am meisten beeinflusst. Es ist vor allem sehr traditionell, bäuerlich und ländlich geprägt. Das Nationalgericht von Liechtenstein sind „Käsknöpfle“. Als Beilage wird oft Käse, Röstzwiebeln oder auch Apfelmus gereicht. Auch „Ribel“ ist ein sehr traditionelles und bekanntes Gericht in Liechtenstein, das aus Mais- und Weizengrieß zu einem Brei gekocht wird. Weitere leckere typische Gerichte sind z.B. Rehpfeffer mit Spätzle, Teeringli, Fasnachtsküachle, Dreikönigskuchen, Käsefondue.

Besonders stolz sind die Liechtensteiner auf ihre vielfältigen Weine. Insgesamt 99 Winzer sowie die Hofkellerei des Fürsten haben insgesamt 20 verschiedene Rebsorten. Zudem sind gibt es hier auch verschiedene Brauereien in der Gegend. Vor allem die Familienbrennerei Telser in Triesen hat sich einen Namen gemacht. Es ist die älteste Destillerie in Liechtenstein und produziert mittlerweile auch Single Malt Whiskey.

Wir können euch hier noch die Wirtschaft zum Löwen oder die Kaffeerösterei Demmel Kaffee empfehlen.

Die Kriminalitätsrate in Liechtenstein ist sehr gering und so zählt das Land zu einer der sichersten Orten. Jedoch kommt es auch hier an beliebten touristischen Orten, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Bahnhöfen immer wieder einmal zu Taschendiebstählen. Außerdem wichtig ist es auch, vor allem die Wetterlage in Liechtenstein (vor allem beim Wandern) gut im Blick zu haben, da sich das Wetter auch manchmal schnell ändern kann und dies zu Gewittern, Erdrutschen oder Lawinen führen kann.

Das war unsere Reiseroute:

Das fürstliche Schloss Vaduz:

Unser erster Halt war beim berühmten Schloss Vaduz, in dem der Fürst von Liechtenstein seinen Sitz hat. Daher ist das Schloss selbst auch nicht für Touristen begehbar. Früher wurde das Schloss auch Hohenliechtstein genannt. Heute ist es das Wahrzeichen des Ortes und Sitz des Fürstenhauses Liechtenstein. Das Schloss Vaduz liegt ca. 120 Meter über der Gemeinde auf einer Felsterrasse. Die Ursprünge des Schlosses reichen wahrscheinlich zurück bis ins 12. Jahrhundert. Es wurde stetig erweitert und seit 1712 ist das Schloss im Besitz des Fürstentums Liechtenstein. Von 1905 bis 1912 wurde es nochmal eine weitreichenden Renovierung unterzogen und Fürst Franz Josef II. ließ es dann weiter ausbauen, sodass man es bewohnen konnte. Im Jahr 1939 zog dieser mit seiner Familie in dieses Schloss ein. Die Schlosskapelle befindet sich im Erdgeschoss und stammt bereits aus dem Mittelalter.

Eine Besichtigung im Inneren ist leider nicht möglich, aber es gibt Führungen in Vaduz, die einem etwas mehr Einblick in die Geschichte des Schlosses möglich machen.

Das Schloss selbst ist mit dem Auto sehr gut zugänglich, da es oben ein paar Parkmöglichkeiten gibt. Auch wenn man das Schloss von Innen nicht besichtigen kann, zweigen von hier aus viele schöne Wanderwege ab und man hat von oben von der Schlosswiese einen tollen Ausblick auf die Stadt und den Rhein. Zudem wird am 15. August auf der Schlosswiese der Liechtensteiner Staatsfeiertag gefeiert, wo der Fürst häufig auf einen Aperitif in den Schlossgarten einlädt.

Tipps für tolle Touren in Vaduz.

