Thailand - Das südostasiatische Paradies - Glücksreisen²
Thailand Ang Thong Nationalpark
Fernreisen,  Roadtrip

Thailand – Das südostasiatische Paradies

"Das große Glück ist die Summe vieler kleiner Freuden“
Ying Yang
buddhistische Weisheit

Wie alles begann…

Die große Reiselust begann nach der ersten großen Fernreise in das südostasiatische Thailand. Dieses Land öffnete uns zum ersten Mal die Augen und man „schaute über den Tellerrand hinaus“. Eine völlig fremde, neue Welt eröffnete sich dort, die man mit Europa nicht vergleichen kann.

Familie und Freunde, die mich kennen würden heute wahrscheinlich sagen, dass ich gerne alles vorausschauend plane. Damals habe ich eine Reiseroute für Thailand geplant, aber nicht viel mehr. Alles was ich in der Hand hielt, war meist der Stefan-Loose-Reiseführer, um die nächste Übernachtung zu planen.

Wir sind damals in der „klassischen Regenzeit“ im August und September gereist. Davon war aber eigentlich kaum was zu spüren, da es nur 3x geregnet hat, dafür aber dann kurzzeitig richtig stark. Wir haben den Tipp bekommen im August/September eher an der östlichen Seite zu reisen und zu relaxen und nicht an der Andamanenküste zu diesem Zeitraum.

In Thailand zahlt man mit Baht. Wechselkurs = 1 Euro sind ca. 37 Baht

Es gibt in Thailand verschiedenste Reiseverkehrsmittel von TukTuk(bekanntestes 3-Rädriges Gefährt), Songthaew(offener Minibus), Minibusse über Linienbusse, Taxis und Züge. Der Linienbus hat meist ca. 50 oder 60 Baht gekostet. Der Zug z.B. 91 Baht (je nachdem wo man hinmöchte), das Songthaew 40 Baht, TukTuk 60 Baht, ein Roller mit Tanken 250 Baht am Tag, der Minibus 155 Baht.

Achte darauf, dass ein Taxometer läuft und verhandle vorher den Preis!
Häufig ist der Preis (außer bei Zügen und Linienbussen) verhandelbar. Zahlt nicht den ersten Preis, der Euch angeboten wird!

Auf der Insel Koh Phayam mussten wir Benzin aus Flaschen kaufen, was für uns sehr ungewöhnlich war.

Probiert die vielen Leckereien aus Thailand! Mein Lieblingsgericht war ganz klassisch z.B.  „Fried Rice with Chicken“ oder auch „Pad Thai“, wenn es ganz frisch an einem Stand gekocht wurde. Wichtig zu wissen, dass das Essen bei manchen Gerichten viel schärfer gewürzt ist als bei uns. Wer also nichts Scharfes essen möchte, sollte daher nachfragen oder darauf achten. Immer wieder gab es viele Freunde/Bekannte, die von Magen-Darm-Problemen in Thailand geplagt waren. Ein guter Tipp ist stets dort zu essen, wo viele Einheimische sich auch ihr Essen holen. Außerdem solltet ihr nach Möglichkeit Eiswürfel in den Getränken vermeiden.

Probiert unbedingt die superleckeren frischen Früchteshakes wie z.B. Ananas- oder Bananenshake, sowie die Früchte an sich. Vieles schmeckt dort einfach viel süßer und besser, da es dort reif geerntet wird und nicht grün geerntet und bei uns in Supermarktregalen reift.

Wer viel Zeit und die asiatische Küche liebt, sollte an einem der angebotenen Kochkurse* teilnehmen. Dort lernt man von Einheimischen die Geheimnisse der heimischen Küche.

In Räumen ist es häufig sehr kalt aufgrund der Klimaanlage, die auf „Eiszeit“ gestellt ist. Nimm Dir besonders für Züge einen Schal oder ein Jäckchen mit!
Achte in Tempeln darauf, dass Deine Kleidung über die Schultern und über die Knie geht!
In Thailand konnten immer wieder unsere Kleidung für wenig Geld waschen, sodass man gar nicht so viel einpacken muss.

Vertraue nicht gleich allen fremden Menschen dort, denn guter Rat kann manchmal teuer werden! Besonders in Bangkok haben uns immer wieder mehrere Menschen angesprochen, ob sie uns den Weg zeigen sollen, sobald man mit einer Karte in der Hand da steht. Danach verlangen sie jedoch häufig Geld dafür. Also ein gesundes Misstrauen, wie sonst auch ist angebracht, auch wenn manche vielleicht tatsächlich nur helfen wollen. So haben wir die Thailänder/innen nämlich auch erlebt.

