Warnemünde Sandstrand Mole
Deutschland,  Städtetrip

Die maritime Hansestadt Rostock mit dem charmanten Warnemünde

Rostock ist bekannt als wunderschöne maritime Hanse- und Universitätsstadt an der Ostsee mit ca. 209.755 Einwohner/innen. Zu den Sehenswürdigkeiten in Rostock zählen unter anderem die tollen Fischrestaurants an jeder Ecke, eine der ältesten Universitäten von Nordeuropa und wunderschöne Kirchen und Klöster. Zudem hat Rostock ein maritimes Flair, alte Stadttore, einen tollen Stadthafen und noch vieles mehr zu bieten. Da das charmante Seebad Warnemünde ein Stadtteil der Stadt Rostock ist, bietet es sich einfach an, die Seele am Strand nach einem Stadtspaziergang baumeln zu lassen.

Da es dort nochmal einige weitere Sehenswürdigkeiten gibt, haben wir den Beitrag Rostock und Warnemünde zur besseren Übersicht etwas unterteilt.

Inhalte:

Rostock Ständehaus

Unsere Reisetipps für Rostock und Warnemünde:

Die beste Reisezeit, um etwas Glück auf wärmeres und eher beständigeres Wetter in Deutschland zu haben sind die Monate Mais bis September. Natürlich kann es generell nicht schaden, den Regenschirm und die Regenjacke mit einzupacken.

In den meisten Cafés, Restaurants und auch Bars kann man mittlerweile mit EC-Karte oder Kreditkarte bezahlen. Vereinzelt gibt es jedoch noch ein paar, die nur Bargeld annehmen, daher lohnt es sich etwas Bargeld in der Tasche dabei zu haben.

Mit dem öffentlichen Nahverkehr (VVW) in Rostock kommt man ganz leicht von A nach B. Das Meiste ist ganz einfach per S-Bahn, Bus oder Straßenbahn erreichbar.

Eine Möglichkeit ist z.B. auch die RostockCard, das für die Hanstestadt Rostock, aber auch teilweise für das Umland mit gilt. Dieses Ticket kann man entweder für 24 Stunden für 13 Euro oder 48 Stunden für 18 Euro kaufen. Es gilt für eine Person für den gesamten öffentlichen Nahverkehr. Die Fahrtickets können entweder online per App, beim Personal, in den Fahrzeugen oder an Automaten gekauft werden.  Eine normale Tageskarte in Rostock kostet 6,30 Euro. Ein Einzelticket für eine Fähre kostet 1,60 Euro.

Hier bekommst du eine sehr gute Übersicht über die verschiedenen Tickets: https://www.verkehrsverbund-warnow.de/tarife-tickets/ticketuebersicht.html

Unser Hotel in Rostock: Hotel Denkmal 13 Rostock – Kaufmannshaus Krahnstöver* 
Sehr individuell und authentisch eingerichtete Hotel mitten in der Stadt von Rostock. Leckeres Frühstück und sehr nettes Personal. 

Alternativen sind: 

  • Arthotel Ana Amber* 
    Etwas außerhalb der Innenstadt, dafür aber direkt am Warnowufer. Neues Hotel mit moderner Einrichtung sowie ausreichendes Frühstücksbuffet. 
  • prizeotel Rostock-City*
    Farbenfrohes, modernes Hotel mit guter Stadtlage. Die Zimmer sind ausreichend groß und das Frühstück reichhaltig. 

Generell kann man sagen, dass Rostock an sich eine sichere Stadt ist, die man unbedenklich bereisen kann. Lichtenhagen 1992 hat dafür gesorgt, dass Rostock eher in ein schlechteres Licht gerückt war. Dierkow, Toitenwinkel, Lichtenhagen werden immer wieder einmal als Viertel genannt, die hin und wieder in den Nachrichten sind aufgrund Kriminalität. Trotzdem kann man das nicht pauschalisieren und wir haben Rostock als sehr offene und sichere Stadt erlebt.