 

Die Hauptstadt Vaduz:

Auch die Hauptstadt „Vaduz“ von Liechtenstein mit seinen ca. 5.700 Einwohner/innen kann sich sehen lassen. Vaduz liegt direkt am Rhein und befindet sich in der Nähe der Schweizer Grenze, sodass man ganz leicht einen Abstecher dort hin machen kann. Die Sehenswürdigkeiten in Vaduz kann man ganz leicht zu Fuß erkunden.

Das Rathaus von Vaduz ist in der Fußgängerzone der Stadt zu finden. Das Rathaus wurde im Jahr 1932/1933 errichtet und musste in den 80er Jahren nochmal deutlich renoviert werden. Es ist vor allem an der relativ bunten Außenfassade erkennbar. Eine Besonderheit ist das Balkonfresko an der Südfassade von Johannes Troyer, das den hl. Urban, den Patron der Weinbauern, zeigt. Am Eingang sieht man das Gemeindewappen, das von Engelbert Ospelt in Stein gemeißelt wurde. Das Wappen bekam die Stadt nach dem Regierungsantritt von Fürst Franz Josef II. verliehen.

Das Kunstmuseum Liechtenstein gibt es erst seit dem Jahr 2000 und wurde 2015 nochmal erweitert. Hier finden alle Kunstliebhaber/innen Ausstellungen national und international zur zeitgenössischen Kunst. Zudem interessant für alle Kunstfans ist das Centrum für Kunst, das auch „L’Or du Rhin“ genannt wird. Es wurde in den 70er Jahren vom kubanischen Architekten und Künstler Ricardo Porro entworfen.  Der Finanzier Robert Altmann beauftragte den Künstler ein Büro mit einer Galerie zu entwerfen, um seine Privatsammlung an Kunstwerken hier auszustellen. Das Centrum für Kunst kann jedoch leider nicht von Innen besichtigt werden.

Zudem interessant zu sehen ist das Hollein Haus, das sich jedoch etwas außerhalb der Stadt befindet. Der Wiener Architekt zählt zu den berühmtesten Architekten der Welt und nach ihm wurde das Gebäude genannt.

Liechtensteinische Museen:

Öffnungszeiten (Schatzkammer): 10:00-17:00 Uhr
Eintritt: CHF 8 (für Erwachsene)

Wer von Museen nicht genug haben kann, sollte auch noch das Landesmuseum von Liechtenstein besuchen, indem es vor allem über die Kultur, Geschichte und auch die Natur von Liechtenstein geht.

Das Postmuseum ist für alle Briefmarkensammler/innen ein „Muss“, denn hier findet man unzählige alte Briefmarken, die man sich auch digital ansehen kann. Man kann sich somit auf eine digitale Zeitreise in die Vergangenheit begeben. Seit 1912 hat Liechtenstein sogar seine eigene Briefmarke.

Direkt neben dem Postmuseum befindet sich auch die wertvolle Schatzkammer von Liechtenstein. In diesem einzigartigen Museum gibt es besonders tolle Schätze aus Liechtenstein oder die in enger Verbindung mit Liechtenstein stehen. 

Ein Highlight ist z.B. der Fürstenhut oder auch „Fürstenhaube“ genannt, die für Fürst Franz Josef II. zum 40-jährigen Regierungsjubiläum hergestellt wurde. Auch das Mondgestein der Apollo-11-Mission mit Liechtensteiner Fahne ist ausgestellt und kann hier bewundert werden.

Unmittelbar in der Nähe befinden sich die imposanten Landtags- und Regierungsgebäude, die 2008 am Peter-Karl-Platz neu gestaltet wurden. Das Regierungsgebäude wurde bereits im Jahre 1905 im neubarocken Stil eröffnet. Im Landtagsgebäude befindet sich heute der Sitz des Landtags des Fürstentums Liechtenstein. Das Gebäude kostete ca. 42 Millionen Schweizer Franken.