Hier noch eine grobe Kostenübersicht, wie sich unsere Ausgaben in Thailand aufgegliedert haben. Die Summe ist jeweils der Gesamtbetrag für 2 Personen.

Wer vorhat länger zu bleiben und auf sein mobiles Internet zu verzichten, sollte sich eine lokale SIM-Karte* für’s Handy zulegen.

Wir haben lange überlegt, ob wir auch (wie viele Andere) eine Backpackingreise durch Thailand machen sollen. Schlussendlich haben wir uns für eine „Kofferreise“ entschieden, da wir sowieso vorher immer unser Gepäck ablegen wollten. Dadurch konnten wir die Sehenswürdigkeit an sich mehr genießen und vor Ort flexibel sein.

Am 17.08.2013 ging die Reise nach Thailand los. Wir sind mit der Fluglinie „Emirates“ mit einer Zwischenlandung in Dubai nach Bangkok geflogen. 

Bangkok:
Sehenswürdigkeiten in Bangkok:

Ganz klar ein „Muss“ ist der Königspalast und -tempel in Bangkok. Wir sind mit dem Expressboot für 40 Baht über den Fluss dorthin gefahren. Der Königspalast und das Gelände haben uns sehr beeindruckt, da es riesig ist. Es ist sehr bunt, überall glitzert und funkelt es.

Der Smaragdbuddha ist ein nationales Heiligtum, der aus Jade hergestellt wurde und sehr klein ist. Er befindet sich auch auf dem selbigen Gelände.

Wichtig: Falls Du in den Königspalast und weitere Tempel möchtest – bitte zieht mind. ¾ Hosen und
mind. ein T-Shirt an, da Ihr Euch ansonsten eine Hose ausleihen müsst und es dort lange Schlangen gibt. 
Auch die Frauen müssen einen grünen Mantel überwerfen, wenn Ihr zu leicht bekleidet seid. Zudem muss jede/r ohne Schuhe eintreten.

Wir sind einmal durch Chinatown geschlendert, was schon an sich beeindruckend war. Am meisten haben uns jedoch die Masse an Rollerfahrer (die ja überall in Bangkok zu sehen sind) erstaunt.

Besuch des Golden Mount:

Außerdem haben wir den Golden Mount „bestiegen“, bei dem man den goldenen Buddha sehen kann. Jedoch war es abends um 18 Uhr schon zu, sodass wir nicht mehr zu diesem Genuss kamen. Wir sind hingegen vielen Mönchen dort begegnet.

Auch das Jim Thompson House hatte abends schon geschlossen, also falls Ihr es sehen wollt – der frühe Vogel…. Wir sind jedoch von dort aus mit dem „Skytrain“ zurück in die Stadt gefahren, was schon eine einmalige
Erfahrung war.

Die berühmte Khaosan Road, die vor allem unter Touristen auch durch „Hangover 2“ noch bekannter geworden ist, ist vor allem eine lange Straße für Backpacker und Touristen. Dort kann man Souvenirs kaufen, sich
Fußmassagen gönnen oder das Nachtleben genießen. Wir fanden sie jedoch nicht wirklich sehenswert.

Eines unserer großen Highlights war die Skybar Baiyoke II Tower, von dem man im 84. Stock eine traumhafte Aussicht über ganz Bangkok hatte. Zum stolzen Eintrittspreis waren jedoch ein Cocktail sowie Popcorn und Nüsse inklusive. Will man die Aussicht noch besser genießen reserviert man sich am besten Abends beim Buffet* einen Platz im Außenbereich.

Eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind vermutlich auch die „schwimmenden Märkte“ in der Nähe von Bangkok. Leider haben wir es jedoch nicht mehr geschafft diese zu besuchen.

Ayutthaya:

Mit dem Zug („Bummelzug“) sind wir von Bangkok nach Ayutthaya (oder im vollen Namen Phra Nakhon Si Ayutthaya) gefahren und anschließend mit dem TukTuk zum Wat Mahathat. Ayutthaya zählt zu Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe und war früher im siamesischen Reich eine Königsstadt. Heute kann man die Ruinen der früheren Königsstadt sowie die Tempelanlagen besichtigen. Wir sind zum Alten Palast im Rama Park gelaufen. Sehr bekannt ist auch der Buddhakopf, der von Wurzeln eines Baumes umschlossen wird.

Aus unserer Sicht auf jeden Fall ein Besuch wert!