Natürlich steht der Fisch und jegliche Fischgerichte in Rostock hoch im Kurs und sollten Fischliebhaber/innen definitiv probieren! Viele klassische Gerichte in Rostock und generell in Deutschland bestehen ansonsten aus Kartoffeln, Knödel, Fleisch und Wurst, aber auch Gemüseeintöpfe. Eine absolute Empfehlung für ein „traditionelles Fischrestaurant“ und mit viel Liebe eingerichtet ist das „Zur Kogge“.  Auch das „Zwanzig12“, das „Borwin Hafenrestaurant“ und „die Grüne Kombüse“ sollen empfehlenswert sein, können wir jedoch nicht beurteilen.

Ein weiterer toller Tipp für alle Schleckermäuler unter euch ist das „Törtchenlokal Waldenberger“, das jeden Tag frisch zubereitete Kuchen und Torten anbietet.

Sehr traditionell ist auch das „Original Lehment Rostocker“, was ein Doppel-Kümmel ist. Noch bekannter ist jedoch das Rostocker Pils durch die stetige Werbung im Fernsehen.

Rostock: Neben den klassischen Fotos in Rostock können wir das Hafengebiet empfehlen. Mit den grandiosen Schiffen und den Kränen findest du dort mit Sicherheit ein spezielles Reisebild. 

Warnemünde: In Warnemünde selbst bietet sich tolle Fotomotive, doch für uns am meistens faszinierend sind die beiden Molen mit ihren Leuchttürmen. Egal bei welchem Wetter sind sie perfekte Motive für ein gelungenes Bild.

Unsere Top Sehenswürdigkeiten in Rostock und Warnemünde:

Da es sich einfach super anbietet Rostock und Warnemünde miteinander zu verknüpfen, da man direkt Stadt mit Strand verbinden kann, haben wir unsere Highlights in diesem Beitrag zusammengefasst.

Spaziergang über die Kröpeliner Str.:

Da wir aufgrund unserer Roadtrips durch Deutschland mit dem Auto unterwegs waren, haben wir erst einmal unser Auto im Contipark Parkhaus am Rande der Stadt geparkt, was sich als guter Ausgangspunkt gezeigt hat. In Rostock ist alles gut fußläufig erreichbar, daher haben wir einen kleinen Stadtrundgang durch Rostock gemacht.

Es lohnt sich den Stadtspaziergang über die Rungenstraße über die große Shoppingmeile „Kröpeliner Straße“ am Universitätsplatz zu beginnen und das bunte Treiben einfach auf sich wirken zu lassen. Wer möchte, kann natürlich auch gerne mit einer Shoppingtour starten oder sich die Straße einfach für später merken. Ansonsten kannst du natürlich auch an einem geführten Stadtrundgang* teilnehmen. Die Kröpeliner Straße ist bereits seit 1968 eine reine Fußgängerzone und wirkt durch seine bunten Häuser aus verschiedenen Epochen besonders einladend. Man findet Häuser im Gotikstil, Barockhäuser, aber auch Plattenbauten. Es gibt in dieser Straße eine Vielzahl an Geschäften, Boutiquen, Cafés uvm.

Kröpeliner Tor:

Öffnungszeiten: März – Oktober: täglich, 10:00-18:00 Uhr & November – Februar: täglich, 10:00-17:00 Uhr
Eintritt: Erwachsene 3  

Am Ende der Straße findest du das berühmte Kröpeliner Tor, was eins der vier Stadttore ist. Es wurde bereits im 13. Jahrhundert erbaut, ist 54 Meter hoch und war damals Bestandteil der Stadtmauer von Rostock. Im Inneren gibt es sechs Stockwerke und eine Ausstellung zur Rostocker Stadtbefestigung.

