Rundreise durch Schweden - Glücksreisen²
Burg Mariefred Schweden
Europa,  Roadtrip

Rundreise durch Schweden

„Abkürzungen sind die längsten Wege“

Schon immer einmal wollten wir eine Rundreise quer durch Schweden machen, da uns viele Bekannte bereits von der beeindruckenden Natur und den freundlichen Menschen dort berichtet haben. Schweden verschiebt man leider oft auf seiner „Reiseliste“, da man lieber in „warme“ Länder reist, um dem kalten Deutschland zu entfliehen. Das ist jedoch ein Fehler! Wir sagen euch hier auch warum.

Besonders das Klima und Wetter hat uns überrascht. Wir hatten in den der 2-wöchigen Rundreise Ende Septmeber immer wieder mit regnerischen oder windigen Wetter zu kämpfen, jedoch war es lange nicht so kalt wie viele immer behaupten. Gerade die Lage an der Ostsee verschafft Schweden ein deutlich stabilere Wetterlage und Temperatursprünge sind die Ausnahme.

Von Sandstränden bei Schäreninseln, wilde Nationalparks sowie einzigartigen Sehenswürdigkeiten und aktiven modernen Museen, kann man in Schweden einiges erleben.

Das war unsere Reiseroute:

Stockholm -> Mariefred -> Gripsholm slott -> Göta Kanal -> Vimmerby -> Kalmar -> Öland -> Lund -> Malmö -> Göteborg -> Hunnenberg -> Uppsala -> Stockholm

Begonnen haben wir unsere Rundreise mit einem Mietwagen* in Stockholm, nachdem wir die Stadt bereits erkundeten. Willst Du mehr über Stockholm erfahren, haben wir bereits hier einen Beitrag darüber angefertigt:

Wir haben unsere Rundreise durch Schweden im Herbst gemacht und waren von den bunten Blättern und dem angenehmen Wetter auf der Reise einfach nur begeistert. Natürlich gibt es im Herbst wie bei uns auch einmal regnerische Tage, sodass es immer hilfreich ist einen Regenschirm und eine Regenjacke dabei zu haben. Will man das schwedische Lappland besuchen, macht es sicherlich auch Sinn das im Winter zu tun. Ansonsten würden wir Euch eher zu Frühjahr, Sommer und Herbst raten.

In Schweden wird mit schwedischen Kronen bezahlt. 1 Euro entspricht ca. 10,14 schwedischen Kronen. Generell kann man hier super mit Kreditkarte zahlen, da viele Geschäfte und Restaurants bereits das bargeldlose Bezahlen eingeführt haben.

Schweden verfügt über ein sehr gut ausgebautes Verkehrsnetz mit U-Bahnen, Zügen, Bussen und Fähren. Der Name des Verkehrsnetzwerks heißt „Storstockholms Lokaltrafik“ (SL). Die Eingänge für U-Bahnen sind mit einem blauen T mit weißem Hintergrund gekennzeichnet („Tunnelbana“). Vieles kann man sich gut von der deutschen oder englischen Sprache herleiten: Pendelzüge/Regionalzüge heißen z.B. „pendeltåg”. Man kann sich z.B. ähnlich wie in London eine blaue SL Access Card am Automaten, Schalter oder in kleinen Zeitschriftenläden mit dem Namen „Pressbyrån” kaufen und diese mit einem Geldbetrag aufladen. 
Beim Einsteigen in Zügen, Bussen oder U-Bahnen gibt es kein Gedrängel wie in Deutschland. Jede/r Einheimische stellt sich ordentlich an einer Schlange mit einem gewissen Abstand an.

Ankommen in Stockholm per Flugzeug:

Der billigste und einfachste Weg ist meiner Meinung nach mit dem Flygbussarna vom Flughafen aus zum Hauptbahnhof (Cityterminalen). Diese Tickets kann man schon bequem vorab im Internet für 99 SEK (ca. 10,50 Euro) kaufen und der Bus kommt ca. alle 10 Minuten und ist gut erkennbar. Weitere Möglichkeiten vom Flughafen in die Stadt wäre noch der Arlandaexpress, der deutlich teurer ist, dafür aber schneller. Eine andere Möglichkeit wäre eben noch mit einem normalen Linienbus was jedoch etwas kompliziert ist, wenn man sich nicht auskennt. https://www.flygbussarna.se/de/?___store=fbde

Unterwegs mit dem Auto:

Grundsätzlich kommt es natürlich darauf an, von wo ihr eure Rundreise startet oder wie ihr unterwegs seit. 
Schweden bietet sich mit seiner traumhaften Landschaft geradezu an mit dem Wohnmobil zu erkunden. Wer allerdings kein eigenes hat, für den wird es schnell teuer.