Phitsanulok:

Weiter ging es bei uns mit dem Expresszug nach Phitsanulok, was ca. 6 Stunden dauerte. Auch hier haben wir weitere Tempel besucht wie z.B. den Wat Phra Si Rattana Manhathat und den Wat Nang Phaya.  In Phitsanulok haben wir uns zum ersten Mal eine Thai Massage (1 Stunde – 3 Euro) gegönnt. Abends sind wir am Nachtmarkt von Phitsanulok am Fluss entlang durchgelaufen.

Sukothai:

Mit dem Bus ging unsere Reise weiter. Unser nächster Halt war Alt-Sukothai, das auch für seine schöne alte Ruinenstadt bekannt ist. Es empfiehlt sich ein Fahrrad auszuleihen und einmal durch den Sukothai Historical Park zu fahren und die vielen wundervollen Ruinen zu entdecken.

Chiang Mai:

Auch von Sukothai aus sind wir mit dem Bus weiter zur allseits bekannten Stadt im Norden Thailands „Chiang Mai“ gefahren. Es hat gute sechs Stunden gedauert bis wir in Chiang Mai ankamen. Wir haben einen Rundgang durch Chiang Mai  beim Tape Gate durch die Altstadt gestartet und mehrere Tempel besucht sowie den Warorot-Markt.  Abends sind wir auf den bekannten Nachtmarkt. Hier lohnt es sich wirklich einmal durchzulaufen, da dort einem einiges geboten wird. Von Musik bis hin zu Früchten, Gewürzen, Tees, Elektroartikel, Bilder, Kleidung etc. Wie bei jedem größeren Gedränge empfiehlt es sich auch hier auf seine Wertsachen aufzupassen.

Außerdem haben wir einen Tag mit „bamboo rafting“ und in einem Elefantencamp verbracht. Im Nachhinein muss ich jedoch leider sagen, dass die Elefanten dort nicht so gut behandelt werden, wie den Touristen vorgaukelt wird.

Außerdem sind wir mit dem Songthaew zum Ma Saem Waterfall und anschließend in den Doi Suthep Nationalpark gefahren. Dieser Besuch war wirklich ein einmaliges Erlebnis und wie es in einem tropischen Regenwald so Gang und Gebe ist, gab es auch einmal einen plötzlichen heftigen Regenschauer der innerhalb von ein paar Minuten auch wieder vorbei war.
Von Chiang Mai reisen viele auch noch weiter zu den Städten Chiang Rai und Pai, die sicherlich auch sehr sehenswert sind.
Wir haben von Chiang Mai aus den Nachtzug zurück nach Bangkok genommen. Dieser ging um 17 Uhr los und kam um 9 Uhr in Bangkok an.

Unsere Erfahrungen zum Essen gehen in Chiang Mai:

Frühstück im „Blue Diamond Breakfast“ –> sehr lecker! Selbstgemachte Croissants, Butter, Marmelade und vieles mehr!

·         Frühstück im Black Canyon

·         Abendessen im Kafé -> es hat lange gedauert aber es war sehr lecker! 

Kanchanaburi:

Von Bangkok aus ging es weiter mit einem Minibus nach Kanchanaburi, was ungefähr 2 ½ Stunden dauerte. Wir haben wieder Fahrräder dort im Ort ausgeliehen und sind damit zur bekannten River Kwai Bridge (oder die Brücke über den Kwai) gefahren. Darüber wurde auch ein Roman geschrieben und ein Film gedreht. Die damals über 415 km lange Strecke mit seiner Brücke ist bekannt für die vielen asiatischen Zwangsarbeitern, vielen Kriegsgefangenen und mehreren Opfern, die sie in Thailand damals im 2. Weltkrieg gefordert hatte. Wir haben damals auch das Jeath Death War Museum dort mit der traurigen Geschichte besucht.

Unsere Unterkunft: Apple Retreat Guesthouse -> sehr freundliche Frau mit guten Englisch

Hua Hin:

Von Kanchanaburi aus haben wir auf mehrere verschiedene Reisetransportmittel bis nach Rachaburi umsteigen müssen wie z.B. Rikscha, Minivan und Linienbus. Interessant mitzuerleben war, dass der Linienbus nie wirklich richtig anhielt, sondern immer leicht weiterfuhr. In Hua Hin haben wir zum ersten Mal den weichen langen Strand in Thailand gesehen. In Hua Hin am Strand laufen mehrere Pferde und Ponys für einen Fotostopp mit Touristen auf und ab. Abends haben wir in einem Seafood Restaurant am Meer Reis aus einer Ananas gegessen. Am nächsten Tag haben wir in unserem Hostel einen Roller mit Helm ausgeliehen, (was nicht selbstverständlich in Thailand ist!)um die Umgebung zu erkunden. Wir haben uns auf den Weg zum Khao Sam Roi Yot Nationalpark gemacht. Der Weg dorthin war schwieriger als gedacht und wir mussten mehrmals nach dem Weg fragen. Doch das hat sich wirklich gelohnt! Wir haben Eidechsen gesehen, ungewöhnliche Spinnen, Fledermäuse in den Höhlen (wie z.B. die Phraya-Nakhon-Höhle) und wunderschöne Strandbuchten. Es gibt einen außerdem einen Aussichtspunkt bei Khao Daeng.

Unsere Übernachtung: King´s Home -> ein sehr netter und hilfsbereiter Niederländer mit familiärer Atmosphäre 

Chumpon und Ranong:

Von Hua Hin ging es weiter mit dem Zug drei Stunden nach Chumphon und vor dort aus wollten wir eigentlich mit einem Minibus weiterfahren. Irgendwann bot uns ein Herr eine Mitfahrgelegenheit nach Ranong an. In Ranong haben wir einen Ausflug nach Ko Phayam mit der Fähre gemacht und sind dort mit dem Roller herumgefahren. Die Insel war dort wie ausgestorben. Es gab einen weitläufigen, weißen Strand mit vielen weißen kleinen Krebsen und Kokosnüssen. Außerdem haben wir dann noch mit einem Songthaew die „Hot Springs“ dort besichtigt. Man musste einen Berg hochlaufen und konnte dann (als  Frau mit einem T-shirt und Shorts) die heißen Quellen in einem 65 Grad warmen kleinen Becken genießen.

Suran Thani:

Weiter ging es dann von Ranong aus nach Suran Thani mit dem Songthaew und Minibus, um zu unserem Hauptziel Don Sak Pier zu gelangen und anschließend mi der Fähre (SeatransFerry) nach Koh Samui zu fahren. Insgesamt hat die Fahrt dorthin ca. 2 ½ Stunden gedauert und war wirklich entspannt. Dort angekommen wurden wir von 100 Taxifahrern belagert, die uns alle zu unserem Hotel für extrem hohe Preise (300 Baht) fahren wollten.

Koh Samui:

Auf Koh Samui wollten wir uns auch hauptsächlich noch eine Woche am Strand von den vielen Eindrücken erholen. Wir haben hauptsächlich am Strand relaxt, sind mit dem Kajak auf dem Meer gepaddelt und haben Strandspaziergänge gemacht.  Auffällig waren die vielen riesigen Quallen, die zu dem Zeitpunkt im Meer waren und uns auch schon andere Urlauber/innen deswegen angesprochen hatten, dass man im Meer Acht geben sollte.

Wir haben uns trotzdem wieder einen Roller gemietet und noch die Insel erkundet.

  • Nathon
  • Bophut (kleines Fischerdörfchen)
  • Big Buddha
  • Chaweng (sehr touristisch dort)
  • Lamaibeach
  • Valentinestone
  • Geschlechtsteile „Hin Ya und Hin Yu“ + „grandmother and grandfather“
  • Mumifizierter Mönch
  • Numang Waterfall 2

Essen auf Koh Samui:         Mango Tree im Lipnoi Beach: sehr leckeres Essen!

Wie aus dem Urlaubsprospekt!

Mein persönliches Highlight jedoch war der Ausflug zum Ang Thong Marine Nationalpark*. Diesen Besuch musste man jedoch über einen Anbieter buchen. Vom Nathon Pier aus fuhren wir mit einem Boot und die restlichen paar Meter mit einem Longtailboat zur Insel hin. Man konnte entweder am wunderschönen weißen Strand bleiben oder (wie wir) den Berg mit verschiedenen Viewpoints (100m, 200m, 350m und 500m) erklimmen. Unsere Guides sind barfuß die Steinfelsen hinaufgerannt und hatten motivierende Worte wie „today- not tomorrow“ parat. Der Weg hoch war sehr steil und nicht gesichert. Es gab nur Felsen und ab und an ein Seil, wo man sich festhalten konnte. Jede Schweißperle war jedoch die traumhafte Aussicht wert! Anschließend haben wir noch eine kleine Kajaktour durch die Grotten und Höhlen gemacht sowie die Blue Lagoon dort angesehen. Außerdem konnte man noch schnorcheln und tolle kleine bunte Fische im kristallklaren blauen Wasser erkennen.

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