Brunnen der Lebensfreude und die Universität:

Wenn du die Kröpeliner Straße entlang gehst, wirst du bald darauf auf den berühmten „Pornobrunnen“ treffen, der sich inmitten des Platzes vor der Universität befindet. Der eigentliche Namen dieses Brunnens heißt „Brunnen der Lebensfreude“, der von den Rostocker Künstlern Reinhard Dietrich und Jo Jastram 1980 eingeweiht wurde. Dieser Brunnen und Platz soll als Treffpunkt dienen sowie die Einheit zwischen Tier, Mensch und Wasser darstellen. Hier befinden sich 26 Thermalquellen und 18 Wasserfontänen, die als Symbol für die Hansestadt Rostock stehen. Da der Brunnen eine Skulptur mit einem nackten Paar sowie ein anderes Paar mit deutlich erkennbaren Genitalien darstellt, bekam dieser „Brunnen der Lebensfreude“ den Spitznamen „Pornobrunnen“.

Direkt dahinter befindet sich die Rostocker Universität, die älteste Universität im Ostseeraum. Sie wurde bereits im Jahr 1419 gegründet und zählt damit zu den ältesten Universitäten von ganz Deutschland. Es gibt dort mehr als 170 Studiengänge zur Auswahl. Das Gebäude ist denkmalgeschützt und kann auch besichtigt werden.

Marienkirche:

Öffnungszeiten: Mai – September: Mo – Sa, 10:00-17:45 Uhr, So 11:45 – 17 Uhr &
Oktober – April: 
Mo – Sa, 10:00-12:15 Uhr, 14:00 – 16:00 Uhr, So 11:00 – 12:15 Uhr
Eintritt: Erwachsene 3€ 

Anschließend lohnt es sich die bedeutende Marienkirche zu besichtigen. Sie wurde im 13. Jahrhundert im norddeutschen Gotikstil erbaut. Heute hat sie eine dreischiffige Basilika, die damals vom 13. bis 15. Jahrhundert erweitert wurde.

Die Marienkirche wirkt bereits von außen sehr imposant, doch es lohnt auch ein Blick ins Innere, denn da erwartet dich nochmal ein Highlight. Im Inneren befindet sich die berühmte astronomische Uhr. Die heutige Uhr vom Jahre 1472, die in der Marienkirche zu sehen ist, ersetzte die Vorherige, die bereits im Jahr 1379 fertiggestellt wurde. Hans Düringer hat das Uhrenwerk dieser astronomischen Uhr gebaut. Das Uhrenwerk läuft genauso exakt wie damals und wird daher als mittelalterliches Meisterwerk der Technik bezeichnet. Die astronomische Uhr ist ca. 11 Meter hoch und befindet sich hinter dem Hochaltar. Sie ist mit vielen Figuren sowie gotischen Zahlen verziert. Zwischen 1641 und 1643 wurde diese Uhr überarbeitet. Dabei wurde das Glockenspiel und der Apostelumgang angefertigt. Die Besonderheit hierbei ist, dass jeden Tag um 12 Uhr und um Mitternacht sich die Türen öffnen und sechs Apostel hervortreten, was ein beliebtes touristisches Schauspiel ist.

"Neuer" & "Alter" Markt:

In unmittelbarer Nähe liegen der bekannte „Neue Markt“ und das Rathaus. Der „Neue Markt“ ist neben dem „Alten Markt“ und dem Universitätsplatz einer der drei bedeutendsten Marktplätze der Altstadt Rostock. Es liegt mitten im Herzen der historischen Stadt. Er war damals relativ schnell ein wichtiger wirtschaftlicher Mittelpunkt von Rostock. Hier wohnte früher vor allem die Oberschicht in den Giebelhäusern bis sie später im barocken oder klassizistischen Stil umgebaut wurden. Im zweiten Weltkrieg wurde ein Teil des Marktes zerstört. Damals wie auch heute wird dieser Platz als Marktplatz genutzt und Händler/innen bieten ihre Waren zum Wochenmarkt an. Besonders schön ist der Markt vor allem, wenn der Oster- oder Weihnachtsmarkt dort die Menschen hinlocken.