Wir sind deshalb mit dem Mietwagen* unterwegs gewesen und haben uns in Pensionen, kleineren Hotels oder Airbnb’s einquartiert. Gerade letztere sind in Schweden sehr unkompliziert und oft eine günstige Alternative.

Ein kleines Manko in Schweden zeigt sich manchmal in den Preisen, wenn man aus Deutschland kommt. Essen und Getränke sind im Vergleich zu Deutschland teurer. Generell kann ich Euch empfehlen, wenn ihr Essen gehen wollt eher das Mittagessen als das Abendessen zu wählen, da man es mittags etwas günstiger bekommt. Ein traditionelles Gericht, das alle Welt (zumindest von IKEA) kennt ist z.B. Kötbullar (schwedische Hackbällchen). Zudem sehr traditionell und beliebt sind die „Kanelbullar“, die gerne zu einem Kaffee in der „Fika“ gegessen wird. Darunter versteht man eine Kaffeepause, dass die Schweden bis zu acht Mal am Tag machen, um ihre Energie wieder aufzuladen.

Eine weitere wichtige Info ist, dass man Alkohol wie z.B. Bier und Wein ab 3,5 % Alkoholgehalt nur in bestimmten Läden sog. Systembolaget  zu bestimmten Uhrzeiten kaufen kann.

Das einst friedvolle Land Schweden war in der Vergangenheit immer wieder einmal wegen Schießereien in Malmö und Terrorismus in Stockholm in den Schlagzeilen. Im April 2017 fuhr ein Lastwagen in die Innenstadt und tötete mehrere Menschen. Seit März 2016 wurde die Bedrohungslage von Warnstufe 3 auf 5 erhöht.  Ansonsten gibt es wie überall sonst auch Taschendiebstahl besonders in der Innenstadt oder auf touristischen Plätzen. Grundsätzlich würden wir jedoch behaupten, dass Schweden einen sicheren Eindruck macht.

Weitere Tipps:

Generell kann ich Dir diese Seite für weitere Informationen über Schweden empfehlen: https://visitsweden.de

Generell kann ich Dir diese Seite für weitere Informationen über Schweden empfehlen: https://visitsweden.de

Mariefred:

Das kleine und idyllische Örtchen Mariefred liegt direkt am Mälarsee. Highlight von Mariefred ist das beeindruckende Schloss Gripsholm. Das Schloss wurde von Gustav I. Wasa gebaut, von dem ihr einiges hört, wenn ihr Schweden bereist. Mariefred ist zudem bekannt, da Kurt Tucholsky über dieses Schloss geschrieben hat und auf dem Friedhof dort beerdigt wurde. Von Stockholm aus sind wir als allererstes nach Mariefred gefahren. Die Autofahrt nach Mariefred dauert ca. eine kurze Autostunde.

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Götakanal / Bergs slussar:

Nächster Stopp war für uns der berühmte 195 km lange Götakanal. Der Götakanal umfasst 58 Schleusen und ist sehr beliebt, um mit dem Hausboot durch Schweden zu schippern. Er verbindet Ostsee, Vättern und den Vänern in Schweden. Befahren werden kann der Götakanal von Mai bis September. Am Bergs Slussar könnt ihr neben diversen Restaurants und Imbissbuden auch eine Runde Minigolf spielen. Die Bahnen sind aber tatsächlich wie kleine Golf Bahnen aufgebaut. Ist auf jeden Fall eine Abwechslung zum „normalen“ Minigolf.

Vimmerby:

Weiter ging es zu unserem Übernachtungsort „Vimmerby“. Wenn man schon einmal in Schweden eine Rundreise macht, sollte man auf jeden Fall den Ort Vimmerby besuchen. Vimmerby ist der Geburtsort der berühmten Pippi Langstrumpf (oder auf schwedisch Pippi Långstrump)-Autorin Astrid Lindgren. Die schwedische Schriftstellerin von zahlreichen bekannten Kinderbüchern wurde nicht nur hier geboren, sondern ist auch dort aufgewachsen. Besucht unbedingt das Elternhaus von Astrid Lindgren „Astrid Lindgrens Näs“, das heute als Museum dient. https://astridlindgrensnas.se/oppettider-och-priser/
Bummelt anschließend wie wir durch die Straßen von Vimmerby. Ihr werdet immer wieder Parallelen zu ihren Kinderbüchern entdecken und die Quellen ihrer Inspiration verstehen. Mitten auf dem Markplatz vor dem Rathaus befindet sich eine Statue von Astrid Lindgren. Wer ein großer Fan von den Geschichten von Astrid Lindgren ist, kann auch noch Astrid Lindgrens Värld (Freizeitpark) besuchen, das vor allem für Kinder sehr geeignet ist. https://astridlindgrensvarld.se/