Die neugotische Pfarrkirche St. Florin sollte man auf jeden Fall besuchen, wenn man in Vaduz unterwegs ist. Ende des 19. Jahrhunderts wurde diese Kirche vier Jahre lang vom deutsch-österreichischen Architekt Friedrich von Schmidt erbaut. Nachdem Vaduz im Jahr 1342 zu einer Grafschaft wurde, ging diese Kirche in den gräflichen Besitz über. 1869 war die Grundsteinlegung dieser Pfarrkirche, die später zur Kathedrale erhoben wurde. Die Fürstliche Gruft in Wranau diente der fürstlichen Familie bis zum zweiten Weltkrieg als Beisetzungsstätte. Als der erste Fürst Franz Josef II. schließlich in Vaduz wohnte, wurde auch die Grabstätte verlegt. Es dient außerdem heute noch als Grabstätte der fürstlichen Familie.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Vaduz:

Das Schädlerhaus, direkt neben der Kirche ist vor allem durch sein Äußeres bekannt. Es gilt als historisches Bürgerhaus im klassizistischen Stil. Es wurde 1872/73 als dreigeschossiges Wohnhaus mit Praxisräumen für die Ärzte Karl und Albert Schädler gebaut. Seit 1968 gehört dieses Gebäude dem Land Liechtenstein und mittlerweile gibt es im Inneren nur noch die Landesverwaltung. Vor diesem Gebäude findet man heute noch der ehemalige Grundriss der alten St. Florin Kapelle.

Das Rote Haus, befindet sich nördlich der Stadt Vaduz und ist ein Treppengiebelhaus mit angeschlossenem Wohnturm und einem Torkelgebäude, das 1388 erbaut wurde.

Etwas außerhalb nördlich von Vaduz liegt die berühmte Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein. Auf dem Gelände außen kann man das Gelände mit Weinreben auf und ab laufen und es wird einem mit Schildern erklärt, wann eine Weintraube reif ist und welcher Monat der Beste zum ernten und zum weiter verarbeiten ist. Bereits seit 1436 wird dort der Wein des Fürsten angebaut.

Köstlicher Geschmack in der Hofkellerei:

Öffnungszeiten: 07:30-16:30 Uhr (Mo-Fr) & jeden 1. Samstag 11:00-17:00 Uhr (April bis Dezember)

Im Inneren der Hofkellerei könnt ihr euch in Ruhe umschauen und auch verschiedene Weinsorten aus aller Welt und der Heimat probieren. Hier kommen Weinliebhaber/innen auf jeden Fall auf seinen/ihren Geschmack! Wir waren z.B. auch ganz angetan vom Haselnusslikör, den wir wirklich nur empfehlen können.
Die Hofkellerei hat von Montag bis Freitag von 7:30 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet und zusätzlich jeden ersten Samstag im Monat (von April bis Dezember) von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr.

Hier findet Ihr die offizielle Homepage

Ein absoluter Geheimtipp ist noch der Naturpark der Haberfeld der in unmittelbarer Nähe südlich der Hofkellerei liegt. Wer noch Zeit und Lust hat, sollte hier auf jeden Fall noch einen kleinen Abstecher in die Natur machen. Besonders mit Kindern lohnt sich hier eine Pause einzulegen.

Es gibt einen Walderlebnispfad sowie viele Weiher, Bäche und Spielplätze zu entdecken.

Wer noch etwas mehr von der Natur haben möchte, kann am Rheinufer entlang spazieren bis er an der alten Rheinbrücke ankommt. Die alte Rheinbrücke ist eine komplett überdachte Holzbrücke, die Vaduz und Sevelen miteinander verbindet. Bereits 1901 wurde diese insgesamt 135m lange Brücke fertiggestellt. Da der Rhein jedoch zweimal korrigiert wurde und die Brücke somit immer neu angepasst werden musste, wurde irgendwann auch ein Neubau fällig.

Hier findet ihr noch eine kleine Übersichtskarte über die Stadt Vaduz und ihre Sehenswürdigkeiten.