Rathaus von Rostock:

Direkt am Neuen Markt befindet sich auch das Rathaus, das man an dem auffallend rosa Gebäude erkennen kann. Aber nicht nur wegen seiner Farbe sticht es auf dem Platz hervor: das historische Rostocker Rathaus vereint mehrere Baustile miteinander. Das Haus wurde im 13. Jahrhundert als Doppelhaus mit zwei Etagen erbaut und ist somit der älteste Profanbau der Stadt. Es gilt zudem als einer der ältesten Profanbauten  der Backsteingotik im Ostseeraum. Das mittelalterliche Gebäude wird heute durch barocke Vor- und Umbauten verdeckt. Unter den Arkaden des Vorbaus kann man Teile der gotischen Backsteinmauer erkennen. Damals diente dieses Gebäude auch als Kaufhaus für verschiedene Händler. Die Stadtverwaltung und somit dessen Gebäude wurde stetig erweitert. 2002 wurde die Sanierung des Rathauses vorerst abgeschlossen. Wer möchte, kann noch mehr über das Rostocker Rathaus erfahren und eine historische Stadtführung machen.

St. Petrikriche und St. Nikolaikirche

Öffnungszeiten: Mai – September: täglich, 10:00-18:00 Uhr & Oktober – April: täglich, 10:00-16:00 Uhr (unregelmäßige Öffnungszeiten: am besten auf der Website vorher schauen, da sie immer wieder durch Veranstaltungen geschlossen ist.)
Eintritt für die Kirche ist frei.
Eintritt für die Aussichtsplattform: Erwachsene 4€  

Wer möchte kann hier auch nochmal einen Abstecher zur St. Petrikirche oder zur St. Nikolaikirche machen, die auch sehr sehenswert sind.

Die St. Petrikirche ist die älteste und höchste Kirche in Rostock mit 117 Metern Höhe. Sie ist Mitte des 14. Jahrhundert im nordgotischen Stil erbaut worden. Sie wurde im Laufe der Jahre mehrfach erweitert und umgebaut. Besonders empfehlenswert ist vor allem die Aussichtsplattform auf dem Turm der Kirche. Nach 196 Stufen oder ganz bequem mit dem Aufzug erreicht man diese Plattform und hat eine tolle Aussicht über die Stadt.

Auch die St. Nikolaikirche, die südlich von der St. Petrikirche liegt und etwas östlich der Stadt, ist einen Besuch wert, wenn man dies möchte. Sie gilt als einer der ältesten noch erhaltenen Hallenkirchen und wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Sie hat nochmal einen ganz anderen Stil als die Kirche zuvor. Im zweiten Weltkrieg wurde sie bei einem Bombenangriff schwer beschädigt und das Langhaus sowie der Turm brannten komplett aus. In den 70er wurde sie nochmal komplett rekonstruiert und bekam auch ein gotisches Hallendach mit 20 Wohnungen.

Petrikirche_Abendpanorama

Steintor:

Als nächster Stopp lohnt sich das Steintor sowie das Ständehaus von Rostock, die direkt nebeneinander liegen. Das Steintor wurde 1270 im gotischen Stil erbaut und ist von 1574 bis 1577 im Renaissancestil umgebaut worden so wie man es heute noch sehen kann. Dieses Steintor hatte damals große Bedeutung, da es zur Stadtmauer gehörte und es der Haupteingang der Stadt war durch das auch Fürsten gelangten. 1566 wurde das Steintor sowie Teile von der Stadtmauer auf den Befehl des Herzogs Johann Albrecht I. niedergerissen, sodass es später im niederländischen Renaissancestil wieder von den Rostockern aufgebaut wurde. Im zweiten Weltkrieg wurde es nochmal schwer zerstört. Zur Stadtseite hin tragen drei Löwen drei Wappen: den Greif als Geheimsiegel, einen Stierkopf als großes Stadtsiegel sowie das dreifarbige Schild mit dem Greif als hanseatisches Stadtwappen und als Schutztier der Stadt. Dieses Steintor gehörte zu einer der vier Haupttore von Rostock.