Småland selbst ist einfach ein wunderschönes Flecken, indem man auch einfach mal die Zeit genießen kann. Nur 25 km von Vimmerby entfernt (im Dorf Gibberyd bei Rumskulla) steht die Kulisse von Katthult, wo die gleichnamigen Filme gedreht wurden.

Spontan wollten wir noch den Virum Elch Park besuchen, waren jedoch zu spät mit den Tickets dran. Falls ihr also vorhabt den Park zu besichtigen, solltet ihr bereits vorab euren Eintritt sichern.
http://www.virummoosepark.se/

Kalmar:

Von Vimmerby aus weiter fuhren wir nach Kalmar und machten dort eine kleine Kaffeepause. Das Schloss Kalmar gibt es bereits seit dem 12. Jahrhundert. Kalmar beeindruckt durch seine Geschichte, was sich auch sofort in der Altstadt mit Kopfsteinpflaster, alten Stadtmauern sowie dem Schloss mit den Wassergräben in Kvarnholmen bemerkbar macht. Das Schloss war damals als wichtige Verteidigungsanlage gegen Dänemark notwendig. Auf der anderen Seite wirkt es teilweise jedoch sehr modern mit seinen Geschäften. Kalmar wird auch als „Schweden´s Sommerstadt“ betitelt, da es eine der sonnenreichsten Städte von Schweden sein soll und an der „Einfahrt“ zur Insel Öland liegt.

Öland:

Von der „Sommerstadt“ ging es weiter zur schwedischen Sonneninsel „Öland“. Öland liegt nur 6 km vom Festland entfernt und ist über die längste schwedische Brücke (Ölandsbrücke) verbunden. Nicht nur die schwedische Königsfamilie verbringt ihren Sommer gerne dort auch viele Touristen zieht es im Sommer auf die beliebte Camper freundliche kleine schwedische Insel. Besonders Naturlieber zieht es aufgrund des riesigen Naturschutzgebietes zum beobachten von Vögeln und Wildtieren dorthin. Aber auch geschichtlich Interessierte kommen durch die Ruinen auf ihre Kosten.

Die insgesamt 300 km lange Küste mit einem Sandstrand erfreut viele Touristen und Schweden im Sommer. Zudem ist Öland durch seine vielen Windmühlen (insgesamt 350 Stück) bekannt. Sehenswürdigkeiten in Öland sind dort z.B. der Boda Sand, der Leuchtturm (Långe Erik) , der Zauberwald Trollskogen mit einem Schiffswrack, Stora Alvaret, Burg Eketorp, Schloss Borgholm sowie die vielen Windmühlen. Als wir dort gewesen sind, war leider nichts vom schönen Wetter zu bemerken…

Lund:

Weiter ging unsere Fahrt in die Universitätsstadt Lund , was sich ca. 20 km weit von Malmö entfernt befindet. Auch Lund verbindet gleichzeitig geschichtsträchtige Fachwerkshäuser mit einer modernen Studentenstadt. Es lohnt sich einen kleinen Abstecher zu machen und über den Marktplatz (Stortorget) und durch die Straßen zu spazieren. Der Dom in der Innenstadt, die bereits aus dem 12. Jahrhundert mit einer astronomischen Uhr stammt sowie die Universität von 1668, die seither Akademiker ausbildet, ist absolut sehenswert.

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Malmö:

Von Lund aus war es nur noch ein Sprung nach Malmö. Schwedens drittgrößte Stadt bietet einige Sehenswürdigkeiten, leider jedoch auch immer wegen Kriminalität in Negativschlagzeilen. Trotzdem haben wir uns in der Stadt sicher gefühlt. Man sollte vielleicht nicht (wie in anderen Städten auch) abends durch abgelegene Straßen wandern. Die Stadt verkörpert eine Mischung aus Geschichte sowie internationalen und modernen Flair.

