Mittelalterliche Schönheit: Prag - die Stadt der 500 Türme | Glücksreisen²
Prager Schloss
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Mittelalterliche Schönheit: Prag – die Stadt der 500 Türme

Viele deutsche Touristen nutzen ein Wochenende in Prag um günstig feiern zu gehen.  Doch sehen sie eigentlich  nichts von der mittelalterlichen Schönheit in Tschechien. Die Stadt Prag hat so viel mehr zu bieten. Wir erzählen euch warum die „goldene Stadt“ mit ihren 500 Türmen ganz weit oben auf eurer Prioritätenliste stehen sollte.

Eine Städtereise nach Prag kann man zu jeder Jahreszeit machen, denn jede Jahreszeit hat etwas für sich. Generell würden wir euch eher die wärmeren Monate wie Mai, Juni, Juli, August und September empfehlen. Jedoch hat auch die Winterzeit etwas für sich. Chris war einmal im Sommer dort und gemeinsam sind wir nochmal im Winter zur Weihnachtsmarktzeit hingereist.

Das Zahlungsmittel in Tschechien sind tschechische Kronen. 1 Euro entspricht ca. 26,18 tschechischen Kronen. Teilweise kann man mit Euros bezahlen, aber der Wechselkurs ist eher ungünstig. In Prag sollte man auf jeden Fall außer seiner Kreditkarte noch Bargeld mit dabei haben, da man nicht immer mit einer Karte zahlen kann.

Prag verfügt über ein weitläufiges Verkehrsnetz mit Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen.

Es gibt der verschiedenen Linien (Linie A= grün, Linie B=gelb, Linie C=rot), die täglich von 5 bis 0 Uhr und in den Stoßzeiten im 3 Minuten-Takt fährt.

Es gibt z.B. Kurzzeittickets (30 Minuten, 90 Minuten, 24 Stunden oder 72 Stunden), die von 24 CZK bis 310 CZK kosten. So eine Fahrkarte kann für jedes öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden, egal ob U-Bahn oder Bus. Diese Fahrkarten gibt es an Ticketmaschinen, die einen zuerst einmal leicht überfordern können. Falls diese nicht vorhanden sind – keine Panik, man kann auch Tickets beim Kiosk vor Ort kaufen. Besonders für die Ticketmaschinen, haben wir festgestellt, lohnt es sich immer Bar- bzw. Kleingeld dabei zu haben.

https://czech-transport.com/index.php?id=18813

Ankommen in Prag:

Viele kommen bereits mit dem Auto in Prag an, da es in nur ca. 4 Stunden von München erreicht werden kann. Man sollte jedoch beim Parken darauf achten, dass man sein Auto vielleicht im Parkhaus oder dem Parkplatz vom zugehörigen Hotel parkt, da es schon immer wieder einmal bei ausländischen Kennzeichen zu Autodiebstählen gekommen ist.

Mit dem Zug benötigt man etwas länger von München aus (ca. 8 Stunden), was jedoch immer noch gut und bequem machbar ist. Kostengünstig sind auch Reisebusse nach Prag.

Typische tschechische Gerichte, die du probieren kannst sind z.B. Kulajda („böhmische Suppe), Knoblauchsuppe, Kartoffelpuffer, böhmische Knödel mit Rotkraut, Gulasch, Quargel (Sauermilchkäse) und vieles mehr. Es dominieren vor allem viele Fleischgerichte. Trdelník ist eine leckere Süßspeise, die man an jedem Streetfood kaufen kann und wir auch weiterempfehlen können.Trdelník

An Getränken ist Tschechien auch für sein Bier oder hier „pivo“ bekannt. Das Budweiser Budvar und Pilsner Urquell sind einer der bekanntesten Biermarken. Ob es wirklich an das bayerische Bier herankommt, müsst ihr selbst beurteilen.

Chris und ich hatten einen Tag verschlafen, sodass wir das Frühstück im Hotel verpasst haben. Durch Zufall sind wir auf ein supercooles kleines Frühstückslokal gestoßen, dass wir gerne weiterempfehlen können: 
Bistro Den Noc

Zudem haben wir einen kleinen Insidertipp für ein superleckeres italienisches Restaurant: La Piccola Perla (Perlova 1 in Praha), in dem wir vor allem mit vielen Tschechen zusammensaßen und total günstig war.

Da Prag eine touristische Hochburg ist, kommen immer wieder Kleinkriminalität wie z.B. Taschendiebstahl, aber auch Fahrzeugdiebstahl oder –aufbruch vor. Also haltet vor allem bei großen Menschenmengen und besonders beliebten Touristenorten die Augen offen und schaut immer auf eure Wertsachen.

Auch bei den Taxifahrer/innen sollte man aufpassen: nicht jede/r hat tatsächlich eine Lizenz dafür, daher sollte man dies davor genau überprüfen.

Wie oben schon erwähnt würden wir euch raten, das Auto (wenn möglich) bei bewachten Hotelparkplätzen oder Parkhäusern zu parken.

Immer wieder versuchen Betrüger/innen Touristen und ihre Leichtgläubigkeit auszunutzen. Bleibt höflich, aber eine gesunde Skepsis bei wildfremden Menschen schadet nicht.