Ständehaus:

Eine weitere architektonische Sehenswürdigkeit ist das Ständehaus, das unmittelbar daneben liegt. Es zählt zu den bedeutendsten erhalten Gebäuden im Stil des Historismus. Es wurde von 1889 bis 1893 von dem Baumeister Möckel direkt neben dem Steintor errichtet. Die äußere Fassade ist sehr beeindruckend gestaltet und sticht einem sofort ins Auge. Es hat eine Vielzahl von Türmen und verschiedenen Fensterbögen. Das Innere des Hauses ist ebenfalls prunkvoll gestaltet und hat einen Lichthof, eine Freitreppe sowie einen besonders schönen Festsaal. Nachdem damals die Stände aufgelöst wurden, stand es lange Zeit frei. In DDR-Zeiten wurden es von der Volksmarine als Klubhaus genutzt und heute befindet sich im Inneren das Oberlandesgericht Rostock.

Rostocker Rosengarten:

Anschließend kann man sich eine wohlverdiente Pause im wunderschönen Rostocker Rosengarten gönnen. Natürlich muss man auch zur richtigen Jahreszeit dort sein, um diese blühen zu sehen. Nichtsdestotrotz ist es immer ein schöner angelegter Park, wo es sich lohnt hindurch zu schlendern.

Wer möchte, kann auch noch die Rostocker Wallanlagen besichtigen bzw. sich dort einfach im Park etwas treiben lassen. Die Wallanlagen wurden  1270 zur Verteidigungen angelegt und es befindet sich dort auch mit 450 Metern das längste Stück der damaligen Stadtmauer. Zudem ist es einfach eine schöne grüne Oase direkt an der Stadt.

Stadthafen von Rostock:

Ein absolutes „Muss“ bei einem Besuch in der Hansestadt Rostock ist selbstverständlich der Stadthafen von Rostock am Ufer der Warnow. Der Rostocker Stadthafen ist nur ein Teil des Hafens und auch eine beliebte Spazier- und Flaniermeile, wo man einfach gut den Abend ausklingen lassen kann. Bis zur Eröffnung des Seehafens im Jahr 1960 wurden hier Güter auf Schiffen hinein- und heraus transportiert. Dies kann man auch noch einem hölzernen Tretkran aus dem 18. Jahrhundert sowie einen Brückenkran von 1950 erkennen. Einen tollen Blick auf den Stadthafen hat man vom Kanonsberg in der Nähe der Fischerbastion.

Rostocker Zoo:

Öffnungszeiten: April – Oktober: täglich, 09:00-17:00 Uhr & November – April: täglich, 09:00-16:00 Uhr
Eintritt: Erwachsene 18€, Kinder 10€ (Homepage Zoo Rostock) 

Wer noch mehr Tage in Rostock zur Verfügung hat und noch etwas Abwechslung möchte, kann noch einen Ausflug in den Rostocker Zoo machen. Dieser liegt etwas außerhalb der Stadt. Dort gibt es ca. 4500 Tiere in 450 verschiedenen Arten. Der Rostocker Zoo ist zudem eine der größten Zoos an der gesamten deutschen Ostseeküste. 

 

Das Michaeliskloster als Bibliothek:

Auf dem Rückweg zum Parkhaus kann man noch einen Abstecher beim Michaeliskloster machen. Heute wird das Michaeliskloster von der Universität Rostock als Bibliothek genutzt.