Wir haben uns in Malmö für eine kleine Free Walking Tour (Startpunkt an der Statue von Charles X Gustav am Stortorget) entschieden, da man superleicht interessante Aspekte von der Stadt und deren Geschichte erfährt. Außerdem muss man sich nicht erst noch durch viele Reiseführer und Stadtkarten kämpfen muss.

Sehenswürdigkeiten in Malmö:

  • Schloss Malmöhus
  • Petri Kyrka
  • Gustav Adolf’s Torg
  • Altstadt: Stortorget, Lilla Torg, Rathaus
  • Turning Torso
  • Hafen
  • (Zlatan Court für Fußballfans)

Das Schloss Malmöhus ist die älteste noch erhaltene Burganlage, die sich mitten in der Innenstadt befindet. Es wurde im 16. Jahrhundert erbaut und ist das älteste Renaissanceschloss von ganz Skandinavien. Der Eintritt kostet 40 SEK (4 Euro). Innerhalb der Mauern befinden sich das naturhistorische Museum sowie ein Kunstmuseum. Außerhalb des Schlosses kann man den Schlosspark und die zugehörigen Schlossmühle bewundern.

Die beeindruckende St. Petri Kirche ist das älteste Gebäude von ganz Malmö und eine der größten Kirchen Schwedens. Sie befindet sich mitten in der Altstadt (hinter dem Stortorget) und wurde bereits im 14. Jahrhundert erbaut.

Gamla Staden oder auch Altstadt genannt ist aus unserer Sicht der schönste Teil von Malmö. Der Stortorget ist (wie der Name auch schon auf schwedisch sagt) der größte Platz der Stadt. Hier liegt das historische Rathaus von Malmö, das im 16. Jahrhundert im Renaissancestil erbaut wurde. Nicht weit entfernt von dem Stortorget befindet sich der Lilla Torg, das den kleinen Markplatz darstellt. Hier befinden sich charmante Restaurants, Bars und kleinere Geschäfte.

Turning Torso im Hafengebiet:

Der Gustav Adolf´s Square ist der zweitgrößte Platz in Malmö. Dieser Platz verbindet die Shoppingmeile Södergatan mit der Altstadt. Der Marktplatz wird auch jährlich für das bekannte „Malmö Festival“ genutzt.

Der berühmte Turning Turso ist wohl einer der bekanntesten Gebäude in Malmö. Dieses Büro- und Wohnhaus stellt das Wahrzeichen des neuen Stadtteils dar. Santiago Calatrava entwarf dieses verdrehte Hochhaus, das 2001 gebaut wurde. Insgesamt hat dieses Gebäude 54 Stockwerke. Jedoch freut euch nicht zu früh, hier gibt es weder eine Aussichtsplattform oder ein Restaurant, um die Aussicht von oben auf Malmö genießen zu können. Oben befinden sich nur Geschäftsräume die für 195 SEK (ca. 20 Euro) besichtigt werden können.

Unmittelbar neben dem Turning Torso befindet sich der Hafen von Malmö. Dort in der Nähe befindet sich auch eines der berühmten Kaltbadehäuser von Malmö, das „Ribersborgs Kallbadhus“. Leider haben wir es soweit nicht mehr geschafft, da es unseren Zeitrahmen einfach gesprengt hätte. Es ist ein Freibad am beliebten Strand Ribersborg und ist mit einem 300m langen Steg mit dem Ufer verbunden. Das Badehaus ist das ganze Jahr über geöffnet. Im Winter trauen sich meist nur die Schweden hier herein, aber traut euch doch einfach unter dem schwedischen Motto: „Do ist like a Viking!“ und berichtet uns von euren Erfahrungen!

Als Fußballfan wollten wir uns das berühmte „Zlatancourt“ im Stadtteil Rosengård im (Cronmans väguns) nicht entgehen lassen. Um die „Nicht-Fußballer“ unter euch aufzuklären: Zlatan Ibrahimovic ist ein weltberühmte Fußballspieler und Nationalspieler der schwedischen Mannschaft.

Zlatan ist in einem Armenviertel aufgewachsen und hat dort in dem Hinterhof das kicken gelernt. Es sind dort seine Fußabdrücke und ein Autogramm von ihm verewigt.

Göteborg:

Von Malmö aus ging es weiter nach Göteborg, der zweitgrößten Stadt in Schweden. Göteborg´s Lage an der Westküste in der Nähe von Dänemark direkt am Wasser lädt zum Entspannen und Verweilen ein. Es gibt wieder einiges zu entdecken, da die Stadt sehr vielseitig an Freizeitmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten ist.