Unsere Top Sehenswürdigkeiten in Prag:

Prag liegt an dem Fluss Moldau und ist die bevölkerungsreichste Stadt mit ca. 1,3 Millionen Einwohnern von der Tschechischen Republik. Prag wird häufig auch als „goldene Stadt“ bezeichnet, da der Kaiser Karl IV. die Türme der Prager Burg vergolden ließ. Zudem ist die Stadt auch für ihre vielen Türme (insgesamt ca. 500 Stück) sowie verschiedenen Epochen (z.B. Romantik, Gotik, Barock, Renaissance)  der vielen Bauwerke bekannt. Seit 1992 wird die Altstadt zudem zum UNESCO-Weltkulturerbe gezählt, im Jahr 2000 war Prag Kulturstadt Europas. Prag begeistert viele Millionen Touristen durch die Prager Burg, die berühmte Karlsbrücke oder auch die mittelalterliche Rathausuhr.

Übersicht verschaffen durch Free Walking Tour:

Falls Ihr zu Beginn vielleicht auch nicht wisst, wo man am besten starten sollte, raten wir euch mit einer Free Walking Tour durch die Stadt zu beginnen. Hier bekommt ihr erst mal einen groben Überblick über die Stadt, bekommt wichtige geschichtliche Eckdaten mitgeteilt. Außerdem verpasst ihr keine der wichtigen Sehenswürdigkeiten.

Prager Rathausuhr

Ansonsten startet man mit seiner Tour in der Prager Altstadt. Im 11 und 12. Jahrhundert wurde diese Stadt gegründet. Das Stadtbild der Altstadt ist viel vom gotischen und barocken Baustil geprägt, wovon man auch gleich beeindruckt ist. Der Altstädter Ring ist der Marktplatz von Prag. Unmittelbar in der Nähe befinden sich das Prager Rathaus und die 600 Jahre alte astronomische Rathausuhr, die Hauptattraktion der Stadt ist. Zu jeder Stunde erscheinen in den oberen Fenstern nacheinander die 12 Apostel. Wenn man Lust und Zeit hat, kann man noch eine Führung im Rathaus machen. Was wir Euch aber auf jeden Fall raten würden ist den Rathausturm zu besteigen, da man eine herrliche Aussicht auf die Stadt hat.

Ein weiteres Highlight auf dem Marktplatz ist die beeindruckende gotische Teynkirche. Am Altstädter
Ring befindet sich auch die St. Nikolaus Kirche, die man besichtigen kann. Nördlich von diesem Platz kommt man irgendwann an den alten jüdischen Friedhof, dessen Geschichte uns schockiert hat. Hier mussten im 15. Jahrhundert aufgrund Platzmangel die Toten in mehre Schichten übereinander begraben werden

Weiter Richtung Pulverturm & Wendelplatz:

Östlich vom Altstädter Ring befindet sich der bekannte Pulverturm aus dem 15. Jahrhundert, der einst als Stadttor diente. Möchte man zum Wenzelplatz, der sich in der Nähe des Bahnhofs befindet, läuft man nordöstlich. Am Wenzelplatz steht ein Reiterdenkmal, wo früher ein Pferdemarkt stattgefunden hat und anschließend viele Demonstrationen von Student/innen stattgefunden haben.

Westlich des Altstädter Rings läuft man Richtung des Altstädter Brückenturms und der weltberühmten Karlsbrücke. Die Karlsbrücke, die über die Moldau führt, ist einer der ältesten Steinbrücken Europas und ist nur für Fußgänger passierbar. Hier ist immer viel los – Künstler, Musiker und dichtes Gedränge erlebt man dort zu fast jeder Tageszeit.

Auf der anderen Seite des Flusses (Kleinseite) kann man z.B. das Franz Kafka Museum oder auch das Kloster Strahov besichtigen. Ein absolutes „Muss“  ist der Besuch der Prager Burg. Der Eintritt in die Prager Burg variiert zwischen 6 Euros und 13 Euro, je nachdem welche der 3 Rundgänge man sehen möchte.

Die Prager Burg stammt aus dem 9. Jahrhundert und gilt als größtes geschlossenes Burgareal der Welt. Dies war einst Sitz der böhmischen Könige, Herzöge und Kaiser. In diesem Burgkomplex lebte im berühmten „goldenen Gässchen“ im Haus Nr. 22 früher einmal der bekannte Schriftsteller Franz Kafka. Ab 18 Uhr ist hier in das goldene Gässchen der Eintritt frei.

Franz Kafka Statue Prag
goldenes Gässchen Prag
Prager Burg Nacht
Erstaunlicher Ausblick von der Prager Burg:

Auf der Prager Burg hast du auch einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt. Gerade in der Hochsaison kann es zu langen Schlangen bei der Prager Burg kommen. Mit dem Kombi-Ticket* dürft ihr an der Schlage vorbei und die Burg erkunden.
Mitten in dieser Burg befindet sich auch der unbedingt sehenswerte gotische Veitsdom. Kaiser Karl IV erteilte den Auftrag für den Bau.  Bis die Kathedrale fertiggestellt wurde dauerte es insgesamt 600 Jahre.

Auch sehenswert ist das Vyšehrad, das als einer der berühmtesten frühmittelalterlichen Burgwälle von Böhmen gilt. Diese Burg wurde im 10. Jahrhundert als zweite Prager Burg erstellt.

Wir haben noch einen Abstecher zum Aussichtsturm von Petřín gemacht und sind auf den Petrin Hügel gelaufen. Dieser wurde dem Eiffelturm von Paris nachgebildet. Herunterwärts sind wir dann mit der Standseilbahn gefahren.

Außerdem solltet ihr einen Abstecher an dem interessanten Bauwerk „das tanzende Haus“ vorbei schauen. Das erst 1996 gebaut Haus gilt als modernes Wahrzeichen von Prag.

Wer für Abends noch etwas Besonderes sucht:

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