Doch nochmal zurück in der Geschichte: Bereits nach ihrer Ankunft im Jahre 1462 begannen die Brüder vom „gemeinsamen Leben“ 1480 den Bau dieses Hauses. Diese Brüder gehörten zu einer Ordensschaft und folgten den Regeln der Mönche. Sie widmeten sich vor allem von 1476 bis 1531 neben ihrer Lehrtätigkeit, dem Buchdruck. Im Jahr 1475 errichten sie daher auch die erste Buchdruckerei in Rostock. Nach der Stadt Lübeck ist Rostock somit die zweitälteste Stadt mit Buchdruckerei in Norddeutschland.

Im 16. Jahrhundert kam es zu einer Auseinandersetzung der Brüder mit Herzog Heinrich dem V., da diese das Neue Testament drucken wollten, der Herzog dies jedoch untersagte.

Nach der Reformation wurde das Gebäude erst als Studentenwohnheim, als Zeughaus oder auch als Getreidelager genutzt.

Mit dem Schiff nach Warnemünde:

Wir würden dir empfehlen auf jeden Fall noch eine Schiffsfahrt nach Warnemünde zu machen, da sich der Weg und auch die Schiffsfahrt mit den Infos des Kapitäns nach unserer Meinung auf jeden Fall lohnt.

Früher war Warnemünde ein kleines Fischerdorf, während es heute ein großes modernes Ostseebad ist mit einem wunderschönen Sandstrand und einer tollen Promenade ist. Warnemünde ist seit 1323 ein Ortsteil im Norden der wunderschönen Stadt Rostock und gehört bei einem Besuch in der Stadt Rostock einfach mit dazu. Mittlerweile ist es auch ein beliebtes Urlaubsziel, da es direkt an dem Fluss Warnow liegt, der in die Ostsee fließt und einen wunderschönen breiten, feinen Sandstrand hat.

Entlang am "Alten Strom":

Nach Ankunft mit der Fähre oder dem Schiff lohnt es sich erst einmal die alte Flaniermeile „Am Strom“ entlang zu laufen und diese auf sich wirken zu lassen. 1423 soll „der alte Strom“ bereits ausgehoben worden sein. Bis zum Jahr 1903 war dies der einzige Schiffszugang zum Rostocker HafenHier gibt es eine lange Einkaufsmeile und viele verschiedenen Cafés und Restaurants, aber natürlich auch Stände mit Fischbrötchen. 
Mittlerweile gibt es hier einige Ferienwohnungen, die vor allem viele Touristen anlocken sollen. Daher kann es hier besonders im Sommer schon einmal sehr voll sein. Nichtdestotrotz herrscht hier eine wunderbare Stimmung und man kann heute noch in den frühen Morgen- oder in den späten Abendstunden Fischer mit ihren Fischkuttern beobachten. 
Am „Alten Strom“ gibt es verschiedene Veranstaltungen das ganze Jahr über wie z.B. das Stromerwachen (Ende April/Anfang Mai), das Warnemünder Drachenbootfestival (Juli) oder das Hanse Sail (August).

Fisch- und Wochenmarkt:

Wie bereits schon erwähnt, gibt es hier auch viele Fischer, die selbstverständlich auch ihre Fische auf dem Fisch- und Wochenmarkt verkaufen möchten. Am Wochenende von 8:00 bis 18:00 Uhr ist der traditionelle Warnemünder Fischmarkt auf der Mittelmole geöffnet. 

Für alle Fischliebhaber/innen ein absolutes Muss! Hier gibt es alle zu begutachten und zu kaufen von Dorsch, Aal bis Hering ist hier alles vorhanden.

Warnemünder Molen:

Läuft man am Alten Strom immer geradeaus weiter, kommt man irgendwann an den berühmten Warnemünder Ost- und Westmole an. Ganzjährig kann man an der Westmole ca. 550 Meter entlang Richtung Meer laufen. Währenddessen bestaunt man die beeindruckenden Wellen, die gegen die Stein klatschen. Bereits Ende des 16. Jahrhundert bzw. zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde ein 320 Meter langer Steindamm angelegt. Erst im Jahr 1903 wurde die Ostmole dazu gebaut.