Sehenswürdigkeiten in Göteborg:

  • View von Skansen Kronan
  • Stadtteil Haga
  • Park Trädgårdsföreningen
  • Palmenhaus
  • Hafen und die Kräne
  • Liseberg
  • Lejontrappan
  • Feskekörka
  • Kronhuset
  • Kuggen
  • Skybar (Heaven 23)
  • Universum,
  • Volvo Museum
  • Schäreninseln

Wollt ihr euch erst einen kleinen Überblick über die Stadt verschaffen, würden wir euch raten zuerst den Skansberget mit seinen vielen Stufen im Stadtviertel Haga zu besteigen. Die genaue Adresse ist folgende: Risåsberget, Ryssåsen in Haga. Skansen Kronan ist eine alte Festungslage, die heute für verschiedene Veranstaltungen genutzt wird. Der kleine Park um die Festungsanlage herum heißt Skansparken. Hier habt ihr wirkliche eine traumhafte Übersicht über Göteborg.

Nach dem anstrengenden Aufstieg habt ihr euch eine kleine Pause oder eine „Fika“ (schwedische Kaffeepause) im ältesten Stadtteil von Göteborg „Haga“ verdient. Das älteste Haus wurde bereits 1790 erbaut. Viele Häuser sind hier typisch mit einer Mischung mit unten aus Stein und oben aus Holz gebaut. Haga hat eine Vielzahl von kleinen süßen Cafés, Geschäften oder Boutiquen. Im Café Husaren gibt es angelblich die größten Zimtschnecken (Kanelbullar) und die leckersten Hagabullen von ganz Schweden. http://www.cafehusaren.se/

Am besten spaziert ihr die Haga Nygatan entlang und lasst euch einfach vom Geschehen treiben. Besonders der Hinterhof in der Magasinsgatan mit dem Café „Da Matteo“ lädt zum Verweilen ein.

Fotomotive überall in der Stadt:

Nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt liegt der beliebte Park Trädgårdsföreningen, der aus dem 19. Jahrhundert stammt. Innerhalb des Parks befindet sich das Rosarium und das Palmenhaus, indem man zum je nach Jahreszeit wunderschöne Rosen und tropische Gewächse bewundern kann. Der Eintritt in den Park ist kostenlos.

Die Kunst an Brunnsparken Lejontrappan (die Löwentreppe) ist ein beliebtes Fotomotiv und wurde von der schwedischen Künstlerin Camilla Bergman erschaffen. Hier hat man einen wunderbaren Blick auf den Kanal.

Unmittelbar in der Nähe befindet sich der Hafen von Göteburg mit seinen Kränen, die das bekannte Hafenbild prägen. Von Lilla Bommen aus hat man die Möglichkeit verschiedene Bootstouren* zu machen. Hier befindet sich auch das bekannte „Skanskaskrapan“ bzw. besser bekannt als „Lippenstift“. Dies ist ein weiß und rot gestreiftes Hochhaus mit 22 Stöcken, das als Wahrzeichen von Göteborg gilt. Ganz oben gibt es eine Aussichtsplattform, die auch Utkiken genannt wird. Utiken ist von April bis September Mo – Fr von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Kronhuset, ein „Muss“ vor allem für Schokoladenlieber. Das im 17. Jahrhundert gebaute Gebäude, das damals für die schwedische Artillerie gedient hat, beinhaltet heute kleinere Läden z.B. einen Schokoladen- und Süßigkeitenladen. Der Eintritt in den Schokoladenladen ist gratis, die Verkostung kostet jedoch 50 SEK (ca. 5 Euro).

Feskekörka (Fischkirche) beherbergt die Göteborger Fischmarkthalle. Diese Fischmarkthallte wurde bereits 1874 entworfen und war dafür sehr modern. Auch heuten noch dient sie wie der Name schon sagt für den Verkauf von frischem Fisch und Meeresfrüchten. Sie befindet sich beim Rosenlundsvägen.