Hochgelegene Gemeinde Triesenberg:

Weiter ging unsere Fahrt in den Ort Triesenberg. Triesenberg ist ein sehr hügliges Gebiet und man fährt sehr viele Serpentinen bergauf und bergab. Es liegt direkt neben Vaduz und ist flächenmäßig die größte und höchstgelegene Gemeinde von Liechtenstein. Triesenberg ist eine Walsersiedlung und ist bereits ca. im 13. und 14. Jahrhundert entstanden und auch heute noch sehr von seinen Traditionen geprägt. In Triesenberg selbst ist die Sprache zudem noch etwas schwieriger zu verstehen, da diese einen uralten Walser-Dialekt sprechen.

In Triesenberg selbst kann man z.B. das Walsermuseum besichtigen, in dem man vor allem mehr über die Geschichte der Gegend und von Liechtenstein selbst erfährt. Direkt neben dem Walsermuseum befindet sich auch die St. Joseph at Parish Church, die von außen sehr alt aussieht, innen jedoch hochmodern mit schönen Fenstermosaiken gestaltet ist. Besonders in das Auge sticht der Zwiebelturm der Kirche. Auch der Lama- und Alpakahof in Triesenberg ist mittlerweile ein „Muss“. Wer eine Lama- oder Alpakatour machen möchte, muss sich vorher anmelden. Zudem kann man anschließend noch in einem echten Tipi übernachten, was wirklich cool ist. Leider hatten wir nicht genügend Zeit um das noch zu machen. Direkt daneben gibt es auch einen sehr coolen kleinen Hofladen, den man unbedingt unterstützen sollte, da man hier absolut regional Produkte kaufen kann (unbezahlte Werbung!).

Die offizielle Homepage der Betreiber findet ihr hier.

Liechtensteiner Traumseen:

Anschließend ging unsere Autofahrt weiter zu zwei traumhaft schönen Seen in der einzigartigen Landschaft von Liechtenstein: Gänglesee und Stausee Steg

Südöstlich der Stadt Vaduz und unterhalb von Triesenberg liegen diese zwei tollen Bergseen. Der Gänglesee liegt ca. 1.300 m über dem Meeresspiegel in einer traumhaften Alpenkulisse. Der Valünerbach fließt durch ihn. Direkt am Gänglesee gibt es einen großen Parkplatz, sodass man dort auch gut mit einem Wohnmobil parken kann. Von hier aus starten auch viele tolle Wanderungen, die man hier beginnen kann. Wir sind auch im Restaurant „Seeblick“ eingekehrt für eine kleine Kaffeepause mit Blick auf den See, wo man aber auch ein Mittag- oder Abendessen zu sich nehmen kann, aber denkt daran, dass ihr Schweizer Franken bei euch haben müsst 😉

Aussicht vom Schloss Gutenberg:

Öffnungszeiten: 10:00-19:00 Uhr

Zum Abschluss unseres Tages in Liechtenstein sind wir noch zum Schloss oder Burg Gutenberg gefahren. Dies befindet sich noch einmal deutlich südlicher der Stadt Vaduz, fast an der Grenze zwischen Liechtenstein und der Schweiz. Diese Burg befindet sich ca. 70m auf einem freistehenden Hügel, den man erst einmal besteigen muss. Rund um diesen Hügel wird Wein angebaut, das man auf dem Weg hinauf bestaunen kann. Es ist eine hochmittelalterliche Burg, die ursprünglich eine Kirche mit Friedhof war. Erstmals schriftlich erwähnt wurde sie 1263 und ab Anfang des 14. Jahrhunderts gehörte sie den Freiherren von Frauenberg. Anschließend war sie knapp 500 Jahre in den Jahren der Herzöge von Österreich und anschließend der Habsburgern. Die Ruine wurde in den Jahren von 1905 bis 1912 wieder neu aufgebaut und kann heute das ganze Jahr über besichtigt werden. Seit dem Jahr 1979 ist die Burganlage denkmalgeschützt und im Besitz des Landes Liechtenstein. Die Burgkapelle sowie der Rosengarten sind jedoch nur noch von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet. Von Mai finden mit Voranmeldungen auch Führungen auf der Burg statt und im Sommer ein Kulturprogramm. Zudem hat man eine tolle Aussicht von oben auf die Stadt.

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