Tipp: Hier ist es jedoch immer sehr windig, was man nicht vergessen sollte, wenn man in einer kühleren Jahreszeit Warnemünde besucht. Trotzdem macht es einfach Spaß, Seglern, Anglern oder auch große Schiffe an sich vorbeifahren zu ziehen.

Warnemünde grüne Mole
Warnemünde rote Mole

Warnemünder Strandpromenade:

Der Warnemünder Strand mit seiner wunderschönen Strandpromenade ist ca. 2,2 km lang und an manchen Stellen bis zu 200 Meter breit. Es ist ein traumhaft schöner, feiner Sandstrand, wo man einfach nur dem Rauschen der Wellen zuhören kann.

Der Einstieg in das Wasser ist am Ufer besonders flach und somit auch super für Kinder und Familien geeignet.  Auch für alle Wassersportler/innen ist es ein Paradies. Die „Fährwelle“, die alle zwei Stunden kommt ist besonders bei jungen Surfer/innen beliebt.

Warnemünde Strand
Warnemünde Strandufer

Leuchtturm:

Öffnungszeiten: Ostern – Oktober: täglich, 10:00-18:30 Uhr
Eintritt: Erwachsene 2€ 

Direkt am Strand befindet sich auch der der Leuchtturm, der das Wahrzeichen des Seebades Warnemünde ist. Er ist insgesamt ca. 31 Meter hoch und Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Auch heute noch ist der Leuchtturm aktiv und kann bis zu 37 km über das Meer strahlen, wobei wir ihn nur ca. 30 km weit sehen können. Der Hafenbaudirektor Karl Friedrich Kerner hat den Leuchtturm erbauen lassen. Seit über 100 Jahren hat der Leuchtturm Seefahrern nachts den Weg gezeigt oder zur Orientierung gedient.

Der Leuchtturm ist zudem begehbar. Eine Wendeltreppe mit 135 Stufen führt nach oben und eine Aussichtsplattform bietet eine tolle Panoramasicht auf Warnemünde sowie die Umgebung der Ostsee. Außerdem findet jährlich ein besonderes Event, „das Warnemünder Turmleuchten“ statt, das bereits seit 1999 veranstaltet wird. Dort gibt es eine beeindruckende Lasershow mit Musik und Feuerwerk, was allseits sehr beliebt und begehrt ist.

Teepott:

Unmittelbar daneben liegt der berühmte „Teepott“. Der „Teepott“ ist bereits eine sehr bekannte Sehenswürdigkeit in Warnemünde und ist fast auf jedem Foto gemeinsam mit dem Leuchtturm zu sehen. Jetzt fragst du dich vielleicht als allerstes – woher dieser Name?

1928 war an dieser Stelle, wo jetzt dieses modernere Gebäude steht, die Gasstätte Teepavillon platziert, die eine runde Gebäudeform hatte. Der heutige „Teepott“ wurde von dem Bauingenieur Ulrich Müther und dem Architekten Erich Kaufmann entworfen. Der neue Rundbau wurde in den 60er Jahren gebaut und ist ein Beispiel der Hyparschalenarchitektur.

Alexandrinenstraße:

Wer möchte kann anschließend über die wunderschöne Alexandrinenstraße zurückschlendern, die neben dem „Alten Strom“ einer der ersten Straßen in Warnemünde war. Dort befindet sich auch das Warnemünder Heimatmuseum, wer sich hierfür interessiert und noch etwas mehr Zeit hat.

Auch der Brunnen „Warnminner Ümgang“ ist eine weitere Sehenswürdigkeit dort. Es ist ein schöner Brunnen mit 19 Bronzefiguren und einem Wasserspiel.

Weitere beliebte Aktivitäten in Rostock und Warnemünde:

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