Das beliebte Liseberg gibt es schon seit 1923 und ist ein nordischer Vergnügungspark, der keine Wünsche offenlässt. Er ist der größte Vergnügungsparkt Skandinaviens. Im Winter gibt es dort stattdessen einen Weihnachtsmarkt. Wir haben ihn nicht besucht, da wir uns lieber andere Sachen noch anschauen wollten. https://www.liseberg.se/

Tierpark & Naturwissenschaft in Kombination:

Da das Wetter bei uns leider in Göteborg nicht so mitgespielt hat, haben wir beschlossen das „Universum“ zu besichtigen. Das „Universum“ ist ein Erlebnismuseum, vorrangig für Kinder, aber auch jung gebliebene Erwachsene mit Experimentierfreude kommen hier auf ihre Kosten. Das Museum ist in verschiedenen Themengebiete aufgebaut wie z.B. Weltraum und Sonnensystem, ein Regenwald mit tropischen Tieren, ein Aquarium mit einem gläsernen Tunnel sowie verschiedene Lebensräume von Tieren. Außerdem kann jeder seine sportlichen Fähigkeiten testen und sich mit den Höchstleistungen von Tieren vergleichen.

Zum Abschluss haben wir noch das bunte „Kuggen“ besucht, das sich am Lindholmsplatsen befindet und zur Technischen Hochschule gehört.

Der Elchberg:

Auf dem Weg von Göteborg nach Stockholm zurück machten wir noch einen kleinen Halt beim „Hunneberg“. Dort befindet sich auch das königliche Jagdmuseum „Älgens Berg“, da hier der König immer wieder einmal zu Besuch ist. Am Hunneberg, besser bekannt auch als „älgens berg“ (Elchberg), ist bekannt dafür, dass man hier mit viel Glück auch Elche sehen kann. Leider hatten wir kein Glück mit einem Elch, aber die Wanderung auf dem Hunneberg war einfach wunderschön und hat sich trotzdem sehr gelohnt!

Abstecher nach Uppsala:

Nur eine Auto- sowie Zugfahrtstunde von Stockholm entfernt liegt die Studentenstadt „Uppsala“.

Sehenswürdigkeiten in Uppsala:

  • Domkyrkan
  • Uppsala slott
  • Hauptgebäude der Universität und Universitätsbibliothek
  • Gustavianum
  • Gamla Uppsala

Das bedeutendste und imposanteste Bauwerk ist sicherlich der gotische Dom (St. Erik) von Uppsala (Domkyrkan). Laut Beschreibungen sei der Dom mit seinen 118,7 Metern in die Luft, die höchste Kirche Skandinaviens. Hier wurden viele schwedische Könige gekrönt und auch begraben z.B. König Gustav Vasa.

Gleich neben dem Dom steht das älteste und noch erhaltene Gebäude der Universtität, das Gustavianum. Hier werden viele alte Kunstwerke und archäologische Funde der Universität Uppsala aufbewahrt. Eine besonders wertvolle Sammlung ist der 400 Jahre alte Augsburger Kunstschrank mit Fächern, die 1.000 kleine Schätze beinhaltet. Als Augsburger lässt man sich das natürlich nicht entgehen. Das Gustavianum ist leider aufgrund Renovierungsarbeiten bis voraussichtlich 2022 noch geschlossen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Schloss von Uppsala (slott). Der Bau wurde einst unter Gustav Vasa im 16. Jahrhundert begonnen. 1665 folgte dann der zugehörigen Schlossgarten. Immer wieder brannte das Schloss teilweise ab, was man anschließend wieder aufbauen musste. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts diente der südliche Turm als Gefängnis. Seit dem 20. Jahrhundert befinden sich im Schloss das Kunstmuseum sowie Einrichtungen der Universität von Uppsala. Zudem befindet sich dort die Wohnung des Regierungspräsidenten.

Die Universität von Uppsala ist die Älteste Skandinaviens. Sie wurde bereits 1477 vom Erzbischof Jakob Ulfsson und Sten Sture dem Älteren gegründet. Hier haben bereits schon Carl von Linné, Anders Celsius oder auch Carl XVI. Gustaf studiert.

Die Altstadt von Uppsala oder auch „Gamla Uppsala“ liegt leider noch eine Stunde Fußmarsch von der Innenstadt entfernt. Wir haben es nicht mehr dorthin geschafft. Hier sollen geschichtsträchtige Hügelgräber und die historische Siedlung zu bewundern sein, die sicherlich noch ein Abstecher wert sind.

One Comment

  • Gabi

    Hi, super Bericht und schöne Bilder. Es weckt viele Erinnerungen von unserer Rundreise in Schweden mit dem Womo. Hoffentlich dürfen wir bald wieder verreisen.
    Macht weiter so….

    Gabi

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